Salzburger Ex-Referatsleiterin will auf Wiedereinstellung klagen

12. Dezember 2012, 16:28
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Anwalt der ehemaligen Landesbediensteten bekämpft Entlassung - Sie will Burgstaller schon im September informiert haben, was diese dementiert

Salzburg - Der Anwalt der fristlos entlassenen Referatsleiterin der Finanzabteilung des Landes Salzburg, Herbert Hübel, hat am Mittwoch angekündigt, als ersten Schritt die Entlassung der 41-Jährigen zu bekämpfen und auf Wiedereinstellung zu klagen. "Meine Mandantin fühlt sich dem Land sehr verbunden und hegt auch keinen Rachefeldzug gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber. Sie will derzeit nur Ruhe", so Hübel.

Der Rechtsanwalt dementierte erneut ein Geständnis der Frau: "Wenn sie am 26. November tatsächlich ein Geständnis abgelegt haben soll, warum wurde sie dann zwei Tage später bei der Budgetsitzung im Landtag noch gelobt?"

Anwalt: Mandantin hat nichts Verbotenes zu verantworten

Die Strafanzeige des Landes gegen seine Mandantin habe er Mittwochfrüh erhalten: "Entgegen den Vorwürfen, sie soll Vorschriften nicht eingehalten, eigenmächtig gehandelt und Unterschriften gefälscht haben, hat sie nichts Verbotenes zu verantworten. Sie hat die Arbeit erledigt, für die sie angestellt war."

Die Verantwortung für den aktuellen Skandal sei klar bei der Politik zu suchen, sagte Hübl. Die ehemalige Referatsleiterin hätte zudem Burgstaller schon im September per E-mail gewarnt, wie Hübel im STANDARD-Gespräch erklärt. Burgstaller dementiert: Warnung sei dies keine gewesen. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt gegen die Beamtin wegen Untreue, Amtsmissbrauch und Urkundenfälschung. Sie wird aber auf freiem Fuß bleiben, da derzeit kein Haftgrund bestehe. (APA, red, 12.12.2012)

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