Mensdorff-Pouilly bekennt sich nicht schuldig

Livebericht | 12. Dezember 2012, 13:35

Alfons Mensdorff-Pouilly muss sich wegen Geldwäsche, falscher Zeugenaussage und Vorlage eines gefälschten Beweismittels verantworten

Unter regem Medieninteresse ist am Mittwoch im Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen den Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly und den Mitangeklagten Kurt D. eröffnet worden. Um Punkt 9.30 Uhr betrat der 59-jährige Mensdorff-Pouilly den Großen Schwurgerichtssaal, wo er sogleich auf der Anklagebank Platz nahm und in betont lässiger Pose ein minutenlanges Blitzlichtgewitter über sich ergehen ließ.

Zunächst befragte Richter Stefan Apostol Mensdorff zu seinen Generalien. Als Beruf gab er "Landwirt und Konsulent" an. Sein aktuelles Jahreseinkommen bezifferte er mit 35.000 bis 40.000 Euro. Die Frage nach allfälligen Verbindlichkeiten beantwortete Mensdorff zunächst mit "100.000 Schilling", ehe er seinen Irrtum erkannte und sich auf Euro korrigierte. 

Staatsanwalt kritisiert BAE System

Staatsanwalt Michael Radasztics machte in seinem Eröffnungsplädoyer klar, dass es im gegenständlichen Verfahren primär um illegale Geschäftspraktiken des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems geht. Er zeigte sich überzeugt, dass mit den von BAE Systems in Richtung Mensdorff-Pouilly geflossenen Geldern "Bestechung stattgefunden hat". Er könne dies aber nicht mit der für ein Strafverfahren nötigen Sicherheit nachweisen: "Das gibt das Ermittlungsverfahren nicht her."

Dafür liege der Tatbestand der Geldwäsche zweifelsfrei vor. Die entsprechenden Zahlungsflüsse untermalte der Ankläger mit einer meterlangen Papierschlange, die er im Vorfeld im Schwurgerichtssaal aufhängen hatte lassen. Auf dieser waren die für die Anklagebehörde relevanten Überweisungen und Transaktionen penibel aufgezeichnet.

Zahlungsbestätigung "eine Fälschung"

Darüber hinaus habe Mensdorff-Pouilly im Ermittlungsverfahren ein gefälschtes Beweismittel vorgelegt, mit dem er nachweisen wollte, dass er auf Anweisung seines Mentors Timothy Landon ein Investment in Dubai getätigt hatte, setzte der Staatsanwalt fort. Diese Zahlungsbestätigung sei "eindeutig eine Fälschung".

Zusätzlich habe Mensdorff insgesamt drei Mal bei parlamentarischen Untersuchungsausschüssen die Unwahrheit gesagt, indem er am 21. Mai 2007 erklärte, BAE Systems keine Informationen über Beschaffungsvorgänge für das österreichische Bundesheer weitergeleitet zu haben. Am 21. März 2012 und am 26. Juni 2012 habe Mensdorff gelogen, indem er abstritt die Brodmann Business SA sei seine Firma bzw. stünde er mit der Gesellschaft in einer Geschäftsbeziehung.

Grundsätzlich bedauerte der Staatsanwalt die lange Verfahrensdauer. Während die britische Anti-Korruptionsbehörde Serious Fraud Office (SFO) in diesem Fall 19 Ermittler eingesetzt habe, könne seine Behörde in personeller Hinsicht damit nicht einmal annähernd mithalten. "Die spielen leider in einer völlig anderen Liga", so Radasztics.

Anwalt: "Notlösung"

Die Verteidigung von Alfons Mensdorff-Pouilly hat die Anklage gegen den Waffenlobbyisten beim Prozess-Auftakt als "Notlösung" bezeichnet. Weil der Staatsanwalt keine Bestechung habe nachweisen können, wie er selbst gestand, habe er Geldwäsche und die Bildung einer kriminellen Organisation angeklagt. Letzteres sei wie beim Tierschützer-Prozess. Die Bildung einer kriminellen Organisation - "das schaut ganz nett aus", sagte Anwalt Harald Schuster.

In Wahrheit habe die Staatsanwaltschaft gar nichts gegen Mensdorff in der Hand, meinte der Verteidiger. Auch den Vorwurf der falschen Zeugenaussage und Fälschung eines Beweismittels wies Schuster zurück: "Glauben Sie, wenn der Mensdorff was fälschen würde, wäre das nicht tipptopp?" Mensdorff, der am Beginn der Ausführungen seines Anwalts etwas unrund wirkte, lächelte an dieser Stelle versonnen. Er bekannte sich in allen Anklagepunkten nicht schuldig.

Schuster ging zudem ausführlich auf das Verfahren in Großbritannien ein, das gegen die Übernahme von Bußzahlungen durch den Rüstungskonzern BAE eingestellt wurde. Nach Meinung der Verteidigung hätte Mensdorff aufgrund des Doppelbestrafungsverbots innerhalb des Schengenraums gar nicht angeklagt werden dürfen. Die Staatsanwaltschaft argumentiert damit, dass das Verfahren in Großbritannien nur "vorläufig" eingestellt wurden sei und daher in Österreich fortgesetzt werden dürfe.

