Ölpreise gesunken

13. Dezember 2012, 14:06
posten

Schwierige Lage im US-Haushaltsstreit

Wien - Der Ölpreis hat am frühen Donnerstagnachmittag leichter gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 86,26 Dollar und damit 0,59 Prozent weniger als zur Wochenmitte. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 109,06 Dollar gehandelt.

Die Ölpreise haben damit ihre Vortagsgewinne fast vollständig wieder abgegeben. Händler nannten kritische Äußerungen aus der Politik zum US-Haushaltsstreit als Grund. Auch die Aktienmärkte wurden belastet.

Deutlichen Auftrieb hatten die Ölpreise zunächst am Mittwochabend erhalten. Die amerikanische Notenbank Fed hatte ihre ohnehin sehr expansive Geldpolitik nochmals gelockert. Hingegen deuten jüngste Aussagen von John Boehner, Sprecher des Repräsentantenhauses, auf eine verfahrene Lage im US-Haushaltsstreit hin. Er sprach von "ernsthaften Differenzen". Sollte Regierung und Kongress keine Einigung gelingen, treten zum Jahreswechsel massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen automatisch in Kraft. In der Folge würden die USA - weltgrößtes Ölverbrauchsland - vermutlich in die Rezession zurückfallen.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.694,75 Dollar und damit tiefer zum Mittwochnachmittags-Fixing von 1.716,25 Dollar. Die jüngste Entscheidung der US-Notenbank, ihre expansive Geldpolitik beizubehalten und die Anleihenkäufe sogar noch auszuweiten, konnte dem Goldpreis nicht auf die Beine helfen, schreiben die Analysten von der Commerzbank. Den aktuellen Preisrückgang unter die psychologisch wichtige Marke von 1.700 US-Dollar sehen die Experten gelassen. Im Laufe des nächsten Jahres rechnen die Commerzbankspezialisten vor allem dank einer ultra-lockeren Goldpolitik der führenden Zentralbanken mit neuen Rekordpreisen für Gold.  (APA, 13.12.2012)

Share if you care.