Die demokratische Schwerpunktausgabe

12. Dezember 2012, 15:03
  • "Ja" zur Mitbestimmung - Wir freuen uns auf Ihre Ideen.
    foto: screenshot

    "Ja" zur Mitbestimmung - Wir freuen uns auf Ihre Ideen.

Die ersten Leser-Ideen zur Direkten Demokratie sind eingelangt - Bestimmen auch Sie mit!

Fragen zur Demokratie in der Schule, zum Transparenzgesetz oder zur Mitbestimmung bei der Vorratsdatenspeicherung: Das sind einige der Themen, die STANDARD-Leser und derStandard.at-User gerne in der Schwerpunktausgabe "Direkte Demokratie" am 19. Jänner lesen wollen. Einen Monat lang haben Sie noch Zeit, "Ihre" Wunschthemen auf http://derstandard.adhocracy.de einzubringen, die wir für Sie recherchieren sollen.

Der Grund, warum wir dieses Projekt gestartet haben, ist simpel: Wir legen Wert darauf, mit unseren Lesern und Usern in Kontakt zu sein, Ihr Feedback zu bekommen und Ihre Ideen zu hören. Die "Zeitung für Leser" ist kein leeres Wort, sondern soll auch gelebtes Prinzip sein.

Warum nicht einfach nur posten?

User "Wolfgang Ullram" fragte gestern nach, warum wir uns entschlossen haben, dieses Experiment gemeinsam mit der Plattform adhocracy durchzuführen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Erstens: Nicht jeder Leser des STANDARD ist auch registrierter User von derStandard.at. Wir wollten aber möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, mitzuentscheiden, und haben uns deshlab für ein zweistufiges Prinzip entschieden.

Zweitens: Wie User "ameno" gestern richtig vermutet hat, ist das ein Versuch, um herauszufinden wieviel Interesse bei den Lesern besteht, sich in unsere Medien mit ihren Ideen einzubringen. Sollten wir uns entscheiden solche Projekte auch nach der Schwerpunktausgabe weiterzuführen, werden wir auch über andere technische Lösungen nachdenken. Momentan, wie auch User "/* No Comment */" postet, ist die Plattform ausgeklügelt genug.

Drittens: Der unabhängige Verein Liquid Democracy beziehungsweise die Plattform adhocracy sind angesehene und kompetente Partner, die schon viele Erfahrungen mit Mitbestimmungsprojekten von Vereinen, Medien und Parteien gesammelt haben.

Einen guten Überblick über das Prinzip Liquid Democracy gibt etwa folgendes Video. (az, derStandard.at, 12.12.2012)

Info

Am 20. Jänner stimmt Österreich in einer Volksbefragung über die Zukunft der Wehrpflicht ab. Aus diesem Anlass erscheint am 19. Jänner eine STANDARD-Schwerpunktausgabe zum Thema Direkte Demokratie, die sich Fragen der Bürgermitbestimmung widmet. Wir wollen aber nicht über Mitbestimmung schreiben, ohne sie auch zu leben: Wie die Schwerpunktausgabe aussieht, entscheiden die Leserinnen und Leser des STANDARD und die Userinnen und User von derStandard.at erstmals selber mit.

Sie haben eine Idee für einen Artikel zum Thema Demokratie und Mitbestimmung, den sie immer schon im STANDARD lesen wollten?

Jetzt haben Sie die Möglichkeit, der Redaktion Ihre Themenvorschläge direkt zukommen zu lassen und für die Vorschläge anderer zu voten. Dabei arbeitet der STANDARD mit adhocracy.de zusammen, einer Liquid Democracy-Plattform, auf der verteilte, offene Gruppen kooperativ Vorschläge erarbeiten und abstimmen können.

HIER KÖNNEN SIE IHRE VORSCHLÄGE EINBRINGEN: Auf derStandard.adhocracy.de oder per Email an mitreden@derstandard.at

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Posting 1 bis 25 von 144
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rge

registiere mich nicht,
nur: BITTE kein Fußball mehr!

Lasset die Bürger an ihren Staatsschulden verdienen!