Bestechung, Geldwäsche, falsche Beweisaussage

Mensdorff-Pouilly wirft vorgeworfen, dass - so der zentrale Vorwurf der Anklage - vom britischen Rüstungskonzern BAE Systems 12,6 Millionen Euro zu Bestechungszwecken zugeflossen sein sollen. Mensdorff, der 1992 mit dem Unternehmen einen Berater-Vertrag abgeschlossen hatte, soll über den mitangeklagten Kurt D. die auf den Jungfern-Inseln geparkten Gelder verwendet haben, um damit Beschaffungsvorgänge in Zentral- und Osteuropa zugunsten von BAE Systems zu beeinflussen.

Bei seiner Vernehmung gab Mensdorff an, BAE nur mündlich beraten zu haben. Auf die Frage des Richters ob er Lobbyist sei, antwortete er, dass er nur als Berater tätig gewesen sei.Für seine Beratertätigkeit sei er mit monatlichen Zahlungen entlohnt worden, die sich aus Fixbeträgen und Spesen zusammensetzten. In sogenannte Third Party Payments - im Gerichtsakt ist immer wieder davon die Rede, der Staatsanwalt geht davon aus, dass mit dem im BAE-Konzern geläufigen Terminus Bestechungsgelder gemeint waren - sei er niemals involviert gewesen, versicherte der Angeklagte.

Die Vermutung, Third Party Payments wären mit Bestechungsgeldern gleichzusetzen, sei "eine Interpretation. Ich kann sie nicht nachvollziehen", so Mensdorff. Er sei bei Drittzahlungen nie von Korruption ausgegangen.

Strafrahmen: Bis zu fünf Jahre Haft

Richter Stefan Apostol hat vorerst zehn Verhandlungstage geplant, das Urteil soll am 17. Jänner fallen. Für Mensdorff geht es um bis zu fünf Jahre Haft. Der Prozess wird am 18. Dezember fortgesetzt.  (APA/red, derStandard.at, 12.12.2012)

Neuester Eintrag unten
12.12., 10:21
Richter Stefan Apostol leitet das Verfahren. Foto: APA/Fohringer
12.12., 10:19
Staatsanwalt Michael Radasztics. Foto: APA/Fohringer
12.12., 09:48
Alfons Mensdorff-Pouilly vor Prozess-Beginn. Foto: derStandard.at/Pumberger
12.12., 09:14
Warten auf Mensdorff-Pouilly.
12.12., 09:11
Der Prozess gegen Alfons Mensdorff Pouilly startet. Archivbild: AP/Zak
12.12., 12:49Marie-Theres Egyed/derStandard

Wir verabschieden uns hiermit aus dem Landesgericht

Vielen Dank fürs Mitlesen und Mitposten. Bis Dienstag!
12.12., 12:48Marie-Theres Egyed/derStandard

Schluss für heute

Dienstag 9.30 geht es weiter!
12.12., 12:48Sebastian Pumberger

Staatsanwaltschaft:

"Nur als Feststellung. Ich persönlich habe kein Interesse an dem Anwesen in Luising. Es ist mir zu groß."
12.12., 12:47Sebastian Pumberger

Wussten Sie, dass Valurex Landon gehört?

Natürlich.
12.12., 12:47Sebastian Pumberger

Vertrag

Ich war in London, und da hat man mich hingesetzt und mir gesagt, dass es ab dem nächste Vertrag nur über Valorex geht. Das wollte ich zunächst nicht, dann hat Tim gesagt, ich solle das machen. Für Österreich habe ich einen direkten Vertrag geschlossen.
12.12., 12:46Sebastian Pumberger

Frage vom Staatsanwaltschaft:

Wem gegenüber Valurex ist der Bericht erfolgt? - M: Beraten habe ich direkt BAE, gegenüber Valurex ist berichtet worden. Das BAE einer der Endadressaten war, das wusste ich.
12.12., 12:44Sebastian Pumberger

Sie haben immer von Bestechungen abgeraten?

M: Ja, wir haben Sie nicht gebraucht.
12.12., 12:44Sebastian Pumberger

Richter: Sie haben bei der Polizei angegeben, dass Sie den Engländern immer von Drittzahlungen abgeraten haben?

M: "Bestechungen sind zu gefährlich. Das brauchen Sie gar nicht machen. Das brauchen wir nicht. Politiker brauchen das auch nicht. Die wollen Erfolg haben, aber nicht Geld."
12.12., 12:42Sebastian Pumberger

Bestechungen

"Bestechungen sind als Thema immer wieder aufgekommen, weil die Angst war, dass die Konkurrenz welche angewendet hat."
12.12., 12:41Sebastian Pumberger

Drittzahlungen sind legale Nebenkosten?

M: Bei Drittzahlungen bin ich nie von Bestechung ausgegangen.
12.12., 12:41Sebastian Pumberger

Wurde über Drittzahlungen geredet?

M: Mit Tim sind immer wieder Drittzahlungen zur Sprache gekommen.
12.12., 12:39Sebastian Pumberger

Hat Tim Landon mit Valurex zu tun?

Landon hatte sicher mit Valurex, Brodman zu tun, aber auch vielen anderen. Der hat ein ganzes Konglomerat von Firmen gehabt.
12.12., 12:38Sebastian Pumberger

Wenn Mark Cliff nicht für BAE gearbeitet hat, für welche Firma hat er dann gearbeitet?

