Totalüberwachung möglich: Schwere Lücke in Samsungs Smart TVs

12. Dezember 2012, 12:59
  • Ein Eindringling könnte den Fernsehbesitzer durch die integrierte Webcam und das Mikrofon des Geräts überwachen.
    foto: revuln

    Ein Eindringling könnte den Fernsehbesitzer durch die integrierte Webcam und das Mikrofon des Geräts überwachen.

Zugriff auf Mikrofon, Kamera, Software und USB-Laufwerk

Ein Sicherheitsforscher des Unternehmens ReVuln hat eine potenziell kritische Lücke entdeckt, die den Samsung-Fernseher "Samsung TV LED 3D" und auch fast alle anderen Modelle der jüngsten Generation des koreanischen Herstellers betrifft.

Einsicht in Programme, Einstellungen und Datenträger

Der nicht näher ausgeführte Exploit gewährt dem Angreifer Fernzugriff auf Dateien und Inhalte, die sich am System des Fernsehers befinden. Dazu gehören auch Einstellungen und Programmliste sowie gesicherte Speicherbereiche oder Widgets am Bildschirm und deren Konfiguration.

Weiters ist einsehbar, welche Filme über USB angesehen wurden und welche Firmware aufgespielt wurde. Die Partitionierung des Speichers ist einsehbar, auch auf angesteckte USB-Laufwerke kann zugegriffen werden. Das geht sogar so weit, dass der Angreifer ein komplettes Abbild des Datenträgers erstellen und dieses dann auf seinem eigenen Rechner auf heikle Dateien untersuchen könnte.

Totale Fernüberwachung durch Root-Rechte

Auch die Konfiguration der Fernbedienung und anderer Steuergeräte kann eingesehen werden. Sie lässt sich nutzen, um den Fernseher aus der Ferne zu kontrollieren, bis hin zum Umschalten von Programmen. Dieser Zugriff lässt sich auch nutzen, um bösartige Software auf dem Gerät unterzubringen, die zu weiteren Missbrauchsmöglichkeiten via Root-Zugriff verhilft.

Dieser ermöglicht letztlich auch Zugriff auf Mikrofon und Webcam des Fernsehgerätes, sofern dieses solche Komponenten integriert hat. Dem Eindringling würde es damit letztlich möglich, sein Opfer in Bild und Ton zu überwachen.

Erst der Anfang

Luigi Auriemma von ReVuln merkt gegenüber The Register an, dass man in Zukunft mehr smarte Geräte für den Heimgebrauch unter die Lupen nehmen würde. Sicherheitslücken in SmartTVs dürften erst der Anfang sein. Das Unternehmen wird die Schwachstelle allerdings nicht offenlegen - auch nicht gegenüber Samsung - sondern Wissen darüber an Interessierte verkaufen, wie es ihrem Geschäftsmodell entspricht.

Set-Top-Box-Hijacking

Tatsächlich bringt der Aufbruch der vernetzten Heimgeräte auch beachtliche Sicherheitsrisiken mit sich. Schon im Jänner hat ein anderes Unternehmen, Security Exploitations, einen möglichen Weg entdeckt, Set-Top-Boxen mit Malware zu infizieren.

Eine Proof-of-Concept-Fassung des Schädlings ermöglichte die Umgehung von entsprechenden Schutzmechanismen und das Abgreifen des Ton- und Bildsignals, was beispielsweise das Teilen von Pay-TV-Inhalten über das Web ermöglichen würde. (red, derStandard.at, 12.12.2012)

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Warum um alles in der Welt

Muss jedes Gerät am Internet hängen?? Seit IPV6 wollns ja jede Kaffeemaschine onlinen - also ich lehne das ab. Bei mir ist der TV kein Netzdevice - und wenn ich einmal am Computer einen Bigscreen benötige, dann schließe ich den an (der ist ja sicher :-) so wie's sich gehört.

Netzwerkkabel abstecken

--> Problem gelöst.

und am tisch steht

der laptop und das handy hört auch mit.

draussen der wagen mit der antenne und der satellit weiss sowieso alles.

und alles nur, weil manche wissen wollen, welchen gina wild film man gerade schaut

Hat jemand Schwarze Klebstreifen??

die kann man sich dann selber auf die augen picken

wenn man vorm fernseher sitzt. dann bleibt halbwegs die anonymität gewahrt.

Und wer kümmert sich um Laptops mit integrierten webcams?

... no matter how paranoid you are, you are not paranoid enough.
Technisch wäre es eine Leichtigkeit via "Skype" Kamera und Mikrofon in die Büros und Wohnzimmer hineinzulauschen.

Die Zubehörindustrie scharrt schon in den Startlöchern:
TV-Möbel mit integrierter fernsteuerbarer Webcam-Abdeckung, und Hüllen für Tablets, Smartphones et al. mit strategisch platzierten Auslappungen an den entscheidenden Stellen...

Peinlich.

Wird aber sicher nicht die letzte schwere Sicherheitslücke in Unterhaltungselektronik gewesen sein.

Das Bild mit Saurons Auge find ich genial.

und wie immer

vergessen die herrschaften dass jedes kabel zwei enden hat.

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mit fast dreißig Jahren Verspätung.

das Erwachen der Menschheit 2012

wird hoffentlich nicht auch 30 Jahre Verspätung haben

Da fallen mir gleich zwei Dinge dazu ein

1) Content Mafia .....

2) Keine Nummer schieben vorm Fernseher weil sonst ist man(n) und Frau dann auf einschlägigen Seiten als PP zu finden ;-)

ich hab sony...

und ohne 3d und mic/kamera.
die nummer heute abend bleibt mir und meiner frau gesichert :P

Ach komm ;)

"Big brother is watching you"... oder wie war das?

Vielleicht macht Samsung direkte Marktforschung, indem man nun äusserst präzise Nutzerdaten sammelt?

Ein Schelm, der sich hier was Böses denkt?

Da hat die GIS-Werbung mit dem Seher der Woche schon auf die Realität vorgegriffen :-)

na dann freu ich mich schon auf die nächste generation kühlschränke, die dann auch gerootet werden können ...

Na endlich ist der Telescreen am Markt.

Werden diese Geräte eigentlich regelmäßig mit (Sicherheits-)Updates versorgt? Wenn nein, dann ist diese Nachricht wenig verwunderlich.

update per netzwerk gibts fast immer

allerdings oft manuell zu aktivieren und man weiss nie ob...
1. alle lücken bekannt und gestopft werden
2. die hersteller alle teile der software updaten können

sicher ist, dass man das netzwerk (ab modem oder router) fast bei jedem gängigen modell vom internet aus nicht erreichbar konfigurieren kann. dann sind nur ausgehende verbindungen und damit in verbindungs stehende, eingehende verbindungen möglich.

Lücke oder Hintertür?

Das ist doch die wahre Frage!

Jetzt aber drehe ich die Webkam wenn ich sie nicht brauche richtung Aquarium.
Su du böser Spion jetzt hast einen tollen Bildschirmschoner :)

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