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Zum respektvollen Umgang miteinander gehört die sensible Verwendung von Sprache, fordern Behindertenvertreter. Aus diesem Grund starteten das Theater der Unterdrückten und der Verein DanceAbility eine Kampagne mit dem Titel "Invalidenstrasse/Invalid Street". Ziel ist die Umbenennung der Straße im dritten Wiener Gemeindebezirk. Nun wurden 600 Unterschriften einer Petition an den Bezirksvorsteher Erich Hohenberger übergeben.
Im Zentrum stehen die Fragen: Was ist valide, gültig und wertvoll? Und was impliziert im Gegenzug der Ausdruck "invalide"? Sprache sei Macht, daher fragt das Theater der Unterdrückten auf seiner Homepage: "Wollen wir tatsächlich eine Straße, die behinderte Menschen an gesellschaftliche Ränder drängt und sie doch auch in einen negativen Mittelpunkt stellt?"
Die zwei künstlerischen Kollektive nutzen nicht nur Unterschriften, sondern auch kreative Wege, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen: So tanzen zum Beispiel einmal im Jahr behinderte und nicht behinderte Menschen in der Invalidenstraße.
Durch den unsachgemäßen Einsatz von Sprache würden schnell verletzende Begriffe entstehen, sagt Vera Rebl, Initiatorin von Danceability und erklärt: "Oft fällt mir auf, dass das erste Schimpfwort, dass sich Jugendliche an den Kopf werfen 'Bist du behindert?' ist." Die Invalidenstraße sei eben ein Symbol für viele "dumme Bezeichnungen".
Eine Idee wäre daher, die jungen Menschen aus den Schulen in Wien-Landstraße einen neuen Straßennamen suchen zu lassen. "Gleichzeitig könnte so ein Schulprojekt genutzt werden, um die Schüler über den Umgang mit Sprache reflektieren zu lassen", sagt Rebl. Ein anderer Vorschlag wäre die verkürzte Umbenennung in Invalstraße. Eine 12-köpfige Kulturkommission wird nun über die Vorschläge beraten.
Die Straße hat bereits eine wechselhafte Geschichte hinter sich: Sie wurde 1883 nach einem ehemaligen Invalidenhaus benannt. An diesem Ort wurden verletzte Soldaten schon ab 1787 versorgt. Die Einrichtung wurde unter Kaiser Joseph II. eröffnet und 1909 niedergerissen. (Julia Schilly, derStandard.at, 12.12.2012)
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Denn während es keine Verurteilten-, Wiederbetätigungs- Holocaustleugner- oder Wehrsportlerstrassen gibt, gegen die sich die rechte Hälfte der Republik jederzeit sogar gerichtlich wehren würden ...
Wird einer ganzen Bevölkerungsgruppe einfach beschieden: "Krüppel seid Ihr, und werdets auch sprachlich bleiben."
Ein unhaltbarer Zustand, finde ich.
ich möcht ihnen gerne was zeigen, wo ich mich frage, wo die zensurmaschine ist. selbst im krone forum würde sowas gelöscht:
Seul contre tous
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431
15.12.2012, 05:15
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Wie wärs mit...
...Krüppelgasse? Ist geschlechtsneutral und keiner braucht sich dann ungültig zu fühlen.
Fürchtegott Dreist
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05
17.12.2012, 15:43
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Chapeau!
Ihr Beitrag hat so was Rührendes...
Man kann sich nicht einfach um alles kümmern, jeder fühlt sich irgendwo mal diskriminiert. Ich habe absolut nichts gegen Menschen mit körperlicher/geistiger Beeinträchtigung und hätte diese Straße niemals in Verbindung mit ihnen gebracht. Straßen sind eben Straßen...fühlen sich wohlmöglich alle Stefans diskriminiert, weil der Dom so genannt wird und sie aber nicht Christ oder religiös sind? ... wo fängt das an, wo hört das auf..
das schlimme ist nur, das die postings hier dann wirklich sehr untergriffig sind ... nach dem motto: "jetzt gebts doch endlich a ruh ..."
andererseits ist ein "dr. karl lueger ring" vollkommen ok. und ein "helden" platz natürlich auch. es geht darum, dass das wort "invaliden" halt sehr vielen behinderten sauer aufstösst.
Die einen kämpfen, damit sie in einem Straßennamen verewigt werden, die anderen fordern eine Umbenennung.
Warum nicht so wie in den USA. 1.Straße, 2.Straße, 3. Straße .....
Aber wahrscheinlich wird dann 1,2,3 ... auch als politisch bedenklich erachtet
In welchem Plem-Plem-Land leben wir eigentlich ?
nicht so richtig über diesen strassennahmen freuen können. sie wären auch nicht glücklich, würde man die strasse "ruhiges blut ist ein trottel strasse" nennen. sehen sie das jetzt bitte nicht als persönlichen angriff, sondern denken sie in ruhe darüber nach ...
hat das offensichtlich bei dir auch nicht geschafft. :)
sonst würd sich dein posting nicht unisono in die anderen untergriffigen wortmeldungen einreihen lassen ...
kannst dir ja einen neuen termin geben lassen 01 / 313 30
Die Behindertenvereine sollten sich meiner Meinung nach um echte Anliegen kümmern, z. B. um die Befristung von Behindertenausweisen, damit sie nicht nach dem Tod des Besitzers missbraucht werden können:
http://www.profil.at/articles/... enausweise
Und alle, die Stummer heißen, müssen ihren Namen ändern! Richard Tauber wird posthum in Richard Gehörloser umbenannt, das Wort Blindgänger ist durch Sichtbehindertengänger zu ersetzen - für Kabarettisten gibt es ausreichend Stoff! Haben wir wirklich keine anderen Sorgen?
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