Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 1000x658Zufriedener Gesundheitsminister: Nach fast neun Stunden Verhandlungen präsentierten Alois Stöger und Co ihr Papier.

Die Gesundheitsreform 2012
Einigung auf Gesundheitsreform
Wien - Wie kompliziert eine Einigung auf eine 15a-Vereinbarung sein kann, wenn es ins Detail geht, das demonstrierten die Verhandler der Gesundheitsreform am Dienstag. Acht Stunden lang diskutierten sie über die letzten Formulierungen, zwei Jahre nachdem die sechsköpfige Verhandlungsgruppe - Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ), Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP), Wiens Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ), Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP), die Wiener Gebietskrankenkassen-Obfrau Ingrid Reischl und Hauptverbands-Vorsitzender Hansjörg Schelling - ihre Arbeit aufgenommen hatte.
Die sechs traten schließlich am späten Dienstagnachmittag vor die Journalisten, um ihre Reform gemeinsam zu loben. Sie sehen in dem Papier eine völlig neue, weil "partnerschaftliche" Planung des Gesundheitswesens. Für Stöger sind die Rahmenbedingungen dafür geschaffen, "den Fokus auf den Patienten zu legen". Die wichtigsten Punkte im Detail:
Die 15a-Vereinbarung gibt den Rahmen vor für neue Strukturen, sprich: Die Ambulanzen sollen entlastet werden, indem das Angebot der niedergelassenen Ärzte verbessert wird, etwa durch geöffnete Ordinationen an den Wochenenden oder Abenden. Genau dann sehen sich die Patienten mangels Angebot besonders oft veranlasst, ins Krankenhaus zu gehen, obwohl man sie genau so gut (und für das Gesundheitssystem billiger) bei einem Arzt behandeln könnte. Gelingen soll das durch den Ausbau von Gruppenpraxen und durch Zentren, in denen verschiedene Gesundheitsdienstleister zusammenarbeiten.
Das Finanzkapitel ist schon seit dem Frühjahr fixiert. Der Anstieg der Gesundheitskosten wird schrittweise auf 3,6 Prozent gebracht. Das soll bis 2016 3,4 Milliarden Euro bringen. Tatsächlich gespart wird aber nichts.
Neu eingerichtet wird ein eigener Topf für die Prävention - oder besser gesagt neun, denn über die Mittelverwendung entscheiden die Länder. Dieser Topf wird mit 150 Millionen Euro für zehn Jahre dotiert, großteils von den Sozialversicherungen. Das ist ein Kompromiss, denn die Länder fanden die künftige Ausgabenverteilung ungerecht. Der Bund werde für die Prävention Richtlinien erarbeiten, sagte Stöger.
Besonders heikel war bis zuletzt die Besetzung der Gremien, in denen künftig gesundheitspolitische Entscheidungen fallen sollen. Darin liegt schließlich der Schlüssel zur Veränderung im Gesundheitssystem: Bisher entschieden die Länder weitgehend autonom, was sie mit ihren Spitälern machten, während sich Sozialversicherungen und Ärztekammer die Kassenstellen für das jeweilige Bundesland ausverhandelten. Damit ist jetzt Schluss. Künftig gibt es neun sogenannte Landeszielsteuerungskommissionen, in denen jeweils fünf Vertreter des Landes und der Kassen sowie ein Vertreter des Bundes sitzen. Der Bund hat ein Vetorecht.
Die Richtlinien kommen von der Bundeszielsteuerungskommission, in der jeweils vier Vertreter von Bund, Ländern und Sozialversicherungen sitzen. Weiter bestehen wird die Bundesgesundheitskommission, in der auch Interessensvertretungen wie Ärztekammer und Patientenanwaltschaft sitzen. In diesem Gremium werden unter anderem die Gesundheitsziele entwickelt, für Entscheidungen genügt eine Drei-Viertel-Mehrheit.
Ein umstrittenes Kapitel war jenes, in dem die Sanktionen festgelegt sind. Gibt es in einem Land keine Einigung oder hält man sich nicht an die Budgetvorgaben, dann ist ein Schiedsverfahren vorgesehen. Wie sanktioniert werden soll, wird die Bundesregierung im Fall des Falles entscheiden. Denkbar ist etwa ein zwischenzeitlicher Kompetenzentzug, aber auch finanzielle Konsequenzen, falls sich das Land nicht an den Stabilitätspakt hält.
