Rot-schwarze Verhandler fixieren Gesundheitsreform

Andrea Heigl, 11. Dezember 2012, 21:34
  • Zufriedener Gesundheitsminister: Nach fast neun Stunden Verhandlungen 
präsentierten Alois Stöger und Co ihr Papier.
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    Zufriedener Gesundheitsminister: Nach fast neun Stunden Verhandlungen präsentierten Alois Stöger und Co ihr Papier.

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    Die Gesundheitsreform 2012

  • Einigung auf Gesundheitsreform

Am Dienstag besiegelten die Verhandler jene 15a-Vereinbarung, mit der das Gesundheitssystem völlig neu organisiert wird

Wien - Wie kompliziert eine Einigung auf eine 15a-Vereinbarung sein kann, wenn es ins Detail geht, das demonstrierten die Verhandler der Gesundheitsreform am Dienstag. Acht Stunden lang diskutierten sie über die letzten Formulierungen, zwei Jahre nachdem die sechsköpfige Verhandlungsgruppe - Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ), Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP), Wiens Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ), Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP), die Wiener Gebietskrankenkassen-Obfrau Ingrid Reischl und Hauptverbands-Vorsitzender Hansjörg Schelling - ihre Arbeit aufgenommen hatte.

Die sechs traten schließlich am späten Dienstagnachmittag vor die Journalisten, um ihre Reform gemeinsam zu loben. Sie sehen in dem Papier eine völlig neue, weil "partnerschaftliche" Planung des Gesundheitswesens. Für Stöger sind die Rahmenbedingungen dafür geschaffen, "den Fokus auf den Patienten zu legen". Die wichtigsten Punkte im Detail:

Ausbau von Gruppenpraxen geplant

Die 15a-Vereinbarung gibt den Rahmen vor für neue Strukturen, sprich: Die Ambulanzen sollen entlastet werden, indem das Angebot der niedergelassenen Ärzte verbessert wird, etwa durch geöffnete Ordinationen an den Wochenenden oder Abenden. Genau dann sehen sich die Patienten mangels Angebot besonders oft veranlasst, ins Krankenhaus zu gehen, obwohl man sie genau so gut (und für das Gesundheitssystem billiger) bei einem Arzt behandeln könnte. Gelingen soll das durch den Ausbau von Gruppenpraxen und durch Zentren, in denen verschiedene Gesundheitsdienstleister zusammenarbeiten.

Das Finanzkapitel ist schon seit dem Frühjahr fixiert. Der Anstieg der Gesundheitskosten wird schrittweise auf 3,6 Prozent gebracht. Das soll bis 2016 3,4 Milliarden Euro bringen. Tatsächlich gespart wird aber nichts.

150 Millionen Euro in Präventionstopf

Neu eingerichtet wird ein eigener Topf für die Prävention - oder besser gesagt neun, denn über die Mittelverwendung entscheiden die Länder. Dieser Topf wird mit 150 Millionen Euro für zehn Jahre dotiert, großteils von den Sozialversicherungen. Das ist ein Kompromiss, denn die Länder fanden die künftige Ausgabenverteilung ungerecht. Der Bund werde für die Prävention Richtlinien erarbeiten, sagte Stöger.

Besonders heikel war bis zuletzt die Besetzung der Gremien, in denen künftig gesundheitspolitische Entscheidungen fallen sollen. Darin liegt schließlich der Schlüssel zur Veränderung im Gesundheitssystem: Bisher entschieden die Länder weitgehend autonom, was sie mit ihren Spitälern machten, während sich Sozialversicherungen und Ärztekammer die Kassenstellen für das jeweilige Bundesland ausverhandelten. Damit ist jetzt Schluss. Künftig gibt es neun sogenannte Landeszielsteuerungskommissionen, in denen jeweils fünf Vertreter des Landes und der Kassen sowie ein Vertreter des Bundes sitzen. Der Bund hat ein Vetorecht.

Die Richtlinien kommen von der Bundeszielsteuerungskommission, in der jeweils vier Vertreter von Bund, Ländern und Sozialversicherungen sitzen. Weiter bestehen wird die Bundesgesundheitskommission, in der auch Interessensvertretungen wie Ärztekammer und Patientenanwaltschaft sitzen. In diesem Gremium werden unter anderem die Gesundheitsziele entwickelt, für Entscheidungen genügt eine Drei-Viertel-Mehrheit.

