Plattform für die "kleinen Fische" der Arbeitswelt

  • "Kleiner Fisch" will eine "Revolution der Arbeitnehmer".
    foto: kleiner fisch

    "Kleiner Fisch" will eine "Revolution der Arbeitnehmer".

Zwei Oberösterreicherinnen wollen mit sozialem Netzwerk "Kleiner Fisch" für besseren Austausch zwischen Arbeitnehmern sorgen

"Arbeitnehmer sollen ihren eigenen Wert erkennen." Das wünschen sich Regina Gregory und Yvonne Hacker. Die beiden Oberösterreicherinnen haben eine Vernetzungs- und Serviceplattform gegründet. Sie trägt den Namen "Kleiner Fisch" und soll einen Beitrag zu einer "Revolution der Arbeitnehmer" leisten, wie es heißt. "Es war uns ein Bedürfnis, Wege zu finden, mehr Gerechtigkeit und Fairness zu schaffen", meinen Gregory und Hacker zu derStandard.at: "Vor allem wollen wir Arbeitnehmer dazu ermutigen, ihren eigenen Wert zu erkennen und das Selbstbewusstsein jedes einzelnen zu stärken."

"Wie viel bin ich wert?"

"Kleiner Fisch" versteht sich als Portal "von Arbeitnehmer für Arbeitnehmer". Konzipiert zum Austausch und Zusammenschluss, so die Initiatorinnen. Im Unterschied zu Organisationen wie der Arbeiterkammer bietet "Kleiner Fische" keine rechtliche Hilfestellung für Arbeitnehmer, sondern will auf "ideologischer und individueller" Ebene agieren. Etwa mit Aufklärungsarbeit und der Beantwortung von Fragen wie "Wie viel darf ich verlangen?" oder "Wie viel bin ich wert?" Auf jeden Fall mehr, als von der Arbeitsleistung derzeit in Geld transformiert wird, sind Gregory und Hacker überzeugt, denn: "Wie ist es sonst möglich, dass 2008 knapp 50 Prozent der Armutsgefährdeten in Österreich zugleich erwerbstätig waren, zwei Drittel davon im Rahmen einer Vollzeitbeschäftigung?"

Arbeitgeberbewertung

Neben Tipps zu Bewerbungsgesprächen, Gehalt und Infos über Förderungen für Mindestverdiener ist auch eine Arbeitgeberbewertung geplant. In einem "rein positiven Sinne" sollen Mitarbeiter ihre Firma empfehlen können. Die Betreiberinnen des Portals sind im Marketing bzw. Handel tätig, "Kleiner Fisch" entspringt ihrer Privatinitiative. Die Genese: Die Idee entstand im Jänner, die Konzeption begann im Frühjahr, die Umsetzung erfolgte im Herbst.

Die Finanzierung soll längerfristig über Investoren oder Werbung gelingen. Zumindest um die "Kosten und den Arbeitsaufwand" zu decken, so die Betreiberinnen. (om, derStandard.at, 19.12.2012)

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