M: Für den Tim. Bei welcher Firma weiß ich nicht.
12.12., 12:38Sebastian Pumberger

Wer war Mark Cliff?

M: Cliff war einer der Mitarbeiter von Tim Landon.
12.12., 12:37Sebastian Pumberger

Wer war der Ansprechpartner bei BAE?

M: Allermeistens Julian Scoobs. Der war Vizepräsident für Osteuropa.
12.12., 12:36Sebastian Pumberger

Third Party Payments

"Es war immer die Überlegung, was macht die Konkurrenz. Es hat sich aber schon gezeigt, dass man es ohne Bestechung machen kann."
12.12., 12:34Sebastian Pumberger

Was sagen Sie dazu das Third Party Payments Bestechung sind?

M: Ich kann die Argumentation nicht nachvollziehen.
12.12., 12:33Sebastian Pumberger

Timothy Landon hat Sie da hineingebracht?

M: Ja.
12.12., 12:33Sebastian Pumberger

Zu welchem Zweck?

Ich nehme an für Timothy Landon.
12.12., 12:33Sebastian Pumberger

Was verstehen Sie unter Drittzahlungen?

Die Third Party Payments haben immer zusätzliche Kosten betroffen, und es gab Third Party Payments an die Valurex.
12.12., 12:32Sebastian Pumberger

Wie sind Sie für ihre Beratungsleistungen bezahlt worden?

M: Generell durch monatliche Fixbeträge mit Spesen. Diese Zahlungen sind alle auf MPA-Konten gegangen.
12.12., 12:30Sebastian Pumberger

Entscheidungsträger

"Ich habe natürlich mit Entscheidungsträgern gejagt. Ich habe auch BAE Jagden verkauft. Alles bis 2005, nicht in den letzten Jahren."
12.12., 12:30Sebastian Pumberger

Sind sie Lobbyist?

"Der Unterschied zwischen Lobbyist und meiner Funktion eines Beraters ist, dass ich Dinge herausfinde und Ratschläge gebe. Ich war nie bei Verkaufsverhandlungen eingeladen.
12.12., 12:28Sebastian Pumberger

Vermittler

"Ich habe schon im Jahr 1988 habe ich BAE gesagt, dass sie ein Problem mit ihren Vermittlern hat. Lassts die Vermittler und macht das direkt."
12.12., 12:27Sebastian Pumberger

Skifahren

"Wir haben einmal im Jahr ein Airchief-Meeting im Zillertal gemacht. Da haben wir alle Airchiefs der umliegenden Ländern zum Skifahren eingeladen."
12.12., 12:27Sebastian Pumberger

Haben Sie Geld ausgeben müssen, damit ihnen jemand eine Information gibt?

M: Nein, wir haben Geld ausgegeben für eine Schiffstour in Budapest. Da gab es ein gutes Buffet, 200 Leute. Da hat man schon einiges erfahren.
12.12., 12:26Sebastian Pumberger

Haben Sie ausgerechnet ob in Ungarn Leasing oder Kauf besser ist?

M: Nein, das haben Mitarbeiter gemacht.
12.12., 12:24Sebastian Pumberger

Kann es sein, dass sie Geld aufwenden müssen, um Informationen zu bekommen?

M: Ich habe sicher einiges investiert um Informationen zu bekommen.
12.12., 12:24Sebastian Pumberger

Wurden die Berichte abgezeichnet?

M: Manchmal, manchmal nicht.
12.12., 12:23Sebastian Pumberger

Haben SIe die schriftlichen Berichte selbst verfasst?

M: Nein, ich kann quatschen aber nicht schreiben. Ich habe meinen Mitarbeitern gesagt, was sie schreiben sollen.
12.12., 12:23Sebastian Pumberger

Für wieviele Firmen haben sie zeitgleich gearbeiten

M: In den besten Zeiten 5 bis 6.
12.12., 12:22Sebastian Pumberger

Ungarn

"In Ungarn ruft mich jemand von den Engländern an, und fragt wohin sie eine Firma bauen sollen. Nach einer Woche habe ich gewusst wohin das gebaut werden sollen und wo die dortigen Politiker auch haben wollen."
12.12., 12:20Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Die schriftlichen Leistungen entsprechen daher nicht den eigentlichen Leistungen?

M: Solange die Administratoren zufrieden waren, war mir das egal.
12.12., 12:19Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter:Wenn Sie die wesentlichen Infos mündlich erbringen, warum haben Sie dann schriftliche Blabla-Berichte vorgelegt?

M: Es ging um die Compliance Richtlinien. Die FIrmen brauchen Belege, dass es die Menschen die für sie arbeiten wirklich gibt.
12.12., 12:16Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Waren das Infos die man aus dem Internet bekommt?

M: Nein. Die schriftlichen Berichte waren für die Compliance Richtlinien notwendig. Die wichtigen Infos sind mündlich übertragen worden. Ich habe bis heute keinen Computer.
12.12., 12:15Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Mit wem haben Sie gesprochen?