Bund entscheidet über Sanktionen

Ein umstrittenes Kapitel war jenes, in dem die Sanktionen festgelegt sind. Gibt es in einem Land keine Einigung oder hält man sich nicht an die Budgetvorgaben, dann ist ein Schiedsverfahren vorgesehen. Wie sanktioniert werden soll, wird die Bundesregierung im Fall des Falles entscheiden. Denkbar ist etwa ein zwischenzeitlicher Kompetenzentzug, aber auch finanzielle Konsequenzen, falls sich das Land nicht an den Stabilitätspakt hält.

Fixiert wurde am Dienstag auch ein Fahrplan für die Reform. Die 15a-Vereinbarung wird bei einem Treffen der Landeshauptleute am 19. Dezember in Tirol formal beschlossen. Danach müssen die Landtage und der Nationalrat ihre Zustimmung geben. Konkretisiert wird die Reform in den Landes- und Bundeszielsteuerungsverträgen, die im Lauf des nächsten Jahres erarbeitet werden sollen.

Die Ärztekammer, die in den letzten Wochen heftig gegen die Reform getrommelt hatte, hielt sich am Dienstagabend zurück: Man kenne das Papier nur aus den Medien und werde es daher nicht kommentieren. Gesundheitsminister Stöger sagte dem STANDARD, die Ärztekammer sei jederzeit eingeladen, "aus der Ecke hervorzukommen, in die sie sich hineinbegeben hat". (Andrea Heigl, DER STANDARD, 12.12.2012)

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GRATULIERE zu DIESER REFORM !!! es bleiben folgende Kassen inkl. Direktor + Vorstand + + unangetastet !!!!

KFA Stadt Wien
KFA Baden
KFA Linz
KFA OÖ - Gemeinde
KFA OÖ - Landesbeamte
Oberösterreichische Lehrer-, Kranken- und Unfallfürsorge
KFA Steyr
KFA Wels
KFA Graz
KFA Villach
KFA Salzburg
KFA Tiroler Landeslehrer
KFA Tiroler Landesbeamten
KFA Tiroler Gemeindebeamten
KFA Hallein
AUVA
BGKK
BKK
BVA
KGKK
NÖGKK
OÖGK
PVA
SGKK
STKK
SVA
TGKK
VAEB
VGKK
WGKK
SVB
+ÖBB
+UVA
+Bauern
+Berbgbau
+ LKUF.at
+++++

15a = keine verbindlichkeit, keine sanktionen

bleibt mitunter alles gleich...wenn ich 15a schon lese, springt ma das messer in der taschn auf !

15a stört mich nicht

mir springts Messer in der Tasche auf, wenn ich 13A lese - der gehört endlich auf STraßenbahn umgestellt

Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, daß jetzt irgendwelche Privatversicherungen, Uniqua oder ähnliches, die gesamte, also wirklich die gesamte Gesundheitsversorgung übernehmen werden, als Zahler und als Leistungserbringer. Und dann gute Nacht! Bis jetzt habe ich mich, wenn mein Arzt schlampig gearbeitet hat, wenigstens bei der GKK beschweren können. Das geht dann nicht mehr.
Ich werde dann in einem privaten Zentrum von irgendwem vesorgt, das wird wie bei den privatisierten Postämtern werden, wo ich gleich Milch kaufen kann oder mir die Haare schneiden lassen kann. Gute Nacht, ich fürchte mit uns geht´s bergab. BLEIBT GESUND!!!! Sonst sind wir verloren!!!

Es ist natürlich äußerst wahrscheinlich, dass Ihr Arzt Milch anbietet und Ihnen dann einen Vokuhila verpasst. Was war Ihre Aussage?

Gut erkannt!

