Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Darabos beim Besuch des Pilotprojektes.
Wien/Graz - Auf dem obersteirischen Truppenübungsplatz Seetaler Alpe ist am Mittwoch eines der gesamt sechs Pilotprojekte vorgestellt worden, in denen nach Vorstellungen von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) keine Grundwehrdiener mehr eingesetzt werden sollen. Seit 1. Dezember kommt die Seetaler Alpe ohne Rekruten aus, diese seien zum Teil durch Vertragsbedienstete, Leiharbeiter sowie mehr Maschinen und innovative technische Lösungen ersetzt worden, so Seetaler-Kommandant Oberst Manfred Hofer bei der Präsentation im Beisein des Ministers. Zudem werde Geld eingespart.
Laut Hofer ist der Truppenübungsplatz auf rund 1.500 Meter Seehöhe ein "All-inclusive-Trainingscenter" für nationale und internationale Streitkräfte (zum Beispiel das deutsche Kommando Spezialkräfte KSK) mit den Aufgaben Betreuung der übenden Truppe, Durchführung des Betriebs sowie Instandhaltung. Derzeit gebe es 45 Bedienstete und drei Leiharbeiter, zuvor dienten rund 100 Systemerhalter in drei Einrückungsterminen. "Mit rund 47.0000 Nächtigungen sind wir der größte Beherbergungsbetrieb im Murtal. Dazu kommen 217 Schießtage, 93.000 Portionen Essen, alles bei jährlichen Gesamtkosten von rund fünf Millionen Euro", so Hofer.
Darabos erklärte, er habe die Pilotprojekte vor einigen Monaten in Auftrag gegeben, das Vorhaben auf der Seetaler Alpe zeige, wie man Rekruten mit Innovationen und durch Geräteeinsatz ersetzen könne. "In der Versorgung braucht man nicht unbedingt Grundwehrdiener", so der Minister. Alle Projekte seien freiwillig, so Darabos. Auf die Frage, warum man beispielsweise Investitionen in technische Geräte nicht früher durchgeführt habe, sagte der Minister: "Da gab es Widerstände". Jetzt aber habe es innovative Vorschläge gegeben, es sei mehr kreatives Denken entstanden, so der Minister.
Hofer zufolge sind die Rekruten etwa als Absperrposten, Fahrer, Ordonnanzen oder Küchenkräfte bei Kosten von rund 600.000 Euro im Jahr eingesetzt gewesen. Kompensiert werden sie nun durch neue technische Anlage beim Scharfschießen (Erstinvestition 350.000 Euro). "Diese ersetzt 36 Rekruten als Absperrposten", so Hofer. Bei den Postenhütten im Gebirge gebe es nun sieben Drehleuchten, die mittels Mobiltelefon vom Sicherheitsoffizier eine Stunde vor Schießen aktiviert werden. Drei Infotafeln mit Laufschrift und Karten des Gebietes wurden im Lager und bei Zufahrten aufgestellt. Zwei Unteroffiziere seien zudem beim Scharfschießen im Gelände unterwegs. Zwei bis drei Fälle von Verletzungen des Sperrgebietes registrierte man in den vergangenen Jahren - Skitourengeher.
In der Betreuung der auf dem Schießplatz befindlichen Truppen werden nun statt 36 Rekruten in der Cafeteria drei Leiharbeiter aus der Region eingesetzt. Im Kraftfahrbereich fährt das Kaderpersonal nun selbst, bzw. werden zwei Vertragsbedienstete aus der Region dafür angestellt (Kosten rund 70.000 Euro). Diese bedienen auch das neue Gerät wie etwa die Schneefräsen. Die Reinigung übernahm eine Fremdfirma aus der Region zu einem Jahreskostenpreis von rund 109.000 Euro. Im Küchenbereich nutzte man die schon erfolgte Einführung der sogenannten Finalisierungsküche - die fertigen Portionen kommen aus Klagenfurt - und engagierte zwei Hilfskräfte (50.000 Euro). Im Kostenvergleich kämen die Rekruten auf 600.000 Euro plus 35.000 Euro für Leihmaschinen vom Maschinenring. Die Kosten für Bedienstete und neues Gerät kämen nun auf 504.000 Euro jährlich, also fast 130.000 Euro Ersparnis.
