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Wien - Österreichs Finanzmarktaufseher rechnen, dass die neuen Eigenkapitalvorschriften (Basel III) im Juli 2013 in Kraft treten. Das sagte FMA-Vorstandsmitglied Helmut Ettl bei einem Pressegespräch am Montagabend in Wien. Sein Kollege, Kurt Pribil, geht davon aus, dass auch die USA die Vorschriften einführen werden.
Viel Raum widmeten die FMA-Chefs bei einer Art von Fünf-Jahres-Bilanz der Eindämmung der Fremdwährungskredite, deren Neuvergabe an Private 2008 gestoppt wurde. Das Volumen habe sich um ein Drittel auf rund 33 Mrd. Euro reduziert, "wir haben den Österreichern durch unsere Maßnahmen 6,7 Mrd. Euro gespart", rechnete Ettl vor. Dass bei Schweizer-Franken-Krediten heuer der bisher größte Rückgang verzeichnet werde, sei dem Faktum zu verdanken, dass "wir diese Blase kontrolliert aufgestochen und die Luft rausgelassen haben".
Was die Bankenunion betrifft, sprach sich Pribil dafür aus, dass alle Banken unter dem EZB-Aufsichtsdach landen - die, die "nicht zu den 30 bis 50 größten Gruppen" zählen, sollen an die nationale Aufsicht "rückdelegiert werden".
Die Spekulationsdeals der Gemeinden (wie die in Salzburg) müsse man "politisch diskutieren". Ettl: "Wir wollen die Gemeindeaufsicht nicht."
Ob die (Teil-)Verstaatlichung von Hypo Kärnten und ÖVAG ihre Bilanz nicht trübe, wurden die Aufseher gefragt. Nein, war ihre Antwort. "Das war in diesen Fällen nicht anders möglich." (gra, DER STANDARD, 12.12.2012)
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Eine "Aufsicht" mit dem Gehabe von Blockwarten. Die großen Fälle werden links liegen gelassen, die kleinen als Tätigkeitsbeweis medial ausgeschlachtet. Die Kernkompetenz des Vorstandes ist Pflege des Teflonanzuges und routinierte Rechtfertigung ihres Tuns.
Wenn man die Aussagen der FMA Spitzen zB beim Hypo Prozess, Thema Vorzugsaktien, verfolgt hat, weiß man eh alles. Guter Rat an Fekter: Besser heute als morgen Konsequenzen ziehen. Es muss doch Leute in dem Land geben, die das (besser) können!
Derzeit scheint am wichtigsten zu sein, dass bei Presseaussendungen die jeweiligen Disclaimer (die vermutlich niemand außer den FMA Mitarbeitern liest) perfekt passen...
Die Außenerscheinung der FMA ist zudem eine Katastrophe. Gibt es dort niemand, der ordentliche Öffentlichkeitsarbeit machen kann?
Dann lassen Sie aber bitte auch redliche Firmen wie die GEA in Ruhe, die nachhaltige Produkte im Inland herstellt, und außerdem wirtschaftliche schwache Regionen von Österreich belebt. Denn diese Firma lebt nicht von unserem Steuergeld, wie die Gemeinden oder die Stadt Salzburg, die auch gerne Börsen-Heuschrecken sein wollen! Helfen wir dem Staudinger (GEA): https://www.parlament.gv.at/SEC/Zusti... ndex.shtml
was soll dieser ganze staudinger-hype? staudinger betreibt ganz klar bankgeschäfte ohne eine lizenz zu haben. die gleichen leute, die sich über das terrorisieren von staudinger (der übrigens nur kleinere anpassungen vornehmen müsste) aufregen, sind genau diejenigen, die sich mindestens genauso über ein fehlverhalten der aufsicht aufregen würden, wenn staudinger (oder irgendein windiger oder nicht windiger nachahmer von staudinger) seinen kunden die geliehenen gelder nicht zurückbezahlt/zurückbezahlen kann.
Verstehe ich das also richtig: Finanzkatastrophen wie in Salzburg will die FMA gar nicht verhindern?!?
Liegt aber bestimmt nicht daran, daß man den Politikerkollegen, die einen in die FMA hieven, nicht so gerne ans Bein pinkeln möchte. Hauptsache, dem Heini Staudinger wird zum Schutz der Steuerzahler der Arsch aufgerissen.
die fma ist nach derzeitigen kompetenzen zuständig für bankenaufsicht, versicherungs- und pensionskassenaufsicht sowie wertpapieraufsicht. für die aufsicht über die gebarung von gemeinden sind andere zuständig und passt dies mit den derzeitigen kompetenzen der fma auch gar nicht zusammen. muss man einmal ganz emotionslos sagen.
Blödsinn. Er betreibt einfach glasklar ein Schuhgeschäft und hat sich dazu ein Finanzierungsmodell einfallen lassen, daß im Unterschied zum Angebot der Banken funktioniert.
Der Rest ist für mich willkürliche Agitation der FMA. Und das die Politik nicht endlich Gesetze schafft, welche derartige, absolut begrüßenswerte Crowd-Funding-Modelle vor sinnlosen Interventionen der FMA schützen, erkläre ich mir durch das ungesunde Naheverhältnis ebendieser Politiker zu den großen Bankhäusern.
abgesehen davon, dass er wohl etwas mehr als eine "schuhgeschäft" betreibt, ist das - da können Sie sagen was Sie wollen - zweifellos ein einlagengeschäft, da er einlagen von kunden entgegennimmt, wie eine "normale bank". und das ist weltweit ein reguliertes bankgeschäft. wobei er übrigens seine einleger insofern über den tisch zieht als er im vergleich zu anderen unternehmen (wesentlich grösseren und solventeren) lächerliche zinsen gewährt. das ausfallsrisiko für anleger ist daher viel zu hoch.
Madoff, MEL und Co schon vergessen? Und wie würde es wohl aussehen, wenn nicht diverse Banken vom Steuerzahler gerettet worden wären?
Die FMA ist nicht nur ein zahnloses Feigenblatt mit fragwürdiger Prioritätensetzung, sie ist mMn, wie so viele andere Einrichtungen im Staatsumfeld, in erster Linie eine Versorgungsanstalt für Günstlinge der Politikerkaste.
das kann die FMA selbst entscheiden ?
Interessant.
Natürlich ist es angenehmer, Banken und Versicherungen mit sinnlos-Vorschriften, Ezzes, Einschauen und Prüfungen zu quälen (cum imperio), als dem Staatsversagen und dem Versagen der Parafisci nachzugehen.
Kann ich wirklich nachvollziehen.
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