1. ein Kassasturz sämtlicher Schulden: Staat, Länder und Gemeinden
2. Zuweisung von 8 Mio. Schuldenkonten bei einer sogenannten "Staatsbank"
3. Festlegung des Zinssatzes von 1% p.a.- die EZB verleiht Geld zu diesem Zins an Banken, ergo auch an Staatsbürger, als Konteninhaber dieser Staatsbank.
4. Der Staat zahlt für diese Staatsbürgeranleihen 3,5% p.a. auf diese ca. 8 Mio. Konten
5. Bei Abzug von 1% Schuldendienst bleiben 2,5% p.a. als Gewinn pro Konto, der zu Weihnachten auf die Privatkonten der Bürger überwiesen wird
6. Unter Einrechnung von ÖBB, ASFINAG, Länder- und Gemeindeschulden dürften etwa 40.000.- Euro pro Kopf gebucht werden. 2.5% = 1000.- Euro
Eine vierköpfige Familie bekäme dann jedes Jahr 4000.-Euro
7. Lässt Inflation tilgen

ergänzend:

Die Banken würden so natürlich weniger verdienen und einige würden wohl pleite gehen, wenn sie sich auf ihr Stammgeschäft zurückbesinnen müssten: nämich Geld aufzubewahren und Geld auszuleihen.
Anstatt wie jetzt mit nur 3-8% Eigenkapital zu spekulieren, müsste man 100% vorschreiben.
"Vollgeld" also.

Sollte wer fragen, warum die Schulden nicht irgendwann zurückzahlen?
Deswegen: das wurde nämlich auch bis anhin nie getan! Die alten Schulden wurden stes mit neuen Schulden beglichen. Es gibt mehr Leute als man denkt, die ihre Schulden ein ganzes Leben lang nicht zurückzahlen - selbst wenn sie es könnten.
Ohne Neuverschuldung könnte eine kleinere Regierung dann unseren bereits beträchtlichen Gemeinbesitz vermehren.= Sicher über 300 Mrd. wert.

Transparenz-Kontrolle-Gehalt-Medien

Die Transparenz muss Prinzip für die Öffentliche Hand sein, Informationsverweigerung die stark eingeschränkte Ausnahme.

Kontrolle muss mit richterlicher Unabhängigkeit für die Kontrolleure gepaart sein, sonst wirkt sie nicht in den entscheidenden heiklen Momenten.

Regierende in allen Ebenen müssen gut bezahlt sein,weil sie a) viel Verantwortung haben und b) gute/gutbezahlte Köpfe bei 8.700 brutto eher nicht diese Jobs anstreben würden. Ich bin für das Dreifache von heute für Regiernde und Abgeordnete - dafür um 20 % weniger von ihnen! (inkl. Fortzahlung für 1 1/2 Jahre nach dem Job).

Unabhängigkeit für JournalistInnen. Anderenfalls bleibt die Kontrolle durch die Öffentlichkeit eine Farce: Heute regieren Werbekunden = Großkonzerne.

Wir brauchen eine verfassungsrechtliche Absicherung, die die Politik zu einen frühzeitigen, ergebnisoffenen und ehrlichen Dialog mit der Bevölkerung verpflichtet und als Sanktion, wenn die Machthaber einen solchen verweigern, die Möglichkeit mittels Bürgerbegehren genau definierte Anliegen wie z. B. die Umsetzung der Vorschläge des Rechnungshofes zur Verwaltungsreform erzwingen, wenn die Machthaber aus Machterhaltsstreben bzw. Parteiinteressen blockieren.

http://www.wienerzeitung.at/meinungen... litik.html

Bürgerbegehren

Es gibt schon jetzt das Mittel der Bürgerinitiativen, die ab 500 Stimmen im Parlament diskutiert werden müssen.
Aber selbst die BI der Vorratsdatenspeicherungsgegner mit über 100.000 Stimmen wurden einfach von unseren "Volksvertretern" ignoriert.

