ORF nennt Filmer und Orchester "Geiseln"

11. Dezember 2012, 18:09
  • Radio-Betriebsversammlung mit Protestschal gegen Jobbesetzung: Betriebsräte Gerhard Moser, Elisabeth Zimmermann (v.li).
    foto: standard/hendrich

    Radio-Betriebsversammlung mit Protestschal gegen Jobbesetzung: Betriebsräte Gerhard Moser, Elisabeth Zimmermann (v.li).

Für Gebühren, aber "ironisch" - "Hast du Nerven" läuft aus - Betriebsversammlung: Wrabetz sieht "Nachbesserungen" für Freie

Wien - Ein Demonstrant, 36 Publikumsräte vieler Couleurs und Interessen und ein ORF-Chef sorgen stets für ein buntes Allerlei um den Rundfunk. Eine Auswahl von Dienstag:

  • Gebühren-Geiseln Mit bemerkenswerter Offenheit benennt Alexander Wrabetz seine Drohungen, was er alles kürzt, wenn die Regierung dem ORF Gebührenbefreiungen nicht mehr abgilt: Er spricht von einer "Geiselliste", als er Behindertenverbände beruhigt, Audiokommentare und Untertitel stünden nicht darauf, sie würden nur nicht weiter ausgebaut. Geiseln wären somit österreichische Produktionen, Orchester, Info und Kultur auf ORF 3, Kindersendungen. VP-Klubchef Karlheinz Kopf sieht eine "beispiellose Entgleisung". Wrabetz spricht später von "ironischer Verknappung".
  • Nerven weggeschmissen Nach Kritik von bürgerlichen Räten räumt General Wrabetz ein: Hast du Nerven? mit Mirjam Weichselbraun ging "zu weit", indem es Fans "an der Nase herumführt und nicht Promis". Diese Neuentwicklung von TV-Direktorin Kathrin Zechner sei auch "beim Publikum kein Erfolg" und werde "nicht fortgesetzt".
  • Blaue Jugend "Grenzen" betont Wrabetz auch für den "unkorrekten Blick" von Dirk Stermann und Christoph Grissemann in Willkommen Österreich. Anlass: Sie zeigten Jugendliche "vollkommen zu" (Publikumsrat Willi Mernyi) als "untere 10.000".
  • Unabhängig von Ungarn Wrabetz verteidigt die jüngste Doku über Ungarns Regime von Paul Lendvai gegen Protest eines Demonstranten im Saal (Transparent: "Linke Meinungsterror - Stopp ORF") und Beschwerden eines ungarischen Staatssekretärs bei ihm und von Sympathisanten bei der Medienbehörde: "Wir betreiben hier einen unabhängigen Rundfunk."
  • Radio-Rebellion Das sehen die Radioredakteure nicht ganz so bei Direktor Karl Amons Wunschbesetzung für die Ressortleitung Innenpolitik. Der schlug Edgar Weinzettl von Radio Wien vor. Wrabetz will den Job "in den nächsten Tagen entscheiden".
    Bei der Betriebsversammlung stellte sich Amon neuerlich hinter Weinzettl, Wrabetz soll sich dazu ausweichend geäußert haben. Ohrenzeugen hatten den Eindruck, "der Zug scheint abgefahren" - und zwar Richtung Weinzettl als künftiger Innenpolitikchef des ORF-Radios.
  • Mitarbeiter in Not Dazu und zu besserer Entlohnung für freie Mitarbeiter befragte Dienstagnachmittag eine Radio-Betriebsversammlung Wrabetz und Amon. Im Publikumsrat versprach Wrabetz "Mittel dorthin, wo die Not am größten ist" und "deutliche Besserstellungen" etwa im Radiofeature. 
    Nach STANDARD-Infos soll er bei der Betriebsversammlung dann "Nachbesserungen" in Aussicht gestellt haben. Einerseits bei der zusätzlichen Summe für freie Mitarbeiter. Andererseits, so verstanden es Ohrenzeugen, könnte er auch geplante Honorarkürzungen verringern. (fid, DER STANDARD, 12.12.2012, online ergänzt)
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16 Postings
Also ich mag den ORF...