Das Projekt wird außer auf der Seetaler Alpe an fünf Standorten - im Ministerium in der Rossauer Kaserne, im Amtsgebäude Franz-Josef-Kai, in der Starhembergkaserne und im Kommandogebäude General Körner in Wien sowie in der Klagenfurter Khevenhüller-Kaserne durchgeführt. Der Start des Projekts erfolgte auf der "Seetaler" und im Amtsgebäude mit Anfang Dezember, in allen anderen Standorten mit 1. März 2013. Insgesamt sollen dabei 410 Systemerhalter "eingespart" werden.
Laut Verteidigungsministerium sind rund 60 Prozent der Rekruten als Systemerhalter (Köche oder Kellner, Schreibkräfte) beim Heer, 40 Prozent dienen bei der Truppe, etwa als Infanteristen oder Pioniere. (APA, 12.12.2012)
Verteidigungsminister Klug präsentierte Umfrage unter Grundwehrdienern - Auch mehr Schießübungen gewünscht
Zwischen 2016 und 2018 will Verteidigungsminister insgesamt 16 Millionen Euro ausgeben
Freiwilliges Sozialjahr wird für Rettungsdienste geöffnet - Keine generelle Öffnung für Frauen - Hilfsorganisationen zufrieden
Commenda, Oschep, Resch und Sinn wollen Generalstabschef werden
Schluss mit brutalen Ausbildungsmethoden, rüdem Kasernenton, rechtsextremen Umtrieben: Gerald Klug schafft in seinem Ressort ein Zentrum für adäquaten Führungsstil beim Militär
Angebotsfrist für Militärflugbasis mit viel Wald endet am 14. Juni - Mindestkaufpreis 10,5 Millionen Euro
Erste Bilanz des rot-schwarzen Ministerduos zur Wehrdienstreform: Klug und Mikl-Leitner exerzieren vor, wo man auf Rekruten verzichten kann
Papier an Vorsitzenden des Verteidigungsausschuss Fichtenbauer übergeben
Offiziersgesellschaft verlangt mehr Geld für Unteroffiziere, die Rekruten ausbilden
Umfrage unter Grundwehrdienern im Auftrag des neuen Verteidigungsministers
Seit Jahrzehnten bemüht sich der pensionierte Grazer Oberst Manfred Oswald um eine kritische Erinnerungskultur in den Kasernen und um sichtbare Zeichen des Gedenkens an die NS-Verbrechen
Generalstabschef wird am Freitag mit Orden und Feiern verabschiedet
Die Beschwerden über Missstände beim Bundesheer haben im vergangenen Jahr an Zahl und Schwere abgenommen
Innenministerin für Weisung zu Umgang mit Präsenzdienern
Im vergangenen Jahr langten 394 Beschwerden ein - Bundesheer-Kommission empfiehlt Verbesserung der Unterkünfte
Tiroler Initiative sammelte genügend Unterschriften
Heinisch-Hosek zerpflückt Mikl-Leitners Plan, den Zivildienst für Frauen zu öffnen
Generalstabschef verzichtet auf redimensionierte Feier - Stattdessen kleiner Festakt in Rossauerkaserne - Scharfe Kritik von FPÖ an Darabos
Der ÖVP-Plan birgt das Risiko des "Lohndumpings", sagt Klug über die Wehrdienstreform. Erste Resultate erwartet er im April
Politik will Chance auf weitere Exporte wahren
Militärischer Abschied von Edmund Entacher ohne Eurofighter, ohne Panzer, ohne Darabos, der aber dennoch omnipräsent war
Tiroler Initiative hält Fragestellung für verfassungswidrig und sammelt 200 Unterschriften
Darabos-Widersacher Entacher bekommt Orden und Festakt beim Bundespräsident zum Abschied