Ein weiteres Thema sollten die Steuern sein. Derzeit greift der Staat bereits 53% der gesammten Wirtschaftsleistung in Form von Steuern ab. Tendenz: steigend.
Dem muss ein Riegel vorgeschoben werden. Ein Maximales Limit von 50% der Wirtschaftsleistung sollte in der Verfassung festgelegt werden und es muss auch festgelegt werden, dass die Staatsausgaben nie höher als die Staatseinnahmen sein dürfen.

i will sozialismus und net a gspenst mit dem namen demokratie

und sozialismus is net a system
sozialismus = mensch sein

Habe ich Euch ......... nicht erklärt,

dass direkte Demokratie mit Ebensolchen nicht funktionieren kann ?

Wenn zum Grossteil Belämmerte zu den Wahlurnen gehen, dann ist logischerweise auch das Ergebnis ebenso belämmert !

Eine unterbelichtete Mehrheit kann sehr wohl irren !

Siehe z.B. unter :
http://science.orf.at/stories/1687300
http://derstandard.at/1317018622709

MfG.

Wahre repräsentative Demokratie:

De Rotn san schuld! Aber denen zeig is! Des nächste Moi wöhl i den HC! Na do, werns oba schaun!

;)

Nur Transparenz und profunde ... Teil 2

Ohne Internet mit seinen kurzen Wegen und schnellen Reaktionsmöglichkeiten ist Direkte Demokratie kaum möglich. Direkte Demokratie lebt von eigenständigen Persönlichkeiten, nicht von Klüngeln. Freie Menschen – freie Meinungen. Das beginnt in der Familie und bestimmt die gemeinschaftlich organisierte Staatsform, in der die Menschen bestimmen und nicht eine ideologisierte, abhängige, desinformierte, gegeneinander aufgehetzte, unmündige Wählerschaft.

Nur Transparenz und profunde Information

Nur Transparenz und profunde Information (plus Debattiermöglichkeiten) schaffen die Grundlage für Direkte Demokratie. Da sind wir in Österreich meilenweit entfernt mit den manipulierten Medien, die abgesehen von vorselektierten Nachrichten Informationsverschleierung betreiben zugunsten zahlender Großkunden.
Ich wünsche mir dringlichst die direkte Demokratie, weil ich der Überzeugung bin, dass der offene Dialog vor der Meinungsbildung zu Selbstbewusstsein und Selbstrechenschaft führt, was einen mündigen Bürger ausmacht.
Auch wenn die Medien gerade von mir kritisiert wurden, denke ich, dass sie der beste Platz sind um solche Diskussionsmöglichkeiten und auch vorab Abstimmungsmöglichkeiten zu Entscheidungsfindungen zu schaffen.

ich möchte über die eingelangten ideen abstimmen.

direkte demokratie ist eine gute idee

deren vertreter sind aber oft so sehr davon begeistert dass sie ein paar dinge vergessen

minderheitenschutz...SEHR wichtig in einer demokratie

und der schutz vor sich selbst...z.b. kalifornien: dort ist man in den tiefroten zahlen weil die bevölkerung für jegliche ausgaben stimmt, dabei aber auch ständig versuche, die einnahmen zu steigern ablehnt

diese beiden schwachstellen der direkten demokratie muss man adressieren....wenn das möglich/passiert ist gibts von mir sofort ein JA zur direkten demokratie

Kommens zu uns...

....in die Schweiz, wir zeigen Ihnen gerne, wie direkte Demokratie gelebt wird ;-)

Könnte man nicht auch so eine Seite 7 andenken, im Standard wäre ja sogar mehr Platz als in diesen Kleinformaten...

Bitte um Hilfe!

À propos direkte Demokratie ...
kennt jemand von Euch eine Internetseite, die hilft demokratische Abstimmungen im Freundeskreis abzuhalten (zB wer der nächste Klassensprecher werden soll) ?

Ich hab da zB www.doodle.com gefunden.
Das ist schon mal sehr gut, nur hätte ich noch gerne mehr Einstellungsmöglichkeiten.

zB kann man bei doodle nur aussuchen, ob die Abstimmer 1 oder beliebige Antwortmöglichkeiten ankreuzen dürfen, und nicht zB maximal 3.

Und toll wäre auch, wenn die Abstimmer Prioritäten setzen könnten, d.h. meine 1. Wahl für Klassensprecher wäre Heidi, meine 2. Wahl Georg, meine 3. Wahl Gudrun.

