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Wien - Auch wenn die österreichische Lehrlingsausbildung derzeit als internationales Vorbild kursiert, Verbesserungsbedarf gebe es trotzdem. Diese Ansicht vertrat ÖGB-Präsident Erich Foglar bei einem Pressegespräch Dienstagabend. Konkret plädierte er für eine verbesserte Qualitätskontrolle.
Das Problem ist für den Gewerkschaftschef, dass sich erst bei der Lehrabschlussprüfung herausstellt, ob sich der Lehrling ausreichend Kompetenzen angeeignet hat. Da sei es aber zu spät, meint Foglar.
Der ÖGB-Präsident erinnerte daran, dass es früher eine Zwischenprüfung gegeben habe, die aber auch aus Kostengründen eingestellt worden sei. Die Unternehmen mit erfolgreichen Lehrlingen hatten eine Prämie kassiert. Foglar regt nun an, wieder einen ähnlichen Zwischentest zu etablieren, freilich nicht mehr mit der alten Prämienregelung. Diese könne nicht der Kern einer Neuregelung sein.
An sich hat sich für den ÖGB-Präsidenten die duale Ausbildung aber bewährt, wie das Interesse anderer Länder beweise. Erst jüngst war Foglar mit Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl in Frankreich zu Gast, um das österreichische Modell zu präsentieren. Das zeige, dass auch ein kleines Land wie Österreich in manchen Bereichen für die gesamte EU als Vorbild dienen könne.
Was die rein schulische Ausbildung angeht, plädierte der ÖGB-Chef einmal mehr für die Gesamtschule, die von 6 bis 15 gehen sollte und das in ganztägiger und im Regelfall in verschränkter Form. Ziel müsse sein, dass die Schulabgänger mit 15 bereit für die weitere schulische oder berufliche Ausbildung seien. (APA, 12.12.2012)
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Das alte Modell der Zwischenprüfung war eine reine indirekte Förderung der Betriebe.
Ich habe sie selbst noch erlebt, die war so einfach, dass 100% der Lehrlinge bestanden haben und somit konnte der Betrieb 3000 € pro Nase abcashen.
Gegen ein neues Modell gäbe es nicht einzuwenden wenn dieses sinnvoller umgesetzt wird.
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