...ich höre gerne Ö1 und FM4, schaue gerne die ZiB-Sendungen und bin ein orf.at-Kunde. Sicher, es gibt auch viel Gatsch im ORF. Aber wenn man ihn zusperrt, was ja viele hier wollen, dann geht's nur mehr um Kommerz. Und der wird im übrigen auch nicht untertitelt, unterliegt keiner gesetzlichen Kontrolle und kommt überwiegend aus Deutschland.

Danke!

genau das was der orf produzieren soll, will er streichen?

hä?

ORF nennt über 200 "Künstler für Frieden" 30ig Jahre Jubiläumsjahr 2012, wie von Gegenkandidaten Wrabetz vorgeschlagen, (Kulturauftrag/Objektivitätsgebot) seit Juli 2011 nicht, weil die originale staatlich vernichtet worden sind.

APA/ORF vertuschen seit 29.7.2011, dass Alexander Wrabetz im Jahr 2006 sein Amt erschlichen hat. (wie Stiftungsrat & Medienkontrollbehörde) Die Bewerbungsfrist endete am 29.7.2006 aber Wrabetz Bewerbung wurde erst am 10.8.2006 verfasst, ging somit erst 12 Tage nach der gesetzlichen Bewerbungsfrist von 4 Wochen ein. Die neuen APA Vorsitzenden/Vorstände sind Nutzniesser diese "Wahlbetruges", weswegen die APA seit 29.7.2011 nicht berichtet, sondern Gegenkandidaten der dies aufdecken wollte, denunziert hat, und bis heute nicht die Öffentlichkeit aufklärt, neben ORF.
Beweis:
http://www.youtube.com/watch?v=Z1DJCUZDIvY
http://images.derstandard.at/20060810/... rabetz.pdf
http://www.bundeskanzleramt.at/DocView.a... obId=49083 Bescheid des BKS

Vielen Dank für die Information(en)

Aber bitte die letzten 2 Links fixen

und noch mehr gründe den jetzigen orf zu boykottieren!

Er kündigt

öffentlich einen Gesetzbruch an, in dem er den öffentlich rechtlichen Auftrag nicht wahr nehmen will und darf in seiner Position bleiben. Wo bleiben die Kosequenzen?

Two and a Half Men

Faymann, Spindelegger, Wrabetz
oder auf gut wienerisch:
Die drei Stehachterln

Der Wrabetz und Konsorten sind inkompetente Menschen die nix ohne Parteibuch wären

Entschuldigen sie die Formulierung, ist nur eine ironische Verknappung.

Anlass: Sie zeigten Jugendliche "vollkommen zu" (Publikumsrat Willi Mernyi) als "untere 10.000".

Nach 3 Jahren wohl zum ersten mal gesehen?

word! absolut menschenverachtend und nicht nur "ein stilmittel des privatfernsehens."

HR. WRABETZ! bitte gehen sie freiwillig...

... und ruinieren sie und ihr führungsstab einen "früher sehr gut funktionierenden" betrieb nicht ganz!
noch hat der ORF gute chancen auf das ALTE und GUTE gleis zu kommen!!

war dies ihr plan?
neubau in st. max (den keiner finanzieren kann - schon gar keinen MIETkomplex).
abbau, austöchterungen der "unnötigen" abteilungen.
mitnahme von einigen hundert bürohanseln.
ankauf "fertiger" programme - hergestellt von privaten firmen - viel teurer als selbst gebaut und produziert (anhand von rechnungen belegbar!!!)

was ich nicht verstehe, der ORF ist früher OHNE gebührenrefundierung über die runden gekommen, sehr gut sogar!
seit 2008 geht das auf einmal nicht mehr? da fehlen zig millionen?
WO IST DAS GANZE GELD HIN?

Das Geld braucht man für Futter der weissen Elefanten...

Sieht so aus als wäre diese Versammlung unterhaltsamer und interessanter als das ORF Programm gewesen.

Vor Jahrenn hat sich hier jemand aufgepudelt, dass der Publikumsrat entrisch wäre - interessant, dass es heute nur einer war: Karl Guschlbauer. Bzeichnenderweise jemand aus der Kammerbürokratie, Bauern, Wirtschaft oder so - der war entrisch....

Wozu die Aufregung - Für Herrn Wrabetz & Frau Zechner ist der öffentlich rechtliche Auftrag eine Geisel - deshalb produzieren sie auch Privat-TV. Da die Politik aber fest mitmischen kann stört es auch diese nicht..

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