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Das Anregende an übermäßig süßem Tee mit bunten Bemmerln aus Speisestärke zum Kauen kann ich nicht nachvollziehen.
Bio beim Wein ist heute eine fixe Größe. Und das ist gut so. Die Anerkennung wuchs, seit sich immer mehr Leitbetriebe in Richtung bio aufmachten und dies auch kundtaten. Wenn auch dadurch jetzt klar ist, dass bio nicht bloß der skurrile Einfall einzelner schräger Vögel ist, steht zu befürchten, dass das Pendel in die andere Richtung ausschlägt. Wird doch zuweilen vom p. t. Publikum vergessen, dass ein Betrieb nicht dem Bösen anheimgefallen ist, der sich gegen bio oder vielleicht nur gegen die Zertifizierung entscheidet, sondern einfach einen anderen legitimen Weg geht. Das Interesse für "Natural wines" ist als positiver Auswuchs der Biobewegung zu werten. Egal wie man als Weintrinker dazu steht, sie zeugen vom Wunsch, Wein weiterzuentwickeln und nicht stehenzubleiben.
Dass man sich hierzulande Schritt um Schritt angewöhnt, Weine nicht nur jung zu trinken, ist ebenfalls positiv. Gemeint sind nicht Edeltropfen, die jahrzehntelang im Keller reifen, bevor man sie rituell entkorkt. Das beginnt schlichter, nämlich damit, zu akzeptieren, dass Topweißweine eines Jahres nicht Schlag Silvester desselben fix und fertig zu sein haben und dass man auf Rote höherer Güte ein gutes Jahr und länger warten kann.
Grundsätzlich gut ist, dass immer mehr heimische Winzer auch Schaumweine herausbringen. Weniger erfreulich daran ist, dass sich bei Erzeugern wie bei Sprudeltrinkern das Bewusstsein dafür, was gute Qualität - und deren Preis - ausmacht, (noch) nicht im selben Maß wie die Menge entwickelt hat. Soll ein Sekt harmonisch, frisch und feingliedrig schmecken und nicht nur blubbern, steckt anspruchsvolle Arbeit dahinter, die kostet.
Zum unverständlichsten Getränk des Jahres möchte ich Bubble-Tea nominieren. Das Anregende an übermäßig süßem Tee mit bunten Bemmerln aus Speisestärke zum Kauen kann ich nicht nachvollziehen. Dagegen sei es Hugo, dem Sommer-Renner aus Holunderblütensirup, Limette, Minze, Prosecco und Soda oder Mineralwasser von Herzen vergönnt, dass er es kohlensäurelos und aufgewärmt in den Winter geschafft hat. Mögen jedenfalls auch 2013 Genuss und Abwechslung beim Trinken vorherrschen. Prosit! (Luzia Schrampf, Rondo, DER STANDARD, 14.12.2012)
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..aber ich hab noch immer KEINEN bubble tea gekostet...
mir graust ein bisserl davor, weil ich mir hald denk es is süß UND klebrig UND schmeckt nach künstlichem aroma aber...
probieren sollt ichs trotzdem mal...
irgendwelche tipps? damits ned ganz so schlimm wird...
Vor vielen Jahren gab es einmal ein Wassereis (von Eskimo?), das im Prinzip aus kleinen Kügelchen in einem konischen Behälter bestand. Zu (sehr) vorgerückter Stunde hatte ich die (eher mäßige) Idee die, nicht mehr vorhandenen, Limetten fürs Cuba libre durch diese Kugerln zu ersetzen. Auf jeden Fall schmolzen dieselben nicht vollständig, sondern desintegrierten in einen Zustand, der mich optisch sehr an diesen Bubble-Tea erinnert. Supergut wars jedenfalls nicht...
Wenn man bemerkt dass Wein dann auch noch (und vor allem) im Keller von sehr vielen Winzern und zum Teil massiv mit synthetischen Produkten und fragwürdigen Methoden bearbeitet wird, kann man doch gegenüber diesem "Naturprodukt" und "Kulturgut" sarkastisch werden?
"Dem Bösen verfallen" nicht, sondern aus Existenzängsten in Starre verfallen.
Wenn das Pendel jetzt in die Richtung ausschlägt dass man bei diesen Methoden die Stirne runzelt, dann soll nichts Schlimmeres passieren als dass mehr Winzern diese Ängste genommen werden. Sie müssen ja nicht "Natural wines" machen (die gar nicht bio sein müssen)!
Die wirkliche Sorge bei dieser Entwicklung könnte man haben dass ein bekannter Biowinzer als schwarzes Schaf enttarnt wird!
À votre santé!
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