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vergrößern 800x532Die Podiumsdiskussion fand im Depot statt. Die Teilnahme war für alle BürgerInnen offen.
vergrößern 532x800Ein Foto von Ministerin Karl wurde symbolisch auf einem Sessel platziert
Als Gegenveranstaltung zur Diskussion im Justizministerium rund um eine Urheberrechtsreform fand am Dienstag ein offener Urheberrechtsdialog statt. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung von der österreichischen Piratenpartei. Bei der Podiumsdiskussion am Abend, die von Falter-Redakteurin Ingrid Brodnig und Piraten-Mitglied Werner Reiter moderiert wurde, waren auch Vertreter aus Politik zu finden. So waren am Podium auch Michel Reimon von den Grünen und Elisabeth Hackl von der SPÖ. Auch Netzaktivisten wie Joachim Losehand von vibe.at und Markus Stoff von der Initiative für Netzfreiheit waren zugegen. Von der TU Wien kam Peter Purgathofer zur Diskussion.
Hauptziel war es, Argumente zu sammeln, die bei der offiziellen Diskussion zur Modernisierung des Urheberrechts zu kurz kommen. Da im Justizministerium keinerlei Vertreter aus der Zivilgesellschaft "aus Platzgründen" geladen waren, wollte man der Zivilgesellschaft beim Gegengipfel Gehör verschaffen, so die Aussendung.
Markus Stoff begann die Diskussion vor allem mit der Äußerung seines Unbehagens gegenüber der Vorschläge des Innenministeriums: "Wir dürfen mehr dafür bezahlen, damit wir leichter und öfter kriminialisiert werden". Elisabeth Hackl meint sogar, dass mit den neuen Vorschlägen ein neues ACTA vor der Tür stehe. Wissenschaftler und Professor Peter Purgathofer empfindet die bisherigen Vorschläge als Rückkehr in alte Zeiten. Er sieht, schreibt FM4, den Versuch, das Urheberrecht zu reformieren ohnehin als gescheitert. Der Ansatz, etwas reparieren zu wollen, was nicht mehr repariert werden kann, sei laut Purgathofer verkehrt.
Stoff sieht die Dementierung des Justizministeriums, die Vorratsdatenspeicherung auch auf Urheberrecht auszuweiten, als rhetorische Finte. Die angestrebte Verwendung von Providerdaten würde die Vorratsdatenspeicherung noch stärker in den Rechtsbestand festschreiben. Michel Reimon sieht in der Urheberrechtsdiskussion vor allem die Verteilung der Gelder durch Verwertungsgesellschaften als unfair. Große Anteile würden demnach in die Bekämpfung von Offline- und Online-Musikpiraterie gehen und nicht an die Künstler selbst. Reimon sieht darin keine Urheberrechtsdebatte, sondern vor allem eine Verwertungsgesellschaften-Diskussion. Er hat sich auf seinem Blog ausgiebig mit den Verwertungsgesellschaften befasst und attestiert den österreichischen Verwertungsgesellschaften Versäumnisse. Viel zu wenig habe man sich bisher mit den Zahlungsströmen der Verwertungsgesellschaften an die Kunstschaffenden befasst und viel zu viel wurde in die Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen investiert.
Eine schnelle Lösung gebe es für die Problematik nicht, darüber waren sich alle Teilnehmer einig. Es mangele vor allem an der Kommunikation zeitgemäßer Modelle. Ein Ausweg wäre beispielsweise die von Reimon vorgeschlagene Gründung einer Verwertungsgesellschaft für digitale Werke. Auch eine Kulturwertmark, bei der die Teilnehmer einen Fixbetrag in ein System einzahlen und bestimmen können, an welche KünstlerInnen das Büdget gehen soll, hält Purgathofer für überlegenswert. Verurteilt wurde auch der Ausschluss von zivilgesellschaftlichen Initiativen "aus Platzgründen". Teilnehmer des Gegengipfels konnten Wünsche als Videobotschaft an die Bundesministerin Beatrix Karl herantragen, diese werden auf urheberrechtsdialog.at eingebunden werden. Diese hat noch während der Veranstaltung angekündigt, nun doch Vertreter der Zivilgesellschaft zum Gespräch zu laden. (iw, derStandard.at, 12.12.2012)
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sollten sich auf die seite der kunden und fans stellen
und sich nicht ihr ganzes geld den vermeintlichen vermittlern überlassen
das ist nämlich ein industriezweig dessen einziges geschäftsmodell es ist,
künstler und fan voneinander absichtlich zu trennen, damit nur sie als mittelsleute den handel kontrollieren können
Das ganze Geplänkel um einige Nebensächlichkeiten lenkt vom wahren Problem ab: Urheberrecht ist heute bei uns das, was sich die Gerichte und Konzerne hinten im Stübchen ausmachen.
Beispiel 1: Eine Großbank verwendet trotz Abmahnung urheberrechtliches Vortrags- und Bildmaterial im öffentlichen Raum, der Urheber klagt und bekommt vom Gericht eines auf die Birne und darf die Kosten der Strafanklage zahlen. Die Bank lacht sich eines....
Beispiel 2: Ein Privater lädt sich einen Song herunter, spielt ihn voll Begeisterung bei einer Veranstaltung Freunden vor, die Verwertungsfirma erfährt davon und klagt den Fan auf einige Tausend Euros. Das Gericht gibt hier recht, und der Fan muss zahlen, der Urheber bekam allerdings auch nichts...
