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Besser ist es, selbst das Rentier rauszulassen und dann, fett wie die russische Erde, sonst wohin zu sinken.
Pro: Lass den Luster los!
Von Christoph Prantner
Es gibt Zeiten, in denen sich auch kleine Gauner besinnen müssen. Dann ist die staubtrockene Bilanz über ein Jahr fröhlichen Champagnisierens fällig. Das morsche Gedächtnis erinnert sich tugendhaft an Mäßigkeit und Nüchternheit. Und ja, wie immer in diesen Tagen stellt sich auch großer Respekt vor dem Geschäftsführer unseres soberen Blattes ein, weil der ausnahmslos jede Weihnachtsfeier mit einem Glas Mineralwasser in der Hand bis zum Schluss überwacht, damit sich nicht wieder irgendein Armleuchter in den Luster hängt und so lange schwingt, bis ein klingelndes Malheur zu Boden geht.
Nur wenige, heilige Männer sind in der Lage, sich gleichzeitig zu betrinken und zu betragen. Der charakterfeste Herr L. (nebenan) ist einer, dem das famos gelingt. Er kann leicht anstoßen auf jene, die nicht multitasken können. Wie der Unterfertigte. Der hat deshalb beschlossen, heuer zunächst dem Geschäftsführer zu assistieren, um dann glasnüchtern am Luster zu baumeln. Schauen, ob dann ein Flucht-Achterl oder doch ein Fluch-Tachterl serviert wird.
Kontra: Lass das Rentier raus
Von Sigi Lützow
Abgesehen davon, dass Fröhlichkeit ganz ohne Alkohol immer etwas gezwungen ist, hat es auch unschätzbare Vorteile, auf Weihnachtsfeiern möglichst schnell randvoll zu sein. Der Nüchterne, vielleicht gar durch ein Gewissen belastet, hat nämlich oft nichts vom rundherum tobenden, frohen Fest. Wer, wenn nicht er, sollte durch Alk befeuerte Streitereien schlichten, Kollegen davor bewahren, sich um Kopf und Kragen zu lallen, Benebelte vor des Stehens gerade noch mächtigen Triebhaften retten, mit Vertretern diverser Blaulichtorganisationen verhandeln und hinterher den Dreck wegputzen? So ein Kümmerer kommt oft nicht einmal dazu, vom Buffet zu kosten, darf sich dafür aber der Ablehnung durch jene sicher sein, die ihm ihre Schwächen zeigten.
Besser ist es da schon, selbst das Rentier rauszulassen und dann, fett wie die russische Erde, sonst wohin zu sinken. Ein Samariter findet sich ja immer. Später kann man getrost auf Amnesie plädieren und die heimliche Bewunderung genießen, die allen zuteilwird, die Feste feiern, bis sie fallen. (Rondo, DER STANDARD, 14.12.2012)
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solange der Chef dabei ist wird nur ein oder zwei Minigläser Riesling getrunken - zu meiner Verteidigung muss ich sagen dass ich ja auch immer das Vergnügen habe bei solchen Aktionen direkt neben meinem Chef und Anhang zu sitzen - ja und gegen 12 wird sich dann der harte Kern verabschieden und den Luxusschuppen gegen eine gemütliche Bar austauschen und dann werden die Gläser nicht mehr gezählt....
Nicht zwingend. Manchmal bleibt der Chef auch dabei und die Location wird nicht gewechselt.
Hat den Vorteil, dass man am nächsten Morgen bereits im Büro aufwacht und sich den mühsamen Weg zur Arbeit spart.
Und das habe ich jetzt nicht frei erfunden.
Hm, die Diskussion hatte ich auch mal.
Britischer Kollege: "Cool, free booze mahn, we gotta get shitfaced!"
Ich: "Vergiss es, drei, vier Bier und dann flüchten bevor's peinlich wird."
... am nächsten Tag kam er dann ganz fröhlich ins Büro ... um von der Personalabteilung mitgeteilt zu bekommen, dass er während seinem Filmriss eine Schlägerei mit seinen Vorgesetzten angezettelt, mehrere blutige Lippen verursacht und dann Prügel von den Türstehern kassiert hatte, was ihn ziemlich überraschte. Die fristlose Kündigung überraschte ihn dann nicht mehr sehr.
auf leeren Magen in einem Nobelschuppen. (2Hauberln)..
Danach steht bereits der erlesene Wein am Tisch. Ich...bekennender Pilstrinker.
Hartnäckig bestelle ich Banause ein Bier...und es kommt rechtzeitig mit dem Gruß aus der Küche, der nicht größer war als eine Olive..inkl...Apperitiv
Es wird geprostet bis das Bier leer ist...und so hat man um 19:45 bereits 2 Bier und einen SCHNAPSpunsch...nichts im Magen...und normalerweise kennt der Körper um DIE Uhrzeit keinen Alk....
ENDLICH...das Schaumsüppchen kommt in Form eines 1/8l Glases...der Schaum macht verdammt durstig...
HERR OOOOBER.....mittlerweile kennt man das Handzeichen...und wird verschwiegen bedient :-)
Die 1. Gruppe Raucher formiert sich zu einem Zigaretterl vorm Lokal
und Gruß 2 aus der Küche folgt....eine Trilogie vom Saibling in Kügelchenform...schön bunt !
Ansprache des Chefs mit einigen Prostzurufen...verdammt wo ist der Ober?...diesmal erkennt der Ober bereits das leere Gas von weitem und handelt im Vorauseilendem Gehorsam...
Der nächste Gang....sooooooo klein und schon ein Lamm?
Nau geeehhhh...jetzt stoß halt an mit einem Glas Sekt, sagt die Rehbraune Kollegin...was solls...Proooost die Runde
Rauchpause...und weil man sich nicht Lumpen läßt....Geh Rudi...so heisst der Kellner...bring uns ne Runde Schnapserl
Hauptgang...die Auswahl...Blutiges Fleisch oder Fischlein...ich hasse beides, und brauche viel Flüssigkeit zum Nachspülen....
nun brennt der Chef eine Runde Schnapserln
22h und 5min.....
Hab ich schon erwähnt, dass nach einer Rauchpause jeder der Kollegen eine Runde "Aufwärmung" spendiert?
Der nächste Gruß aus der Küche ist nicht weniger feurig als der Tequila..den nun die Chefin spendiert hat...
Jetzt hat doch der Ober das Bier abserviert...da war doch noch was...ah da kommt er schon...lächelnd, mit dem Hinweis....man kann s ein gtes Pils nicht warm werden lassen.
Extratrinkgeld ist ihm sicher...
Die Sitzgruppen mischen sich in lockere Runden, ein Teil studiert an der Bar die Getränkeauswahl....und weil derChef auch schon locker drauf ist...eine Runde Kai Pirinha....
Gegen 23h....kommt die Nachspeise...picksüß...ein Seiderl noch...inkl...Verdauungsschnapserl
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