Großbritannien: Erster Soldat mit Turban bewacht den Buckingham-Palast

11. Dezember 2012, 19:31
  • Erstmals ist ein Soldat mit Turban statt der klassischen Bärenfellmütze vor dem Buckingham-Palast in London stationiert.
    foto: dapd/lefteris pitarakis

    Erstmals ist ein Soldat mit Turban statt der klassischen Bärenfellmütze vor dem Buckingham-Palast in London stationiert.

Jatinderpal Singh Bhullar empfindet dies als "große Ehre"

London - In der Leibwache von Queen Elizabeth II. vor dem Buckingham Palace tut ein bekennender Sikh Dienst - erstmals in der 180-jährigen Geschichte der Garde mit Turban statt Bärenfellmütze. "Den Dienst für die Allgemeinheit zu erfüllen und gleichzeitig ein praktizierender Sikh zu sein, ist eine große Ehre für mich", sagte der 25-jährige Jatenderpal Singh Bhullar. Er trägt als weiteres Zeichen seines Glaubens auch einen Vollbart.

Bhullar ist nicht der einzige Sikh in der britischen Armee und auch nicht in der königlichen Household Division, die zeremonielle Dienste vor dem Buckingham Palast erfüllt. Bisher hatten jedoch alle den Turban mit der Bärenfellmütze getauscht. Der Militärgeistliche der Sikh begrüßte den Schritt. "Sikhs haben Großbritannien im Ersten und im Zweiten Weltkrieg mit dem Turban auf dem Kopf gedient, mit dem Bekenntnis zur Rechtschaffenheit und zum Dienst für andere und sie haben ihre Identität bis zum letzten Atemzug gelebt", sagte Mandeep Kaur.

Die Religion der Sikhs gehört wie das Christentum und der Islam zu den monotheistischen Religionen. Entstanden im 15. Jahrhundert, geht es der Lehre des nordindischen Wanderpredigers Guru Nanak weniger um Dogmen als um die Spiritualität im Alltag. Zu der Religion bekennen sich weltweit rund 23 Millionen Anhänger, die meisten von ihnen leben in Indien. Die britischen Beziehungen zu den Sikhs gehen auf die Kolonialzeit zurück. (APA, 11.12.2012)

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ein rasiertes bärenfut.

Dem seiner Bärenfellmütze sind doch bloß die Haare ausgegangen.

Die sind

eher nach unten gerutscht!

ich verstehe nicht warum man sich seit neuestem über den hausbrauch hinwegsetzen darf

uniform sollte uniform sein, wie tät denn das ausschauen wenn bei der garde jeder sein eigenes kostüm mitbringen würde... je nachdem an was einer grad glaubt, heut an den weihnachtsmann, morgen an den osterhasen usw...

Winston Churchill sagte

"...British people are highly indebted and obliged to Sikhs for a long time. I know that within this century we needed their help twice and they did help us very well. As a result of their timely help, we are today able to live with honour, dignity, and independence. In the war, they fought and died for us, wearing the turbans. At that time we were not adamant that they should wear safety helmets because we knew that they are not going to wear them anyways and we would be deprived of their help. At that time due to our miserable and poor situation, we did not force it on them to wear safety helmets, why should we force it now? Rather, we should now respect their traditions and by granting this legitimate concession, win their applaud."

Na höhr mal, die Sikh sind älter als das Königreich.

respekt erzeugt motivation

Das ist der Untergang Großbritanniens!!!!1

es ist gerecht, wenn es dann auch irgendwann den ersten nudelsiebträger gibt. (http://en.wikipedia.org/wiki/Past... farianism)

Die Menge an Pelz über den Schultern ist nach wie vor gleich. Nur anders lokalisiert.

Früher häts des nit gebn.

Genau! Früher war alles normal :(

;)

Theoretisch könnte er ja auch den Turban unter der Bärenfellmüütze tragen. Oder gilt das nicht?

was "gilt" nicht?

hier geht eben darum das er sichtbar den turban trägt das ist das besondere ....

aaaaaaaahhhh!!

?

alles roger?

das is die gleiche mütze - nur rasiert!

:))
Und ich dachte, die hat eine Glatze.

der Lieutenant Worf

unter den Bären(fellträgern). Es lebe die Queen, es lebe das Commonwealth! ;-)

Und wie ist das im Kampfeinsatz? Trägt er dann einen Spezialhelm, oder gar keinen Helm?

Kampfeinsatz?

Das sind Gardisten.
Also gestriegelte Burscheln zum Anschauen.
Puppet soldiers würden die Amis sowas nennen.
Mit denen exerziert man nur, die läßt man nicht kämpfen.
Die können das gar nicht.
Ist auf der ganzen Welt so.

dazu empfehle ich "Guarding the Queen" - http://www.youtube.com/watch?v=sL4WL4h_I1A

Die Grenadier Guards/Welsh Guards wechseln sich bei den Repräsentationspflichten ab, sind aber ganz normale Regimente, die regelmäßig in Einsatzgebiete geschickt werden.

wenn ein gurkha dir den kopf abschlägt merkst du's erst beim abendessen..

Der Dirty ist wieder da und sorgt für Heiterkeit, köstlich.

Schau dir mal an, wo die Regimenter der Scotish, Welsh und Irish Guards überall gekämpft haben in den letzten 100 Jahren, und dann komm wieder vorbei.

See you!

Hm.

Und wie erfolgreich waren sie denn dort?
In Afghanistan?
Im Irak?
In Nordirland?
In Dünkirchen?
In Tobruk?
usw.
Um nix besser als sonst wo.
Aber schön zu sehen, wieviele Standardphoristen ihren GWD bei der Garde abgedient haben.

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