M: Vom Taxifahrer bis zum Ministerbüro. Es gab in der Chefetage von BAE sicher gescheite Leute, aber manche haben den Unterschied zwischen Slowenien und der Slowakei nicht gekannt.
RIchter: Haben Sie ein Beispiel für ihre Beratungen? Mussten Sie den Unterschied zwischen Slowenien und der Slowakei erklären?
M: Nein, das war ein schlechtes Beispiel. Ich musste Informationen bekommen, wie die Budgets erstellt wurden. Da war ein großer Druck der Amerikaner da, das haben die POlitiker zwar nicht offiziell gesagt, aber das waren Infos die wir gebraucht haben.
12.12., 12:12Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Wenn BAE eigene Büros in Ö hat, warum brauchen sie dann externe Berater?

M: Das machen fast alle so. In den Büros wurde die Durchschnittsarbeit gemacht, ich wurde geschickt auch zu schauen, was die Mitarbeiter machen. Ich musste die Meinungen überprüfen, aber meine Meinungen wurden bestimmt auch überprüft.
12.12., 12:11Marie-Theres Egyed/derStandard

Was ist ihre Aufgabe als Berater?

M: Ich hab immer nur die Konzerne an den oberen Stellen beraten. Hauptsächlich mit direkten und telefonischen Kontakt. Richter: Wie ist die Beratung erfolgt?
M: Durch stundenlange Gespräche, in Österreich aber auch in GB. Und telefonisch.
12.12., 12:10Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: War die MPA Wien immer Vertragspartner

M: Ja, mir war wichtig, dass alles über Österreich über die MPA läuft, dann wollte BAE dass es über Valurex geht.
12.12., 12:08Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Sind Sie immer noch Berater von BAE?

M: Nein, nicht mehr seit 28.4.2007.
12.12., 12:07Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Was haben die Verbindungen gebracht?

M: Ich hab Informationen bekommen, die jemand anderer nicht bekommen hätte.
12.12., 12:07Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Warum haben Sie dann einen Vertrag für Kroatien bekommen?

M: Für Österreich war es für die nächsten 20 Jahre gelaufen. Sie waren sehr interessiert an den ehemaligen kommunistischen Ländern.
Richter: Was war ihre Leistung?
M: Der gesamte Aufbau des osteuropäischen Netzwerkes.
Richter: Was war ihre Qualifikation?
M: Wenn man ein bisschen ein politisches Gespür hat, Kontakte und viele Verwandte und nicht ganz deppert ist, dann bringt das mehr als akademische Abschlüsse
12.12., 12:04Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Können Sie mir Landon beschreiben?

M: Das war eine andere Liga. Wie er zuerst gekommen ist, waren noch omanische Bodyguards dabei. Dann hat er mich ein paar Mal nach England zur Jagd eingeladen. BAE wollte eben von Landon, was in Österreich abgelaufen ist und warum die Draken genommen wurden. Da hat er sich an mich gewandt. Sie waren überrascht, dass sie damals die Ausschreibung nicht gewonnen haben.
12.12., 12:01Sebastian Pumberger

Richter: Bezeichnen Sie sich selbst als Graf?

M: Nein. Meine Eltern haben noch ein Jahr in der Monarchie gelebt. Ich mache mir daraus nichts.
12.12., 12:00Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Wirft die Jagd Gewinn ab?

M: ich bin froh, wenn eine schwarze Null herauskommt. Es ist in Schottland schwieriger als ich dachte
12.12., 12:00Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Wieviel hat das Schloss gekostet?

M: Vielleicht 2 Millionen Pfund mit Investionen.
Richter: Wie ist das abgelaufen?
M: Es ist mir angeboten worden und ich wollte es haben, habe aber das Geld nicht gehabt. Ich hab daher TIm Landon gefragt, er hat es dann gekauft und die Firma Dalnaglar Unlimited hat es dann abgepachtet. Und gekauft?
Richter: Woher ist dafür das Geld gekommen?
M: Von der MPA Budapest? Richter: Da werden auch Jagden verkauft? M: Ja
12.12., 11:57Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Sind Sie auch der Eigentümer der Brodman?

M: Nein.
12.12., 11:55Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Haben Sie ein Schloss in Schottland?

M: Ja, das Schloss gehört der Firma Dalnaglar Unlimited, die der MPA Budapest gehört, die gehört der MPA Wien und die gehört mir.
12.12., 11:55Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Sie haben eine Jagdwirtschaft, wie funktioniert das?

Mensdorff: Wir haben Jagden in Österreich und in Ungarn, wir verkaufen die Abschüsse. Richter: Laden Sie ein? M: Nein, dann würde ich nichts daran verdienen. Richter: Wie viel wirft das ab? M: in den letzten Jahren jeweils 150-200.000 Euro. Richter: Mit welchem Geld konnten sie den Kredit zurückzahlen? M: Mit den Jagden und dem was ich noch dazu gemacht habe.
12.12., 11:52Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Können Sie mir etwas zu ihrem Schloss sagen?

M: Es ist kein Schloss, das ist ein altes Gebäude. Ich hab das Haus bis 2002 gebaut, gemeinsam mit Menschen aus dem Dorf. Das ist am Land so, dass man ein Haus gemeinsam baut.
Richter: Haben Sie das Grundstück gekauft?
M: Nein, ich habe es von meiner Mutter geerbt. Richter: Haben Sie dazugekauft?
M: Ja, das kann sein. Ich hab das Haus mit Geld der Bank gebaut, habe aber alles zurückgezahlt.
Richter: Wieviel ist es wert?
M: Das Klumpert ist nach Kubikmetern einen Haufen wert, aber wer soll sich das kaufen. Vielleicht kostet es eine Million.
12.12., 11:49Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: 1985 ist der Kontakt zu Landon gekommen, ab wann hatten Sie Einnahmen von BAE

M: Die Spesen wurden von Anfang an gezahlt.
12.12., 11:48Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: 1985 haben Sie die MPA gegründet?

