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vergrößern 800x533Aschelagen in Bohrkernen geben ein Bild von der Geschichte des Vulkanismus im Pazifikraum während der vergangenen paar hunderttausend Jahre. Dabei stießen die Forscher auf ein Muster: Auf schnelle Temperaturanstiege folgte stets erhöhte vulkanische Aktivität.
Kiel - Dass große Vulkanausbrüche ein zumindest kurzfristig bedeutender Klimafaktor sein können, ist seit langem bekannt. Nun berichtet das Kieler Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (GEOMAR), dass auch ein Zusammenhang in umgekehrter Richtung bestehen dürfte. Das schließen Forscher aus Datenanalysen, die den Zeitraum der letzten eine Million Jahre umfassten. Die Studie ist im Fachblatt "Geology" erschienen.
Der Entdeckung gingen zehn Jahre lange Forschungsarbeiten über die Vulkane Zentralamerikas voraus: "Unter anderem haben wir anhand von Aschelagen im Meeresboden die Geschichte der Vulkanausbrüche dort für die vergangenen 460.000 Jahre rekonstruiert", erklärt der Vulkanologe Steffen Kutterolf vom GEOMAR. Dabei fielen ihm und seinen Kollegen besondere Muster auf: "Es gab Epochen, in denen wir deutlich mehr große Eruptionen fanden als in anderen", sagt Kutterolf, der auch Erstautor der aktuellen "Geology"-Studie ist.
Bei einem Vergleich mit der Klimageschichte ergab sich eine verblüffende Übereinstimmung. Die Phasen hoher vulkanischer Aktivität folgten jeweils mit leichter Verzögerung auf schnelle, globale Temperaturanstiege und die damit verbundenen schnellen Eisschmelzen. Um diese Entdeckung auf eine breitere Basis zu stellen, überprüften die Forscher noch weitere Bohrkerne aus dem gesamten Pazifikraum. Sie waren im Rahmen des internationalen Integrated Ocean Drilling Program (IODP) beziehungsweise seiner Vorgänger-Programme gewonnen worden und decken rund eine Million Jahre Erdgeschichte ab.
"Tatsächlich fanden wir auch in diesen Kernen das gleiche Muster", sagt die Geophysikerin Marion Jegen vom GEOMAR, die ebenfalls an der aktuellen Studie mitwirkte. Zusammen mit Kollegen der Harvard-University machten sich die Kieler Wissenschafter anschließend auf die Suche nach einer möglichen Erklärung. Und glauben sie mit Hilfe von Computermodellen auch gefunden zu haben: "In Phasen der Klimaerwärmung schmelzen die Gletscher auf den Kontinenten relativ schnell ab. Gleichzeitig steigt der Meeresspiegel. Das Gewicht, das auf den Kontinenten lastet, wird also in kurzer Zeit kleiner, das auf den ozeanischen Erdplatten größer. Dadurch steigen die Spannungen im Erdinneren und in der Erdkruste öffnen sich mehr Wege, an denen Magma aufsteigen kann", erklärt Jegen.
Die Abkühlungen am Ende der Warmphasen liefen dagegen viel langsamer ab, deshalb bauten sie im Untergrund nicht so große Spannungsänderungen auf. "Wenn man den natürlichen Klimazyklen folgt, befinden wir uns aktuell eigentlich am Ende einer Warmphase. Deshalb ist es vulkanisch ruhiger. Wie sich die von Menschen verursachte Erwärmung auswirken wird, kann man bei dem derzeitigen Forschungsstand noch nicht absehen", sagt Kutterolf. Jetzt müsse man die Untersuchungen mit größerer zeitlicher Auflösung präzisieren, um die Prozesse im Erdinneren noch besser zu verstehen. (red, derStandard.at, 12. 12. 2012)
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Global Warming Afforded Same Legal Status as Religion in UK
http://www.dailytech.com/Global+Wa... e16721.htm
Hat irgendjemand von Ihnen schon einen früheren Artikel über zu erwartende Masseverschiebungen gesehen (Schmelzwasser)? Durch die Erdrotation dürfte es zu bedeutenden Effekten kommen.
Ich lesen sehr häufig über Auswirkungen der Klimaveränderungen auf die Atmosphäre, aber suche seit Jahren Artikel über eine (möglicherweise) unbeachtete Veränderung (wie eingangs erwähnt).
