Microsoft vs. Apple: Streit um App-Store-Bedingungen

12. Dezember 2012, 09:58
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Der Streit über die SkyDrive-App weitet sich auf die zukünftige Office-App aus

Wie der WebStandard am Dienstag berichtete, hat Apple das Update für Microsofts SkyDrive-App für iOS nicht freigegeben. Der Grund war das den Richtlinien nicht entsprechende Bezahlsystem, das Microsoft nutzen wollte, um Usern mehr Speicherplatz anzubieten. Apple schreibt dafür ein eigenes Bezahlsystem vor - bei dem Apple allerdings 30 Prozent an allen Umsätzen mitkassiert. 

70/30

Wie AllThingsD nun schreibt, scheint sich der Streit zwischen den beiden Unternehmen auszuweiten, bei dem es vermeintlich um mehr als nur 30 Prozent an Umsatz-Beteiligungen geht. Demnach dürften Apple und Microsoft auch um einen zukünftigen App-Start für Microsofts Office 365 streiten, bei dem es ebenfalls um die 30 Prozent Beteiligung geht. Denn Apple möchte auch bei dieser App an den In-App-Purchases mitschneiden, die den Usern für mehr Cloud-Speicher in der neuesten Office-Version angeboten werden wird. Die Informationen stammen dabei aus Insider-Kreisen.

Apple lehnt ab

Geplant war demnach ein Launch der iOS-App von Office für das nächste Jahr. Da Microsoft den Start dieser App als eine Bereicherung für iOS sieht, verlangt das Unternehmen einen signifikanten Preisnachlass, der definitiv unter den 30 Prozent liegen soll. Microsoft verlangt von Apple eine Adaptierung der 70/30-Regelung in den Lizenzbedingungen für Entwickler. Apple hat klar abgelehnt. Welche Regelung Microsoft genau anstrebt, ist allerdings nicht bekannt. Ob die Verhandlungen den Start der App verzögern oder gar verhindern könnten, steht weiterhin im Raum.

6,5 Milliarden Dollar

Apple-Sprecher Tom Neumayr sagt gegenüber AllThingsD, dass Apple die Regeln so gestaltet hat, dass sie fair und konsistent für alle seien. Kostenlose Apps und Services seien kostenlos, kostenpflichtige Anwendungen hingegen müssten ihre Umsätze mit Apple teilen. Insgesamt hätte Apple bereits 6,5 Milliarden US-Dollar an die Entwickler der insgesamt 700.000 Apps im AppStore ausgezahlt. (red, derStandard.at, 12.12.2012)

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    Apple will nicht nachgeben, wenn es um die Bedingungen im AppStore geht

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