M: Ich weiß nicht, ob das 1985 oder 1988 war. Mich hat ein Vertriebspartner angesprochen, dass er keine Schnecken bekommt. Dann war ich Ungarn und ein Geschäftspartner hat gesagt, dass sie so viele Schnecken haben und nicht wissen was sie damit tun sollen. Dann hab ich ein bisschen was draufgehaut und die Schnecken verkauft.
12.12., 11:46Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Ist es richtig,dass sie Straußenzüchter waren?

M: Nein, ich war an einer Straußenzucht mit meinem Nachbarn beteiligt. Da das nicht sehr gut gegangen ist, haben wir auf Anraten der Anwälte die Firma in Konkurs gehen lassen.
12.12., 11:44Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Ist Landwirt immer noch ihr Hauptberuf?

M: Es gab Zeiten, da ist es in den Hintergrund geraten, jetzt ist es wieder ganz angenehm als Bauer zu arbeiten.
12.12., 11:43Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Haben Sie eine wirtschafltiche Ausbildung

M: Nix, meine wirtschafltiche Ausbildung war der alte Herr Draxler, bei dem ich als Sekretär angefangen habe. Richter: 1985 haben Sie zum Konkurrenten gewechselt? M: Ja, weil ich mich mit dem Herrn Draxler besser verstanden habe als sein Sohn und die Konkurrenzsituation nicht wollte.
12.12., 11:41Marie-Theres Egyed/derStandard

Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges war die BAE wahnsinnig an den ehemaligen Ostblock-Staaten interessiert

und hat mir 1992 einen Beratungsvertrag angeboten und ich habe begonnen als Sublieferant für Tim Landon für BAE zu arbeiten. Es waren aber auch andere große Konzerne, für die ich gearbeitet hab.
12.12., 11:40Marie-Theres Egyed/derStandard

M: 1988 hab ich die MPA Wien gegründet, und begonnen

Handelsgeschäfte zu machen, von Verkauf von Froschschenkeln, über Schnecken,... Durch Timothy Landon hab ich eine andere Welt kennengelernt. 1985 hat er mich einmal angerufen, weil er BAE-Kontakte nach Österreich gesucht hat. Landon wollte, dass ich nach London komme. Es ging um den Deal der Draken Lightning. Ich habe mich erkundigt und begonnen zu recherchieren, was alles zusätzlich passiert ist. Weil das alles stimmte, hat Landon ihn gebeten für ihn in Österreich zu arbeiten.
12.12., 11:36Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter will mehr über den Werdegang von Mensdorff wissen

M: Ich hab 1980 den elterlichen Betrieb im Burgenland übernommen, der stark verschuldet war. Dort hab ich angefangen, mit Land- und Forstwirtschaft werden wir die Schulden die mein Vater hinterlassen hat, nicht packen, deswegen habe ich die Jagdwirtschaft erfunden. Ich habe mit Untersützung einer Bank das Haus" das sich der Staatsanwalt so wünscht" aufgebaut. Ich hab dann den Betrieb wieder entschuldet, parallel dazu habe ich bei der Firma Draxler gearbeitet.
12.12., 11:33Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter: Was sagen sie zu den Vorwürfen der StA?

M: Ich gehe davon aus, dass ich das alles widerlegen kann. Richter: Sie wurden mehrfach scchon befragt, haben Sie sich dabei widersprochen? M: Nein, ich gehe nicht davon aus.
12.12., 11:32Marie-Theres Egyed/derStandard

Mensdorff darf gleich in der Mitte wieder Platz nehmen

Die Einvernahme wird fortgesetzt
12.12., 11:31Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter und Staatsanwalt sind zurück

es geht weiter.
12.12., 11:18Marie-Theres Egyed/derStandard

Zehn Minuten Pause

12.12., 11:17Marie-Theres Egyed/derStandard

D. wird gefragt, ob er sich als Beitragstäter verantwortet

Nicht schuldig
12.12., 11:17Marie-Theres Egyed/derStandard

Apostol fragt nach der Verantwortung

Mensdorff: Nicht schuldig in allen drei Vergehen
12.12., 11:16Marie-Theres Egyed/derStandard

Mensdorff wird in die Mitte gebeten

12.12., 11:16Marie-Theres Egyed/derStandard

Richter Apostol: Schuster hat die Zulässigkeit des Verfahrens in Frage gestellt

SFO hat gesagt, dass sie selber oder auch jede andere britische Behörde das Verfahren fortführen könnte.
12.12., 11:13Marie-Theres Egyed/derStandard