Das Klima ist einfach alles - Vulkanausbrüche, Eisschmelze, Plattenverschiebungen, Meeresspiegel, etc.
Wie kann also "das Klima" etwas beeinflussen?
Es kann nur beispielsweise ein Vulkanausbruch das Klima beeinflussen, aber sicher nicht das Klima einen Vulkanausbruch.
Das ist ja gegen jede Logik.
erinnerungen an die schule: norwegen hebt sich als ganzes immer noch messbar an. in der eiszeit ist 1km eispanzer drauf gelegen, die erdkruste ist elastisch, seit 15.000 jahren mit immer weniger und dann keinem eis mehr drauf hebt sich die sache wieder, weil viel last weg ist. solche effekte kann man auf der ganzen welt beobachten. wenn man viel eis abschmilzt "arbeitet" die erdkruste mehr und das regt tektonik an.
zu beachten ist sicher, dass diese theorie noch sehr, sehr unreif ist und keinesfalls gesichert. aber von vornherein schwachsinn ist die ueberlegung nicht, und im spiel ist jetzt eine publikation wo diese korrelation statistisch begruendet wird.
das beste ist ja, dass selbst in dem artikel wieder geschrieben wird dass es in den vergangenen jahrtausenden immer wieder temperaturschwankungen gegeben hat. und jetzt passiert das wieder, aber diesmal soll auf einmal der mensch schuld sein?
ich hoffe wir erleben den tag noch, an dem die durchschnittstemperaturen wieder sinken und die menschen glauben sie hätten den "klimawandel verhindert" xD
PS: Vulkanausbrüche sind außedem eh voll cool, können ruhig mehr davon sein :D
Ich geb Ihnen ein Beispiel: Stellen Sie sich ein Haus im Spätwinter/Frühling vor.
Wenn es taut, fallen Eiszapfen vom Dach.
--> kommt immer wieder mal vor, is was ganz Natürliches
Wenn ein Mensch einen Schneeball auf die Eiszapfen wirft, fallen auch Eiszapfen vom Dach.
--> wollen Sie jetz auch behaupten, dass die Eiszapfen nicht wegen des Menschen runtergefallen sind, sondern, dass es sich um einen natürlichen Vorgang handelte?
Und so nebenbei: es is nicht gut, wenn Eiszapfen runterfallen, egal ob wegen Tauwetter oder wegen Schneeball (es könnte wer verletzt werden). Also bringen Menschen mit Verantwortungsbewusstsein eine Dachrinne an.
es wird mir ein ewiges rätsel bleiben, warum so unglaublich viele der meinung sind, dass das mit dem "früher auch schon" auch nur im entferntesten eine logische und sinnvolle argumentation wäre.
auch zecken, flöhe, filzläuse und pest-erreger sind etwas ganz natürliches und es hat auch in den vergangenen jahrtausenden immer wieder pest-epidemien gegeben. es käme aber niemand auf die verwegene idee, wie im mittelalter mit unzureichenden hygienischen verhältnissen epidemien zu provozieren, weil es die "immer wieder" gegeben hat.
ist ja nicht das einzige argument von uns, denen, die den klimawandel als rein natürlichen zyklus sehen und dem bisserl co2 was der mensch jetzt noch dazu ausstößt keine große relevanz zusprechen.
aber wirklich informiert scheinens eh nicht zu sein ;)
der "rein natürliche zyklus" von exzentrizität der erdbahn, erdneigung und präzession:
http://www.skepticalscience.com/pics/orbi... its_lg.jpg
der "rein natürliche zyklus" der sonnen-aktivität seit 1978:
http://www.pmodwrc.ch/pmod.php?... arConstant
der "rein natürliche zyklus" kosmischer strahlung seit 1952:
http://ulysses.sr.unh.edu/NeutronMo... tron2.html
der weniger zyklische verlauf von CO2 u. temperatur seit 1958:
http://herdsoft.com/climate/w... /image.php
nachweis des treibhauseffekts mit einem handelsüblichen infrarot-spektrometer:
http://ams.confex.com/ams/pdfpa... 100737.pdf
mit satelliten:
http://journals.ametsoc.org/doi/pdf/1... JCLI4204.1
fällt mir folgendes ein:
http://www.youtube.com/watch?v=L1n2oq-XIxI
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