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Offenbar sind nicht alle Babyflaschen so harmlos, wie sie aussehen.
Anfang 2012 ergab eine EU-Studie, dass trotz europaweiten Verbots immer noch viele Babyflaschen die Chemikalie Bisphenol-A (BPA) enthalten. BPA kann nachweislich den Hormonhaushalt beeinflussen und die Funktion von Enzymen und Transportproteinen im Körper stören.
Wie sicher sind in Österreich erhältliche Babyfläschchen heute? Das wollte die Umweltorganisation Global 2000 wissen und machte die Probe aufs Exempel. Das Ergebnis fällt durchwachsen aus: Zwar seien alle getesteten Fläschchen mittlerweile BPA-frei. Allerdings konnte Global 2000 zwölf verschiedene Chemikalien beziehungsweise Stoffgruppen in den Produkten nachweisen, die in die Testmilch eingewandert sind.
Getestet wurden 13 Babyflaschen unterschiedlicher Hersteller, die in Drogeriemärkten und über das Internet gekauft wurden. Nur vier der Flaschen waren "sauber", schreiben die Tester.
"Alle der sieben untersuchten Fläschchen aus Polypropylen gaben Chemikalien in die Babymilch ab", heißt es von Global 2000. Das schlechteste Ergebnis lieferte das einzige Silikonfläschchen aus der Testreihe. Es enthält einen regelrechten Cocktail aus sieben Chemikalien, den das Produkt in die Testmilch abgab. Der Hersteller kündigte nach Veröffentlichung des Tests an, das Produkt nicht mehr nach Österreich und Deutschland auszuliefern und den Sachverhalt aufzuklären.
"Besorgniserregend ist der Nachweis von Benzophenon in zwei der untersuchten Fläschchen. Dieser Stoff wurde erst kürzlich von der Internationalen Agentur für Krebsforschung IARC als 'möglicherweise beim Menschen Krebs erzeugend' eingestuft", berichtet Global 2000.
Vier der 13 untersuchten Fläschchen gaben keine nachweisbaren Chemikalien in das Babymilch-Simulat ab. Darunter waren Fläschchen aus Polyethersulfon (PES), Polyamid (PA) und Tritan, das als einziges Material auch beim EU-Test sehr gut abgeschnitten hatte. (lima, derStandard.at, 11.12.2012)
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Die Überschrift ist falsch. Richtiger wäre:
"Keine krebserregenden Chemikalien in Babyflaschen"
Man hat es geschafft, in einigen Proben Stoffe nachzuweisen, die in bestimmten Konzentrationen krebserregend sein sollen. Bei der Quantifizierung wird es aber eng, da wird praktisch nichts mehr in nachweisbaren Mengen gefunden.
Und ich freue mich schon auf die roten Striche und bösen Kommentaren, von denjenigen, die bei jedweder medizinischer Studie schreien, dass es sich um Panikmache der Pharmamafia handelt und nicht erkennen können oder wollen, dass sich hier wieder einmal eine der tollen Ökolobbyorganisationen versucht auf Kosten der Unternehmen zu rechtfertigen. Oh Spenderlein kommet. Es ist Weihnachten.
Allein der Umstand, dass weder im Artikel noch in der Testberichtübersicht gesagt wird, wieviel der Stoffe gefunden wurde, sagt schon einiges.
Das erinnert an die Greenpeace-Studie über die pestizidbelasteten Beerenfrüchte. Überall Pestizide! Nur leider in so geringen Mengen, dass die kaum quantifizierbar waren.
Die Ökolobbyisten müssten den Analyselabors jeden Tag danken, dass es inzwischen so unfassbar genaue Verfahren gibt, dass man praktisch jeden Stoff überall finden kann um Schlagzeilen daraus zu generieren.
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