Fixiert wurde am Dienstag auch ein Fahrplan für die Reform. Die 15a-Vereinbarung wird bei einem Treffen der Landeshauptleute am 19. Dezember in Tirol formal beschlossen. Danach müssen die Landtage und der Nationalrat ihre Zustimmung geben. Konkretisiert wird die Reform in den Landes- und Bundeszielsteuerungsverträgen, die im Lauf des nächsten Jahres erarbeitet werden sollen.
Die Ärztekammer, die in den letzten Wochen heftig gegen die Reform getrommelt hatte, hielt sich am Dienstagabend zurück: Man kenne das Papier nur aus den Medien und werde es daher nicht kommentieren. Gesundheitsminister Stöger sagte dem STANDARD, die Ärztekammer sei jederzeit eingeladen, "aus der Ecke hervorzukommen, in die sie sich hineinbegeben hat". (Andrea Heigl, DER STANDARD, 12.12.2012)
Bis zu ein Jahr Wartezeit auf Grauer-Star-Operation in Vorarlberg - PR-Kampagne für Jungärzte
Änderungen an umstrittenem Psychologengesetz in Aussicht gestellt
Dass die Ärztekammer für die Kontrolle der Ärzte zuständig ist, ist den Patientenanwälten schon länger ein Dorn im Auge. Jetzt sollen sie auch noch 600 Euro aus Steuergeld für einen Ordinationsbesuch zahlen - laut Ministerium eine rechtswidrige Forderung
Psychiater und Psychotherapeuten kritisieren Bevorzugung der Psychologen - Gesetzesvorhaben soll zurück an den Start - Ministerium weist Kritik zurück
Nach 23 Jahren gibt es ein neues Gesetz
Wahl zum Patientenombudsmann der Wiener Ärztekammer geht in die heiße Phase
Die Patientenanwälte erheben schwere Vorwürfe gegen die Ärztekammer: Sie vermuten, deren Qualitätsstelle schütze "Ärzte mit Qualitätsdefiziten"
Beschluss im Ministerrat für neue Mutter-Kind-Pass-Leistung - Ärztekammer übt Kritik
Kaum haben die (Gebiets-)Krankenkassen finanziell etwas mehr Spielraum, werden Forderungen nach neuen Leistungen laut. Die Zahnärztekammer fordert unter anderem mehr Geld für Patienten für Mundhygiene und Zahnregulierungen.
Wechselberger: Derzeitige Ausbildung "international herzeigbares Kuriosum"
Kassen-Ergebnis gegenüber Februar-Voranschlag weiter verbessert
Streit um Lehrpraxis - Stöger: Ärztekammer soll unterzeichnetes Konzept umsetzen - Wechselberger: Konzept des Ministers derzeit "nichts wert"
Über neue Zähne, Psychotherapie, das saufende Österreich und Bluttests: Hauptverbands-Chef Hans Jörg Schelling im Interview
"Gesundheitsbarometer": Allerdings nimmt Anteil der Zustimmung ab - Größte Sorge: Arzneimittelfälschungen
Pflegebedürftige sollten so lange wie möglich zu Hause bleiben dürfen. Pflege-Aktivisten fordern Geld für 24-Stunden-Betreuung
Sozialminister Hundstorfer sieht Urteil als "richtungsweisend" an und will schwarze Schafe identifizieren
Rahmenkonzept ist fertig - Nach Basisausbildung folgt Facharzt
130.000 Personen in Krankenpflege und medizinisch-technischen Diensten tätig - Qualifikation nicht nachgewiesen
Krankenkassen planen höhere Ausgaben für Prävention, Zahnmedizin und Kindergesundheit
Gesetzesentwurf sieht Auszeit für drei Monate vor - Auch Teilzeit wird möglich
Kontrollbesuche der neuen Volksanwaltschaftskommissionen deckten West-Ost-Gefälle auf
Laut Volksanwaltschaft haben Netzbetten in Psychiatrien nichts zu suchen. Doch in Wien will man auf "Notfallbetten" mit Netzen nicht verzichten
Im Mai sollte im Parlament über heikle Fragen wie Eizellen-Diagnostik diskutiert werden sollen - doch die ÖVP schwänzte die Vorbereitung
Kassen haben Sparziele übererfüllt - Laut eigenen Angaben "ohne Leistungskürzungen" Kosten gedämpft
In abgelegenen Gegenden herrscht längst Medizinermangel, weil der Job für junge Ärzte in Österreich zunehmend unattraktiv wird
KFA Stadt Wien
KFA Baden
KFA Linz
KFA OÖ - Gemeinde
KFA OÖ - Landesbeamte
Oberösterreichische Lehrer-, Kranken- und Unfallfürsorge
KFA Steyr
KFA Wels
KFA Graz
KFA Villach
KFA Salzburg
KFA Tiroler Landeslehrer
KFA Tiroler Landesbeamten
KFA Tiroler Gemeindebeamten
KFA Hallein
AUVA
BGKK
BKK
BVA
KGKK
NÖGKK
OÖGK
PVA
SGKK
STKK
SVA
TGKK
VAEB
VGKK
WGKK
SVB
+ÖBB
+UVA
+Bauern
+Berbgbau
+ LKUF.at
+++++
Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, daß jetzt irgendwelche Privatversicherungen, Uniqua oder ähnliches, die gesamte, also wirklich die gesamte Gesundheitsversorgung übernehmen werden, als Zahler und als Leistungserbringer. Und dann gute Nacht! Bis jetzt habe ich mich, wenn mein Arzt schlampig gearbeitet hat, wenigstens bei der GKK beschweren können. Das geht dann nicht mehr.
