Meningitiswelle in den USA klingt ab

37 Menschen sind bislang durch ein mit Pilzen verunreinigtes Schmerzmittel gestorben

Die seit Monaten in den USA grassierende Meningitiswelle hat bisher 37 Menschenleben gefordert. Ursache ist nach bisherigen Erkenntnissen ein mit Pilzen verunreinigtes Medikament. 590 Personen in 19 Bundesstaaten seien erkrankt, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) in Atlanta mit. Bei den Patienten traten vor allem  Hirnhautentzündungen, aber zum Beispiel auch Schlaganfälle auf.

Insgesamt hat sich die Meningitiswelle jedoch deutlich verlangsamt und weniger Opfer gefordert als befürchtet. Mehr als 30.000 Menschen haben das verunreinigte Mittel erhalten, die Quote der Erkrankungen wurde Experten zufolge bei knapp fünf Prozent eingeschätzt. Daher waren fast 1.500 Fälle erwartet worden. Im Spätsommer hatten die Experten noch 200 Tote prognostiziert.

Die Krankheit wurde nach allen bisher vorliegenden Erkenntnissen von einem mit Pilzen verunreinigten Schmerzmittel ausgelöst. Deshalb häufen sich die Fälle in zwei Bundesstaaten, die Hauptabnehmer der Charge waren: In Tennessee starben allein 13, in Michigan zehn Menschen. Diese Form der Hirnhautentzündung ist laut Experten nicht ansteckend.

Zumeist wird die Meningitis erst nach Wochen erkannt, weil sie sich mit Fieber und Unwohlsein wie eine Erkältung oder Grippe zeigt. Später kommen Lähmungen dazu, die an einen Schlaganfall erinnern. Doch letztlich sind es Bakterien im Rückenmark, die bis zum Tod führen können. (APA/red, 11.12.2012)

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