"FTD"-Souvenirs brachten 40.000 Euro

11. Dezember 2012, 18:17
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Eingestelltes Blatt versteigerte Erinnerungsstücke für guten Zweck - Lagerfeld-Zeichnung war Spitzenreiter

Zeitungen/Deutschland - Souvenirs der eingestellten deutschen Zeitung "Financial Times Deutschland" ("FTD") haben bei einer Internetauktion mehr als 40.000 Euro eingebracht. Die Redaktion spendet das Geld der Organisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG), die sich weltweit für Pressefreiheit einsetzt.

Der Vorstand des Verlags Gruner + Jahr, der das Ende der Wirtschaftszeitung mit der Ausgabe vom 7. Dezember beschlossen hatte, habe angekündigt, den Betrag zu verdoppeln. Das teilten die Gruner + Jahr-Wirtschaftsmedien am Dienstag in Hamburg mit.

Lagerfeld-Zeichnung war Spitzenreiter

Spitzenreiter der Benefiz-Auktion war den Angaben zufolge eine unveröffentlichte Originalzeichnung des Modezaren Karl Lagerfeld zur deutsch-französischen Freundschaft. Sie ging für 11.700 Euro weg. Der Gesamterlös der versteigerten Stücke belief sich auf 41.640,56 Euro.

"Reporter ohne Grenzen" erhalte außerdem 1,40 Euro pro verkauftem Exemplar der letzten "FTD" vom vergangenen Freitag, hieß es in der Mitteilung. Der Verlag hatte 30.000 Exemplare nachgedruckt, weil die Ausgabe in kurzer Zeit vergriffen war. Die Zeitung war im 3. Quartal 2012 mit einer Druckauflage von mehr als 120.000 Exemplaren (IVW-Angaben) erschienen. (APA. 11.12.2012)

Nachlese
Benefizauktion der "Financial Times Deutschland" für "Reporter ohne Grenzen"
- Die Wirtschaftszeitung, die am 7. Dezember zum letzten Mal erscheint, versteigert fünf Tage lang online Wertvolles und Kurioses aus 13 Jahren FTD-Geschichte

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