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Klassiker für den Baum: Betthupferl und...

Schokoladenüsse von Pischinger.

Ob klassische oder neue süße Kreationen - auch das Verpackungsdesign spielt beim Baumbehang eine Rolle.

Scheiden die Geister: Der herbere Geschmack der Arabesken ist nicht jedermanns Sache...

Christbaumbehang kann auch bio und fair sein. Weitere Fairtrade-Schokoladen finden Sie HIER.

Es muss nicht immer Schokolade sein: Windgebäck darf bei den Weihnachtsnaschereien nicht fehlen
Christbaumbehang spielt im Weihnachtsgeschäft eine große Rolle. Wie viel Schokolade jedoch tatsächlich in Österreich alljährlich für den Christbaum gekauft wird, kann selbst das Bundesgremium des Lebensmittelhandels der Wirtschaftskammer Österreich nicht sagen. "Derartiger Christbaumschmuck wird nicht nur über den klassischen Lebensmittelhandel, sondern auch über saisonale Verkaufsstände wie etwa auf Christkindlmärkten, aber auch über Versandhäuser, im Süßwareneinzelhandel oder Einrichtungsfachhandel vertrieben. Eine valide Zahl für Österreich zu bekommen, dürfte daher schwierig sein.", so Anka Lorencz von der Wirtschaftskammer Österreich.
Produkte aus Schokolade bzw. mit Schokoladenanteil würden als Baumbehang jedenfalls am stärksten nachgefragt, berichtet REWE-Pressesprecherin Karin Nakhai.
In den Zuckerlgeschäften drängt sich vor Weihnachten die Kundschaft. So auch bei Bonbons Dürnberger im 7. Wiener Gemeindebezirk, wo vor allem nostalgischer Baumbehang und Einzelstücke über die Budel wandern. Hier finden sich Köstlichkeiten wie getunkte und ungetunkte Fondant- oder Geleeringerl, Passionsbäckerei, Arabesken, Schokoladefiguren in Form von Bleistiften, Papageien, oder Schaukelpferden und andere spezielle handgemachte Produkte, die man sonst kaum noch bekommt. "Gerade der nostalgische Baumbehang kommt gut an. Den kaufen alle Altersgruppen, nicht nur ältere Leute, sondern auch die Jungen weil sie ihn noch aus ihrer Kindheit kennen." meint Geschäftsführerin Michaela Dürnberger.
Eine der Firmen, die neben Neukreationen auch noch Nostalgisches für den Baum produziert, ist die Firma Manner. Über die Sommermonate - bis Ende September - werden Nusswürfel, Nougatherzen, Märchenfiguren und mehr produziert, die ab Anfang Oktober in den Geschäften zum Verkauf stehen. Die Nougatherzen versüßen sogar schon seit 1907 das Weihnachtsfest. "Natürlich waren sie damals nicht in einer Packung, sondern wurden von Geschäftsleuten offen verkauft.", erzählt Manner-Vorstand Alfred Schrott.
Eine andere Rarität, die in den Manner Produktionsstätten entsteht sind die Arabesken. Bei der Produktion derartiger Süßigkeiten geht es vor allem um Tradition, die besonders zu Weihnachten groß geschrieben wird. Modern sind die Schokoarabesken laut Schrott leider nicht mehr, was an den veränderten Vorlieben von Herrn und Frau Österreicher liegen könnte. "Früher hat man in Österreich dunkle Schokolade, die sehr intensiv nach Kakao geschmeckt hat, gegessen. Die Käuferschicht, die Vollmilchschokoladeprodukte haben möchte, wird größer."
Ein weiteres Traditionsunternehmen für süßen Christbaumschmuck ist die Firma Pischinger, die 2006 von der Schokofirma Heindl übernommen wurde. Am beliebtesten sind bei den Pischinger-Kunden die Schokoladennüsse mit Nusskrokantfüllung und die Mini-Betthupferl, die zur Weihnachtszeit im Kleinformat zum Aufhängen auf den Christbaum prodziert werden. Im Vorjahr wanderten 112.330 Pischinger-Nüsse und 29.160 Betthupferln über die Ladentische.
Wem faire Bio-Produkte auch am Baum wichtig ist, dem rät "die Umweltberatung" Bio-Schokolade und andere mit "Fairtrade" gekennzeichnete Produkte in Seidenpapier einzuwickeln und mit bunten Bändern an den Baum zu hängen.
Ein Muss am Christbaum, das ausnahmsweise nicht aus Schokolade besteht, ist das Windgebäck. Aus etwa 2.000 Eiklar und rund 200 Kilogramm Zucker produziert K.u.K. Hofzuckerbäcker Demel alljährlich an die 10.000 Windringerl und 2.000 Schneebälle sowie ca. 450 Windschweinchen für Silvester. Seit wann das Windgebäck im Traditionsbetrieb produziert wird, ist nicht genau dokumentiert, Chefzuckerbäcker Dietmar Muthenthaler vermutet, dass Sie aber schon unter Christoph Demel, der die Konditorei 1857 übernahm, gebacken wurden. Traditionell in den Farben rosa und weiß erhältlich, werden die Weihnachtsnaschereien seit einigen Jahren auch mit bunten Zuckerkugeln bestreut, und auf Wunsch sogar in anderen Farben hergestellt.
Ein Gerücht kann zu guter Letzt noch ausgeräumt werden: Weihnachtssüßigkeiten werden definitiv nicht zu Osternaschereien eingeschmolzen: "Das würde man schmecken. Denn wenn man die Schokolade, die schon einmal fest war noch einmal einschmilzt, entsteht eine Säure, die ein qualitätsmindernder Aspekt wäre.", klärt Manner-Vorstand Schrott auf. Unverkaufte Ware wird noch während der Saison an caritative Einrichtungen gespendet. (Madeleine Harbich, derStandard.at, 19.12.2012)
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