Ich werde dann in einem privaten Zentrum von irgendwem vesorgt, das wird wie bei den privatisierten Postämtern werden, wo ich gleich Milch kaufen kann oder mir die Haare schneiden lassen kann. Gute Nacht, ich fürchte mit uns geht´s bergab. BLEIBT GESUND!!!! Sonst sind wir verloren!!!
so eine verarxung....dass als reform eine neue bürokratische ebene eingezogen wird und ihr alle keinen grossen aufstand machen werdets, deswegen kommen die damit durch!
der sozial- u. gesundheitsbereich ist dermassen verschroben und absurd bei uns, aber immer voll dabei: die bürokratische ebene, die meist besser absahnt, als die effektiv an menschen dienst tuenden. immer und überall das dividetimpera prinzip.
ich träum von sozialzentren, wo sich kinder, behinderte und alte nett bei verpflegung die zeit miteinander vertreiben können als zentraler gesellschaftlicher angelpunkt.
das würde eine grundlegende umstrukturierung bedingen, aber keine.r der sesselkleber.innen der versorgungsnetze darf irgendeinen schaden nehmen....pfff
und sicher ist er weder Charismatiker noch Volkstribun.
Aber der lange als Ablösekandidat gehandelte Stöger ist definitiv einer der stärkeren Minister in dieser Bundesregierung.
Was bei der Konkurrenz zugegebenermaßen nicht ganz so schwer fällt...
...zurück zu start...das ist ein thema, dass ständig, fortlaufend bzw. kontinuierlich zu behandeln und zu optimieren ist (im sinne der einzahler!)...ich wünsche mir nur einmal sagen zu können: die politker sind jederzeit eingeladen alle schandtaten der letzten jahrzehnte offenzulegen, wenn sie nur aus der ecke hervorkommen würden, in der sie sich so wohl fühlen...sry, liebe politiker, so wie bei wirtschaftlichen od juristischen themen fachpersonal beigezogen wird, so sollte es beim thema gesundheit auch sein...daher ist es eine bringschuld der politik, keine holschuld der ärzte (bin kein arzt!)...
davon 42.000 Gemeinderäte
WARUM sollte bei den über 40 !!! Sozialversicherungen eine eingespart werden.
die Städte braucehen ihre KFa´s die Lehrer in jedem Bundesland auch die eigene Versicherung Wo sollte man die fast 50.000 Politiker und ihre Kinder sonst unterbringen ?
D I E MÜSSTEN JA WAS ARBEITEN !!!!
AUVA
BGKK
BKK
BVA
KGKK
NÖGKK
OÖGK
PVA
SGKK
STGKK
SVA
TGKK
VAEB
VGKK
WGKK
SVB
+ÖBB
+UVA
+Bauern
+Bergbau
+KFA in jeder größeren Stadt
+ zB : www.LKUF.at (Lehrer)
++
hätte man diese unsinnigen sozialversicherungen auch auf eine zusammengelegt dann wäre es sicher ein toller wurf geworden.
wir die beitragszahler müssen wahrscheinlich eine volksbefragung fordern damit hier endlich etwas weitergeht u es tatsächlich zu sinnvollen einsparungen kommt.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.