Menschliche Größe schützt "Hotline Miami"-Entwickler nicht vor Piraten

Zsolt Wilhelm, 12. Dezember 2012, 12:01
  • "Hotline Miami" hat sich jeden Cent verdient.
    foto: screenshot

    "Hotline Miami" hat sich jeden Cent verdient.

Indie-Hit erfreut sich dennoch relativ guter Verkaufszahlen

Der Splatter-Shooter "Hotline Miami" ist einer der Indie-Hits des Jahres. Gegenüber Eurogamer bestätigte Herausgeber Devolver Digital, dass bisher rund 130.000 Exemplare des Download-Games verkauft wurden. Eine Zahl, die im Vergleich zu den üblichen Verkaufsmeldungen über Hit-Spiele zwar klein erscheinen mag, mit der die Entwickler aber dennoch "sehr zufrieden" sind. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Spiel von Jonatan "Cactus" Söderström und Dennis Wedin lange Zeit nur in der Szene bekannt war und auch sonst nicht in einem Maße beworben wurde, wie man es populäreren Videospielen kennt.

Leichtes Opfer

Vielleicht ist dies auch der Grund, weshalb sich Projektmanager Graeme Struthers angesichts des "schwindelerregenden Piraterie-Levels" gleichzeitig etwas ernüchtert zeigt. "Bedenkt man die (kleine) Dateigröße, kann man nicht wirklich überrascht sein. Man könnte das Spiel auf dem kleinsten Speicherstick rund um den Erdball schicken. Deshalb wurde es wohl in außergewöhnlichem Maße illegal verbreitet.", so Struthers.

Jeden Cent wert

Dabei hätte sich das Werk nicht nur aus der Sicht der Kritiker die veranschlagten 8,50 Euro voll und ganz verdient. Auch die Einstellung Söderströms verdiene Unterstützung, so der Herausgeber. Um allen Spielern ein makelloses Erlebnis zu ermöglichen, veröffentlichte der Entwickler das jüngste Update auch für Spieler der illegal vertriebenen Version. Eine brachenweit einzigartige Entscheidung. (zw, derStandard.at, 12.12.2012)

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16 Postings
habs mir zusammen mit "faster than lite" runtergeladen ( isohunt.com) und gespielt..

.. und dann nach zwei levels wieder gelöscht auch weil es nur unter windows läuft und ich nicht wegen einem game extra umloggen will.

faster than lite hab ich am seben abend gleich stundenlang gespielt , ohne umloggen da es auch unter ubuntu läuft. am nächsten tag hab ichs mir dann gleich gekauft.

mit filmen und musik mach ich das ähnlich , bin schon zu oft auf trailer und demos rein gefallen, erst vor kurzem wieder bei einem film ,bin leider gleich ins kino gegangen aufgrund eines trailers der kaum etwas mit dem film gemein hatte.

hätte ich kein internet würd ich spätesten jetzt nicht mehr ins kino geh und bei der musik würd ich das meiste nicht mal kennen , woher denn auch , ö3 , orf oder von den super wichtigen von fm4 ?? ha ha !

Wenn man das Spiel "testet" und danach kauft, verschwindet man dann aus der Statistik bei den Piraten?
Natürlich nicht.

Nach solch einer Meldung bereue ich den Kauf sofort wieder.

Bei Piraterieraten von 90%+ ist das egal, weil auch 80% wäre noch sehr hoch ...

Trotzdem: Wenn ich ganz ehrlich bin halte ich es einfach für moralisch ganz falsch, dieses Spiel zu kopieren und unfair dem Entwickler gegenüber - wenn er schon so nett ist ist das Kopieren trotzdem wie ein Faustschlag ins Gesicht, es ist ja nicht so dass er eine geldgierige Megafirma wäre.

das zeigt halt wieder, daß der preis sicher nicht das kriterium ist warum piraterie betrieben wird

es ist einzig und allein der egoismus alles haben zu müssen was es gibt und daß geistige arbeit (und das ist programmieren) keinen wert hat.

die müden ausreden der raubkopierer sind alle für die tonne.

oder: Viele finden das Spiel ist scheisse und möchten das Ding nicht einmal gratis spielen.

sicher nicht einzig und allein. großteils vermutlich ja aber es gibt sicher auch genug leute die es sich nicht leisten können geld für spiele auszugeben und sicher auch genug leute die es gratis probieren wollen.

wenn man sich etwas nicht leisten kann dann hat man trotzdem nicht das recht es zu benutzen.

und mir kann keiner erzählen, daß er sich zwar allerlei elektronik-schnickschnack leisten kann aber nicht ein paar euro für ein spiel hat.

das recht nicht, aber es entsteht für niemand ein schaden.

dann haben sie aber eine geringe vorstellungskraft. ich kenne ein konkretes beispiel einer familie die sich den computer nicht leisten könnte aber ein altes modell von bekannten geschenkt bekommen haben. und gerade hotline miami ist ein spiel ohne große hardware anforderungen.

Wenn man es sich nicht leisten kann, wie wäre es einfach mit drauf verzichten oder warten bis man es sich leisten kann. Meistens kommt so ein "Argument" aber eh von jemanden, der zwar keine 8,50 für ein Spiel hat, aber mit einem iPhone rumrennt.

vielleicht meistens aber sicher nicht immer...

aber warum einfach darauf verzichten?
es entsteht für niemanden ein schaden, wenn man sich das spiel so wie so nicht gekauft hätte ...

ich würde mal behaupten ohne diesen bösen Raubkopieren hätte dieses spiel nie so einen großen erfolg gehabt. Das wird auch der Grund sein, warum er den bösen Piraten hilft das spiel zum laufen zu bekommen.

»Man könnte das Spiel auf dem kleinsten Speicherstick rund um den Erdball schicken.«

kommt euch das bitte nicht komisch vor? warum sollte man etwas auf einem speicherstick versenden, wenn es doch eh das internet gibt?

»You could pass this thing around on the world's smallest memory stick ...«, heißts es auf polygon.com

zsolt.wilhelm@derStandard.at
810
12.12.2012, 13:23
Ich glaube,

das war nur eine Metapher.

Nö, das war in erster Linie einfach nur eine völlig sinnbefreite Übersetzung. Was er sagte war: "Man könnte das Spiel auf dem weltweit kleinsten Speicherstick weitergeben". Ned um den Erdball schicken, einfach nur weitergeben. So von einer Hand in die Nächste. Dann ergibt der Satz irgendwie gleich mehr Sinn. :)

Und ich weiß zwar was sie meinen, aber ich bin mir nicht sicher, ob "Metapher" die richtige Bezeichnung für diese sprachliche Konstruktion ist.

Im Original ist vom kleinsten Speicherstick der Welt die Rede, es wird nichts rund um den Erdball geschickt.

eine metapher, die i ihr dem herrn durch eine falsche übersetzung in den mund gelegt habt? :)

isma eh wurscht, ich will nur klugscheißen :)

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