Rauch Kallath läßt grüßen

Ist nicht die eigentliche Mutter dieser ganzen Pseudo-Verbesserungs-Aktion die ehemalige ÖVP-Gesundheitsministerin Rauch-Kallath? Jawohl, die, deren Mann dzt. vor Gericht steht.

aber ankreiden tu ich diese chuzpe euch allen

so eine verarxung....dass als reform eine neue bürokratische ebene eingezogen wird und ihr alle keinen grossen aufstand machen werdets, deswegen kommen die damit durch!

der sozial- u. gesundheitsbereich ist dermassen verschroben und absurd bei uns, aber immer voll dabei: die bürokratische ebene, die meist besser absahnt, als die effektiv an menschen dienst tuenden. immer und überall das dividetimpera prinzip.

ich träum von sozialzentren, wo sich kinder, behinderte und alte nett bei verpflegung die zeit miteinander vertreiben können als zentraler gesellschaftlicher angelpunkt.
das würde eine grundlegende umstrukturierung bedingen, aber keine.r der sesselkleber.innen der versorgungsnetze darf irgendeinen schaden nehmen....pfff

Man kann zu ihm stehen wie man will

und sicher ist er weder Charismatiker noch Volkstribun.

Aber der lange als Ablösekandidat gehandelte Stöger ist definitiv einer der stärkeren Minister in dieser Bundesregierung.

Was bei der Konkurrenz zugegebenermaßen nicht ganz so schwer fällt...

es sollen 3,4 millionen gespart werden,

gespart wird aber nichts? lol

am gesundheitssystem soll auch nix gespart werden!

3,4 milliarden...

...mein vorschlag...

...zurück zu start...das ist ein thema, dass ständig, fortlaufend bzw. kontinuierlich zu behandeln und zu optimieren ist (im sinne der einzahler!)...ich wünsche mir nur einmal sagen zu können: die politker sind jederzeit eingeladen alle schandtaten der letzten jahrzehnte offenzulegen, wenn sie nur aus der ecke hervorkommen würden, in der sie sich so wohl fühlen...sry, liebe politiker, so wie bei wirtschaftlichen od juristischen themen fachpersonal beigezogen wird, so sollte es beim thema gesundheit auch sein...daher ist es eine bringschuld der politik, keine holschuld der ärzte (bin kein arzt!)...

Gesundheitsreform??? Kann mir bitte jemand erklären,

wozu man Gesundheit reformieren will?

Bei 50.000 Politikern wurde KEIN EINZIGER EINGESPART und von den über 40 KRANKEn Kassen auch KEINE !!!

davon 42.000 Gemeinderäte
WARUM sollte bei den über 40 !!! Sozialversicherungen eine eingespart werden.
die Städte braucehen ihre KFa´s die Lehrer in jedem Bundesland auch die eigene Versicherung Wo sollte man die fast 50.000 Politiker und ihre Kinder sonst unterbringen ?
D I E MÜSSTEN JA WAS ARBEITEN !!!!

Ich frage na nur ...

Wie, bitte sehr, kommen Sie auf über 40 Sozialversicherungsträger? Geben Sie mir bitte ein Quelle bekannt oder listen Sie sie bitte auf!

bitte sehr und viel spass - empfehle jede stadt anzurufen ;-) zb Graz, Innsbruck + ???

AUVA
BGKK
BKK
BVA
KGKK
NÖGKK
OÖGK
PVA
SGKK
STGKK
SVA
TGKK
VAEB
VGKK
WGKK
SVB
+ÖBB
+UVA
+Bauern
+Bergbau

+KFA in jeder größeren Stadt
+ zB : www.LKUF.at (Lehrer)

++

er rechnet vermutlich alle Landesstellen und Aussenstellen als eigene SV-Träger.

hätte man diese unsinnigen sozialversicherungen auch auf eine zusammengelegt dann wäre es sicher ein toller wurf geworden.
wir die beitragszahler müssen wahrscheinlich eine volksbefragung fordern damit hier endlich etwas weitergeht u es tatsächlich zu sinnvollen einsparungen kommt.

Eine Zusammenlegung der SV-Träger ist nie sinnvoll, und bringt massive Nachteile für die lohnabhängige Bevölkerung mit sich.

wie bereits josef malik angemerkt hat bringt ihr kommentar nichts wenn sie diesen nicht begründen - ausgenommen sie sitzen in den vielen kommissionen, vorständen etc. der unterschiedlichsten versicherungen.

RICHTIG tatsächlich wird nur bei den Ärzten und Patienten, aber nicht bei den Kassen gespart

achso,

wo wird den bei den ärzten und patienten gespart? außer natürlich, dass man die doppelgleisigkeiten abschaffen will!

die 19 bis 42 gleisigkeiten werden aber nicht eingespart

keine einzige kasse wird zusammengelegt

achso,

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