Toll, oder?
Unsere Politiker haben sich mit der Wirtschaft auf ein Packel geworfen und auf uns vergessen … gut dass wir uns wieder organisieren und beginnen Dinge wieder selbst in die Hand zu nehmen.
Aber das ist nur ein Symptom …
die Banken wollen uns (das Kundengeschäft) los werden und nur mehr spekulieren.
Die Post will uns los werden und nur mehr Großkunden bedienen.
Die Wko ist nicht mehr für ihre Mitglieder da.
Die Versicherungen wollen nur mehr Fonds bedienen und nur mehr wenns gar nicht anders geht zahlen.
…
Große Teile der Gesellschaft und Wirtschaft sind dysfunktional geworden. Aber an allen Ecken und Enden entstehen neue Initiativen, die diese Bereiche übernehmen werden. Spannend
... für künstler, die mir gefallen.
was mir hingegen absolut aufstösst ist erstens: das vollkommen überholte geschäftsmodell der "industrie".
monopol musikvideo und exklusive plattendeals sind geschichte.
zweitens: künstler, die von abstrusen privatsteuern profitieren wollen.
das letzte album vor 15 jahren produziert, auf keiner tauschbörse zu finden, aber ganz laut nach festplattenabgabe schreien. na ganz toll. und das schärfste: ein bildhauer will ebenfalls von den hdd gebühren mitnaschen. so, liebe künstler, findet ihr keine freunde unter eurem publikum. im gegenteil.
hackelts was für euer geld, wie jeder andere auch.
wegen solchen aktionen habe ich keinerlei bedenken wenn ich mein RECHT auf kopie wahrnehme. hackelts was oder geht unter
Man sollte sich dann aber auch genau mit der Materie beschäftigen. Die Abmahner schlafen nicht!
http://www.raschlegal.de/news/lg-h... letzungen/
http://bit.ly/Un64x9
Der Link zu den Infos die über den Abgemahnten rausgefunden wurden.
User mit 1nem Posting. Heute genau dazu erstellt oder wie?
Das Urteil wurde meiner Meinung nach proaktiv und wissentlich herbeigeführt um mit einer Verurteilung Titeln zu können.
FUD nennt sich sowas. Ist eine Marketingstrategie!
Und wenn man Sich mit der Materie beschäftigt, nachdem man den FUD von Rasch gelesen hat.
Störerhaftung wie in diesem "Urteil" beschrieben gibt es in Österreich so nicht.
Die verwendeten User dieser Abmahnung, wurden innerhalb des Netzwerkes genauer durchleuchtet. Zu Verbindungszwecken werden immer die letzten 4 IP's seiner Freunde gespeichert. Sonst kann man keine direkte Verbindung wenn auch verschlüsselt aufbauen.
Diese IP's des Users "Rechner3" wurden in Whois Abfragen mit den Rasch-Anwälten in Verbindung gebracht. Lag mitten in deren IPv4 Range.
Die Mailadresse war mit den Initialen der AntiPiracy Firma Promedia versehen.
Wenn man sich mit der Materie befasst lässt das nur 2 Rückschlüsse zu:
Die Firma Rasch hat sich RetroShare auf 3 verschiedenen Computern installiert.
Rechner1, mit Rechner 3 befreundet.
und Rechner 3 mit Rechner2 befreundet.
Rechner2 hat eine Datei angeboten. Rechner1 hat diese Datei dann angefordert. Somit konnte Rechner3 als einziger Übermittler der Datei ausfindig gemacht werden.
Dann muss man mit den Verbindungslogs nur mehr zu einem Provinzgericht (LG HH) gehen das dafür bekannt ist einschlägige Urteile zu fällen. Die zwar in großer Zahl wieder aufgehoben werden. Aber in diesem Fall hat Rechner3 dann keine weiteren Schritte unternommen und gegen das Urteil einspruch erhoben.
Das ganze ist ja nur eine Abmahnung, die mit einem max Streitwert von 10.000 tituliert wird.
Da der abgemahnte Rechner3 den Klagenden Rechtsanwälten zugeordnet werden kann. Ist es auch einleuchtend das dieses Urteil nicht erst weiter verhandelt wird. Oder Rechner3 gegen diese Abmahnung weiter vorgeht. Oder damit an die öffentlichkeit geht.
Die Anwälte haben irgendwelche Keys aus Key-exchange foren genommen, und haben selber auch dort gepostet.
Dann hat irgendwer dann die Anwälte zu seinen Freunden gemacht.
Wie dieser jenige dann eine IP von den Anwälten bekommen konnte ist hoch interressant.
Das lässt sich sehr effektiv ausschließen wenn man seinen eigenen Key nicht einfach so öffentlich postet und von Anwälten einsammeln lässt. Und keine öffentlich herumliegenden Keys von unbekannten "ohne Nachdenken" akzeptiert.
z.B.: seinen key in dieser Art nur an ausgewählte Personen leiten:
https://cryptobin.org/y935u4c2
PW: "undead"
Wie ich das sehe, geht's bei Retroshare darum, dass man von außerhalb wirklich keinen Einblick darauf, wass im Netz vor sich geht. Man muss nur schauen dass man nur Leute rein lässt denen man vertraut ..also ganz altmodisch, daher das "retro" in Retroshare.
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