Dunst: Selbst wenn alles das im Strafantrag wahr ist,

wäre ein Freispruch angebracht.
12.12., 11:13Marie-Theres Egyed/derStandard

Verteidiger von Kurt D. ist am Wort

Dunst möchte sich kurz halten. Kurt D. wird vorgeworfen, dass er zur beigetragen hat, obwohl er wusste woher das Geld kommt. D. ist ein angesehener Berater in Finanzierungsfragen, er ist ein Jugenfreund von Mensdorff. D. wird sich nicht schuldig bekennen.
12.12., 11:11Sebastian Pumberger

Rechtsanwalt König

der Zweitverteidiger von Mensdorff sagt auch noch etwas zu sagen. Er kritisiert die Aussagen von Mark Cliff, auf den sich die Staatsanwaltschaft stützt. Cliff habe eine Vereinbarung mit dem SFO, und habe deshalb ausgesagt, stellt König in den Raum.
12.12., 11:08Sebastian Pumberger

Schuster ist zu Ende

"Ich danke für die Aufmerksamkeit, ich hofe ich war nicht zu lang."
12.12., 11:07Sebastian Pumberger

Kritik am Richter

"Ich möchte einen RIchter haben, der auch die Zeit hat die Akten durchzusehen."
12.12., 11:06Sebastian Pumberger

Fälschung

Zur Akten-Fälschung: "Glauben Sie, wenn der Mensdorff was fälschen würde, wäre das nicht tipptopp?"
12.12., 11:04Sebastian Pumberger

Waschmaschine

Schuster:"Geldwäsche ist nicht so einfach. Die Leute glauben da wirft man Geld in eine Waschmaschine und die Sache ist erledigt. So einfach ist das nicht."
12.12., 11:02Sebastian Pumberger

Geldwäsche

Geldwäsche ist ein Straftatbestand, der immer wieder verschärft worden ist, führt Schuster. "Ich brauche für die Geldwäsche eine Vortat", sagt Schuster. Vor 2002 galten andere rechtliche Bestimmungen, daher kann laut Schuster die Zeit davor nicht berücksichtigt werden.
12.12., 10:58Sebastian Pumberger

Rechtsgutachten

Schuster hat ein Rechtsgutachten in London einholen lassen, das besagt, das die Verfolgung nach der Einstellung nicht möglich ist. Der Staatsanwalt hat sich in seinem Plädoyer gegegen die Verlesung ausgesprochen.
12.12., 10:55Sebastian Pumberger

Haftentschädigung

Schuster führt weiter aus über den Vergleich und die Prozesse am Oberlandesgericht. Die Haftentschädigung, die Mensdorff-Pouilly zugesprochen wurde, sieht Schuster als "Indiz dafür, dass sie die Sache erledigt haben wollten".
12.12., 10:49Sebastian Pumberger

Doppelte Strafverfolgung, II

Schuster führt sehr lange über die doppelte Strafverfolgung aus. Zu den inhaltlichen Vorwürfen, gab es bislang wenig.
12.12., 10:47Sebastian Pumberger

Schuster

EIns muss man sagen, nach allgemeinen rechtstaatlichen Grundsätze, kann es nicht sein, ob ein Staat der EU entscheidet ob EU-Recht zur Anwendung kommt oder nicht.
12.12., 10:44Sebastian Pumberger

Doppelte Strafverfolgung

Schuster weißt auf das Problem der doppelte Strafverfolgung. Mensdorff hatte mehrmals gerichtlich versucht die Strafverfolgung in Österreich zu verhindern, weil in Großbritannien und den USA durch einen Vergleich das Verfahren eingestellt wurde.
12.12., 10:42Sebastian Pumberger

SFO

Schuster verweist auf die Presseaussendung, in der der Leiter des SFO angibt, dass die Ermittlungen gegen BAE noch nicht anklagereif waren.
12.12., 10:40Sebastian Pumberger

NGO

Das besondere am englische Verfahren, war, dass zwei englische NGOs das SFO geklagt haben, weil sie wissen wollten warum das VErfahren gegen BAE eingestellt wurde. Das SFO musst sich dann rechtfertigen, warum eingestellt wurde. Schuster zitiert in der Folge eine Presseaussendung.
12.12., 10:36Sebastian Pumberger

Vergleich

Schuster betont, dass Mensdorff nicht in den Vergleich eingebunden gewesen sei. "Wir wussten bis zum Schluss nicht was passiert. Weil es immer heißt, Mensdorff hat sich freigekauft: Absoluter Blödsinn!"
12.12., 10:35Marie-Theres Egyed/derStandard

Schuster: Dann kam es zum Vergleich

Gleichzeitig musste sich die SFO verpflichten weder gegen BAE oder Mitarbeiten den Vorwurf der Bestechung erheben, es war wie eine Generalamnestie.
12.12., 10:33Marie-Theres Egyed/derStandard

Schuster: Untersuchungshaft

Zuerst in Österreich, ein Jahr später kommt es zur Inhaftierung in London. Die österreichischen Behörden hätten ihn niemals ausliefern lassen dürfen, sie haben ihn in eine Falle gelockt als er zur Einvernahme nach London geladen wurde.
12.12., 10:30Marie-Theres Egyed/derStandard

Schuster: es beginnt schon beim Tatbestand Bestechung

In England ist schon die Verabredung zur Bestechung strafbar. In England gibt es auch einen höheren Strafrahmen.
12.12., 10:29Marie-Theres Egyed/derStandard

Schuster: Man hat eine gemeinsame Ermittlungsgruppe gegründet

Unter dem Primat der Engländer. Die Engländer haben bestimmt was passiert, es kam zu mehreren Beschuldigteneinvernahmen.
12.12., 10:28Marie-Theres Egyed/derStandard

Kleiner Einschub: Mensdorff teilt an Kurt D. Tic-tac aus.