Keine Eurofighter und Hubschrauber bei Verabschiedung des Generalstabschefs
Bundespräsident Fischer wünscht "alles Gute für schwierige Aufgabe"
zb wenn die SPÖ auf lächerliche art auf die tränendrüse drückt - schreib an opa und oma, dass du dir nichts sehnlicher zu weihnachten wünscht als dass sie für die abschaffung der wehrpflicht stimmen. das ganze natürlich als virtuelle weihnachtskarte, was so aussieht:
http://www.ceiberweiber.at/uploads/e... unsch3.jpg
und so, wenn man es parodiert :-)
http://www.ceiberweiber.at/uploads/e... unsch4.jpg
Wehrpflichtdebatte: SPÖ-Weihnachtswunschkarten
http://www.ceiberweiber.at/index.php... es&id=2576
Auf die Frage, warum man beispielsweise Investitionen in technische Geräte nicht früher durchgeführt habe, sagte der Minister: "Da gab es Widerstände".
BITTE? Es gab ganz einfach kein Geld für Gerät!!!
1999 z.B. waren die Lkws nur fahrtauglich, weil die Mechaniker die immer wieder repariert haben. Ganz abgesehen von sonstigen Ausrüstungsmängeln.
Es is ja lächerlich! Wenn die blöde Volksabstimmung z.B. 51% zu 49% gegen die Abschaffung der Wehrpflicht ausgeht, sind immer noch ziemlich genau die Hälfte der Bevölkerung gegen den Schas!
Warum aber dürfen z.B. Frauen abstimmen, die sind ja nicht betroffenen? Warum dürfen Männer abstimmen, die die Wehrpflicht schon absolviert haben (Trotzreaktion: "Ich musste da auch durch!")?
Eigentlich dürften nur die Betroffenen abstimmen, über deren Leben wird hier ja verfügt!!! Und wenns knapp ausgeht, sollte man noch mal offen abstimmen. Wer für die Wehpflicht ist, soll verpflichtet werden, wer dagegen ist, den soll man bitte in Ruhe lassen!
Im Übrigen bin ich der Meinung, man sollte das Heer abschaffen...
Warum aber dürfen z.B. Frauen abstimmen, die sind ja nicht betroffenen?
Wie kommen Sie darauf ?
Selbstverständlich sollen auch Frauen darüber entscheiden können, welche Art von Landesverteidigung die sinnvollste ist.
Ein Berufsheer schränkt die Landesverteidigung ein und wird mehr kosten. Es ist also nur logisch, dagegenzustimmen.
Die Betroffenen sind natürlich gegen die Wehrpflicht weil die keine Lust darauf haben der Gesellschaft einen Dienst zu erweisen.
Nur dann könnte man auch eine Umfrage machen ob man Steuern zahlen will oder nicht. Manche Dinge funktionieren nicht ohne Zwang.
Das problem ist hier, dass eine Mehrheit über eine Minderheit abstimmt und das ist nicht in Ordnung!
Es geht hier um die Art der Landesverteidigung und nicht ob die armen Bubis ein paar Monate ihr Bettchen allein machen müssen und lernen gerade zu stehen.
Demokratie akzeptieren die meisten nur, wenn auch ihr Wille umgesetzt wird. Dem Darabos wirds übrigens komplett egal sein - die ganze Show soll nur vor wichtigeren Dingen in der Politik ablenken.
Schwachsinn, mit diesem "Argument" kann man auch jede Volksbefragung schlechtreden, wie es bespielsweise die Grünen auch tun und jede Befragung, die nicht in ihrem Sinne ausgehen würde, mit diesem "Argument" niederknüppeln.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.