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Genf/London - Der Astrophysiker Stephen Hawking sowie ein Team von sieben Wissenschaftern, die an der Suche nach dem Higgs-Teilchen beteiligt sind, erhalten den höchstdotierten Wissenschaftspreis der Welt. Jeder von ihnen bekommt einen mit drei Millionen Dollar (2,31 Mio. Euro) dotierten Fundamental Physics Prize. Das gaben am Dienstag die Milner Foundation, die den Preis finanziert, sowie das Europäische Kernforschungszentrum CERN in Genf bekannt.
Hawking erhält die Auszeichnung für die Entdeckung der Strahlung von Schwarzen Löchern sowie für seine Beiträge zur Quantengravität und zu Quantenaspekten des frühen Universums. Wie der "Guardian" berichtete, will der Brite mit dem Preisgeld unter anderem seinem kranken Enkel helfen und vielleicht ein Ferienhaus kaufen. "Nicht, dass ich oft Urlaub mache, ich genieße nämlich meine Arbeit", schrieb Hawking in einer E-Mail an das Blatt.
Die sieben Teilchenforscher Peter Jenni, Fabiola Gianotti, Michel Della Negra, Tejinder Singh Virdee, Guido Tonelli, Joe Incandela und Lyn Evans hätten entscheidend zum Aufbau des Large Hadron Collider (LHC) beigetragen, des stärksten Teilchenbeschleunigers der Welt, wie das CERN erklärte. Sie seien wesentlich an den LHC-Experimenten CMS und Atlas beteiligt.
Ihre Anstrengungen hätten im Sommer zur Entdeckung eines neuen Elementarteilchens geführt, das Eigenschaften des Higgs-Boson aufweist. Es gilt als letzter unbekannter Baustein der Materie und soll Aufschluss darüber geben, warum diese überhaupt eine Masse hat. "Die Anerkennung ist eine große Ehre für den LHC", sagte der Cern-Direktor Rolf Heuer. Der Preis würdige die Arbeit von allen, die über Jahre hinweg zu diesem Projekt beigetragen haben.
Die Fundamental Physics Prize Foundation wurde im Juli 2012 vom russischen Physiker, Unternehmer und Milliardär Juri Milner gegründet. Der Preis ist seitdem der am höchsten dotierte im Bereich der Wissenschaften, wobei das Preisgeld mit drei Millionen Dollar dreimal höher als bei den Nobelpreisen ausfällt. Die Verleihung findet am 20. März 2013 in einer Zeremonie am CERN statt. (APA, 11.12.2012)
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Nicht dass ich es ihm nicht vergoennen wuerde und ist ja auch gut und wichtig, seinem kranken Enkel zu helfen. Aber ist es bei solcherlei Preisen eigentlich nicht ueblich, das Preisgeld der eigenen Forschungseinrichtung zukommen zu lassen?
(Das ist echt kein Vorwurf an Hawking! Nur aus Neugier, ob das so ist und wenn ja, wie man da etwaigem Druck von Forscherkolleg/innen standhaelt.)
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