12.12., 10:27Marie-Theres Egyed/derStandard

Schuster: Begonnen hat es damit, dass die Amerikaner dahinter waren

Sie haben sich geärgert, dass sie in Europa nichts verkauft haben. Deswegen haben sie ein Verfahren gegen BAE eingeleitet, daher musste dann auch das britische SFO ermittlen. Gegen Mensdorff wurde erst 2007 ein Rechtshilfeansuchen gestellt.
12.12., 10:25Marie-Theres Egyed/derStandard

Er will schildern, wie sich das aus seiner Sicht zugetragen hat

12.12., 10:24Marie-Theres Egyed/derStandard

Mensdorffs Verteidiger Schuster ist jetzt am Wort

12.12., 10:24Marie-Theres Egyed/derStandard

StA. Plädoyer zu Ende

12.12., 10:23Marie-Theres Egyed/derStandard

StA: Ist es zur Bestechung gekommen?

StA: Ja, sicher. Ich kann aber nur Dinge anklagen, wo ich weiß, dass es zu einer Verurteilung kommen kann. Nicht, wenn ich nicht ermitteln kann, wann, wer, wo bestochen wurde. Es gibt keine Dokumentation oder Schriftstücke bzw. auch keinen Kronzeugen. Das führt dazu, dass ich Bestechung nicht anklagen konnte.
12.12., 10:21Marie-Theres Egyed/derStandard

StA. Das britische SFO hat 19 Ermittler, die spielen in einer anderen Liga

(Anm: Das SFO ist die britische Anti-Korruptionsbehörde), der Staatsanwalt erklärt, dass die Rechtsmittelansuchen vor allem aus Liechtenstein sehr lange brauchen.
12.12., 10:19Marie-Theres Egyed/derStandard

StA: Was bedeutet die Einstellung vom britischen SFO für uns?

Es gilt das Doppelbestrafungsverbot, die StA hat ein Gutachten eingeholt, das britische SFO habe das Verfahren nur vorläufig eingestellt, deswegen könne das Verfahren wegen Geldwäsche in Österreich geführt werden. Der Verteidiger von Mensdorff sieht das natürlich anders und hat ein Privatgutachten eingeholt.
12.12., 10:13Marie-Theres Egyed/derStandard

StA: Falsche Beweisaussage und Vorlage eines falschen Beweismittels

Bei dem gefälschten Beweismittel handelt es sich um eine falsche Zahlungsbestätigung von Hansa-Projekt. Bei der falschen Zeugenaussage hat Mensdorff ausgesagt, dass er keinen Kontakt zu BAE über den Beschaffungsvorgang hatte, das wurde von BAE-Mitarbeitern widerlegt. Im Korruptionsuntersuchungssausschuss hat er ausgesagt, dass die Firma Brodman keine Firma von ihm ist. Das hat er noch ein zweites Mal vor dem U-Ausschuss wiederholt.
12.12., 10:09Marie-Theres Egyed/derStandard

StA: Wir sind mittendrin im Vorwurf der Geldwäscherei

Es kann keinen Zweifel geben, dass die Angeklagten wussten woher das Geld stamme und was sie damit tun.
12.12., 10:07Marie-Theres Egyed/derStandard

StA:Kurt D. schließt sich der Darstellung von Mensdorff an

dass das Geld von Landon stamme.
12.12., 10:06Marie-Theres Egyed/derStandard

StA: Mensdorff hat ausgesagt, dass Brodman nicht seine Firma war

sondern er sie nur treuhändig für Landon gehalten habe. Er hat drei Projekte genannt, wo die Firma eingesetzt wurde, u.a. in Dubai. Zusätzlich hat Mensdorff noch einen russischen Abgeordneten genannt, der aber für die StA nicht auffindbar war.
12.12., 10:04Marie-Theres Egyed/derStandard

StA: Geldkoffer

Kurt D. hat für Mensdorff Geld abgehoben und es ihm im Geldkoffer gegeben.
12.12., 10:03Marie-Theres Egyed/derStandard

StA: Firma Brodman

wurde auch auf den British Virgin Islands. Sie ist auf den Zweitangeklagten Kurt D. eingetragen, Mark Cliff hat aber ausgesagt, dass es die Firma von Mensdorff ist. Brodman hat auch Zahlungen von Dritten wie der OMV oder der Erste Bank bekommen, 12,6 Mio Euro sind aber von BAE überwiesen worden.
12.12., 10:00Marie-Theres Egyed/derStandard

StA: Die Beraterverträge haben unbestimmte Leistungsziel

Die Berichte der Firma Valurex sind wahllose Zusammenstellungen von Berichten, die man auch über Google findet. Solche Leistungen waren angeblich der Firma BAE 12,3 Mio Pfund wert.
12.12., 09:58Marie-Theres Egyed/derStandard

