Preis der Stadt Innsbruck an drei Forscherinnen der Medizinischen Universität

11. Dezember 2012, 15:35
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Innsbruck - Vor wenigen Tagen wurden drei Forscherinnen der Medizinischen Universität Innsbruck mit dem Preis der Stadt Innsbruck ausgezeichnet. Alle drei Jahre wird der "Preis für wissenschaftliche Forschung an der Universität Innsbruck" an ForscherInnen im Bereich der Medizin vergeben, heuer insgesamt 17.500 Euro. Auf Vorschlag eines Gremiums der Medizinischen Universität geht der Preis an die drei Forscherinnen Valentina Di Biase von der Sektion für Physiologie, Verena Labi von der Sektion für Entwicklungsimmunologie und Doris Wilflingseder von der Sektion für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie.

Valentina Di Biase, 1975 im italienischen Chieti geboren, hat ihren Forschungsschwerpunkt auf der Rolle von L-Typ-Kalziumkanälen in Neuronen, die für Lern- und Gedächtnisprozesse relevant sind. Bei ihren Untersuchungen zeichnet sich ab, "dass eine Funktionsstörung der Kalziumkanäle ein entscheidender Faktor bei der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen ist".

Verena Labi, 1978 in Knittelfeld (Steiermark) geboren, befindet sich auf Auslandsaufenthalt an der Harvard Medical School und am MDC Berlin, um weitere Erkenntnisse zur Rolle des Zelltodes in verschiedenen Zellsystemen und Erkrankungen zu gewinnen. Im Rahmen ihrer Forschungen zeigte sich die "herausragende Rolle" des Zelltod-auslösenden Proteins PUMA: "Die alleinige Hemmung von PUMA in Blutstammzellen führte zu einem deutlichen Schutz vor der akuten Zerstörung dieser Zellen aber auch vor späterer Krebsentstehung."

Doris Wilflingseder, 1971 in Innsbruck geboren, forscht mit ihrem Team an Wechselwirkungen von dendritischen Zellen mit unterschiedlichen Krankheitserregern, vor allem HIV-1 und Pilzen, unter Berücksichtigung der angeborenen und erworbenen Immunität. Sie konnte mit ihrem Forschungsteam neue Erkenntnisse zur besseren Aktivierung der dendritischen Zellen, den Wächterzellen unseres Immunsystems, durch Komplementopsonisierung retroviraler Partikel gewinnen. (red, derStandard.at, 11.12.2012)

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