Geht das irgendwo ?
Ganz lieben Dank !

für eine terminfindung ist doodle recht gut (benütze es da selber öfters), für abstimmungen anderer art fehlt mir da doch einiges an möglichkeiten. ja, ich schließe mich eigentlich gern der frage an, ob wer da was weiß.

Das scheint mir in Richtung systemischen Konsensierens zu gehen. Wenn Sie das Thema interessiert:
www.sk-prinzip.eu/

Und eine Onlinelösung scheint es auch zu geben (selbst nicht probiert):
http://www.konsensieren.eu/

Demokratie, Demokratie!

Es gibt immer Leute die eine Meinung haben, die andere nicht teilen. Ob gut oder schlecht sei jetzt einmal dahingestellt. Wichtig ist, das man die Entscheidung der Mehrheit akzeptieren kann. Gesellschaften benötigen Zeit um sich anzupassen. Meistens 1 - 2 Generationen, was der derzeitigen 4-5 Jahresplanungen der Regierungen gegenüber steht. Eine direkte Demokratie ist wünschenswert, um die Einflußnahme seitens der Wirtschaft einzudämmen und einen Schritt gegen Korruption zu machen. Ein ganzes Volk, bzw 50% hiervon "zu schmieren" ist schwieriger als 1 Repräsentanten......

Schön wäre es schon.....

die mehrheit hat in unseren scheindemokratien nix zu melden:
oder wo ist die mehrheit die sich für eine permanente bankenrettung ausgesprochen hat, die mehrheit die in den usa die kriegspläne befürwortet, die mehrheit die sich für die irren kapitalerträge in unserem geldsystem ausspricht??

das einzige was die mehrheit entscheiden darf, ist welche sockenpuppe sie zukünftig belügen und ihr die entscheidungen der konzerne verkaufen darf, und das wars auch schon...

und die qualität einer mehrheitsentscheidung hängt immer vom grad und der neutralität der informationen ab, auf basis derer die mehrheit entscheidet - und solange diese basis von konzernkapitalabhängigen medien gelegt wird kann die entscheidung nur absolut qualitätsbefreit sein

Na na

Vergessens mir bitte nicht, dass WIR den neuen SUPERSTAR von morgen bestimmen können!
;)

Mit der Dummheit des Volkes wurde seitens des Adels und des sog. Bildungsbürgertums schon im 19. Jh. gegen die Demokratie argumentiert. Man merkt, es hat sich seit damals nicht viel geändert.

In der rein repräsentativen Demokratie wird das Volk wie ein unmündiges Kind behandelt

das nur ab und zu äußern darf, ob es den Papa oder die Mama lieber hat, aber keine eigenständigen Entscheidungen treffen darf.

Alles, was in seinem Leben geschehen soll, machen sich die Eltern untereinander aus. Es wird immer vor vollendete Tatsachen gestellt.

Wenn man das konsequent durchzieht, hat man am Ende einen naiven, desinteressierten, von den Eltern abhängigen jungen "Erwachsenen", der dann je nach Persönlichkeit resignativ, aggressiv, depressiv oder sonst irgendwie schwer gestört ist.

Und genau so sieht ein Volk bzgl. Politik bei der rein repräsentativen Demokratie auch aus. Ohne Eigenverantwortung und Selbstbestimmtheit verkümmert eine Gesellschaft ebenso wie ein einzelner Mensch.

Auf der anderen Seite

wäre es auch sehr unklug, das Kind über die Höhe des Taschengeldes selbst entscheiden zu lassen.

Ich glaube außerdem, dass es für eine funktionierende direkte Demokratie wichtig wäre, dass sich der Großteil der Bürger gut über die Vorgänge im Land und in der Politik informiert (und auch dass wird bei bestimmten Entscheidungen nur schwer gehen - siehe komplizierte Wirtschaftsfragen). In Österreich kann man dagegen froh sein, wenn die Leute nicht zu viel Krone lesen und Strache wählen.

Direkte Demokratie ist denke ich zu einem großen Teil Utopie und vl bei bestimmten Fragen umsetzbar. Aber für alles Andere ist das repräsentative System besser. Immerhin können wir unsere Eltern aussuchen ;-)

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