StA: NAch dem Wegbrechen von Red Diamond

mussten neue Wege erschlossen werden. Die Firmen Foxburry und Prefinor wurden von Cliff für Landon gegründet, dann kam noch Valurex hinzu, die Firma hat bereits bestanden.
Als Geschäftsführer waren Mensdorff und Landon eingetragen. Es wurden Berateverträger mit den Firmen vor allem mit Valurex geschlossen.
12.12., 09:56Marie-Theres Egyed/derStandard

StA: Timothy Landon

Er wurde von den Medien als weißer Scheich bezeichnet. Er war an einem Umsturz im Oman beteiligt. Er ist bereits verstorben. Mark Cliff, war Finanzberater von Landon und auch sein Vertrauter. Er hat mit den englischen Behörden zusammgearbeitet. Und Mensdorff, der über Landon zu BAE gekommen ist.
12.12., 09:54Marie-Theres Egyed/derStandard

StA. Korruption wurde bekannt,

daher hat man sich bei BAE entschlossen andere Wege zu gehen.
12.12., 09:52Marie-Theres Egyed/derStandard

StA: Red Diamond

Red Diamond ist eine Briefkastenfirma auf den British Virgin Islands, die Firma wurde von BAE gegründet. Die Beraterverträge sollten mit Red Diamond abgeschlossen werden, damit nicht ersichtlich ist, wer mit wem die Beraterverträge abschließt.
12.12., 09:51Marie-Theres Egyed/derStandard

StA: Beraterverträge ermöglichen intransparente Zahlungen

Die Leistungen sind nur sehr vage umschrieben, Beraterleistungen sind nicht schriftlich dokumentiert. Auch die Bezahlung ist nicht transparent. Das Beratersystem hat BAE ausgenützt um Zahlungen zu verschleiern.
12.12., 09:48Marie-Theres Egyed/derStandard

STA: BAE war gezwungen interne Compliance Regelungen zu erlassen

um Korruption zu verhindern. Nichts destotrotz bestand das Interesse Gelder zur Verfügung zu stellen. Wie bringt man Geld aus dem Unternehmen, ohne dass es gemerkt wird. BAE hat sich des guten alten Beratervertrages bedient.
12.12., 09:46Marie-Theres Egyed/derStandard

Staatsanwalt ist am Wort

Das ist die Geschichte eines Unternehmens, von BAE. Das ist einer größten Rüstungskonzerne, mit vielen Beteiligungen. Generell ist die Rüstungsindustrie mit dem Generalverdacht der Korruption konfrontiert. Warum ist das so? Das ist ein enger Markt, nahezu jeder größerer Rüstungsdeal ist mit Korruptionsvorwürfen verbunden.
12.12., 09:43Marie-Theres Egyed/derStandard

Der Richter erklärt den Angeklagten

dass ein Geständnis strafmindernd ist und klärt über den Strafrahmen von bis zu 5 Jahren auf.
12.12., 09:41Marie-Theres Egyed/derStandard

Was ist ihr Beruf?

D: Ich bin tätig als Berater im Finanzbereich.
12.12., 09:41Marie-Theres Egyed/derStandard

Kurt D. wird in die Mitte gebeten

12.12., 09:40Marie-Theres Egyed/derStandard

Haben Sie Vorstrafen?

Keine Vorstrafen
12.12., 09:40Marie-Theres Egyed/derStandard

Haben Sie Firmen?

Ja, MPA Wien, Budapest und Prag. Der MPA Budapest gehört noch eine Firma in Schottland.
12.12., 09:39Marie-Theres Egyed/derStandard

Mensdorff gibt als Beruf Landwirt an

Haben Sie noch eine Tätigkeit, fragt der Richter, Ja, Konsulent. Richter: Darauf kommen wir später noch zurück.
12.12., 09:38Marie-Theres Egyed/derStandard

Der Richter fragt ihn nach seiner Staatsbürgerschaft

Mensdorff hat eine österreich-ungarische Doppelstaatsbürgerschaft
12.12., 09:37Marie-Theres Egyed/derStandard

Mensdorfff wird in die Mitte gebeten

Die Vernehmung beginnt.
12.12., 09:36Marie-Theres Egyed/derStandard

Der zweite Angeklagte Kurt D. ist auch eingetroffen

12.12., 09:36Marie-Theres Egyed/derStandard

Jetzt sehe ich erst den Richter

er bittet die restlichen Kamerateams aus dem Saal
12.12., 09:34Marie-Theres Egyed/derStandard

Fotografieren muss eingestellt werden

es dürfte gleich losgehen,
12.12., 09:32Marie-Theres Egyed/derStandard

Die Angeklagten werden aufgerufen

Mensdorff ist eingetroffen.
12.12., 09:27Marie-Theres Egyed/derStandard

Guten Morgen aus dem Schwurgerichtssaal

Der Prozess wird in wenigen Minuten starten, das Medieninteresse ist sehr groß.
11.12., 19:04Marie-Theres Egyed/derStandard.at

Die Gerichtsverhandlung startet um 9.30 Uhr aus dem Wiener Landesgericht

Alfons Mensdorff-Pouilly ist wegen Geldwäsche, falscher Zeugenaussage im Untersuchungsaussschuss und Vorlage eines falschen Beweismittels angeklagt.
Mein Kollege Sebastian Pumberger und ich berichten live aus dem Großen Schwurgerichtssaal im Wiener Straflandesgericht.