Cathay Pacific: Kein Lächeln für Passagiere

Hongkonger Flugbegleiter wollen Passagiere auf Flugreisen nicht mehr anlächeln - Dienst nach Vorschrift als Maßnahme im Tarifstreit mit Fluglinie

Die Flugbegleiter der Hongkonger Airline Cathay Pacific haben im Streit um eine Lohnerhöhung mit sturem Dienst nach Vorschrift gedroht: So könnten die Passagiere bald nicht mehr angelächelt werden, auch werde möglicherweise kein Alkohol mehr serviert, sagte der Generalsekretär der Flugbegleiter-Gewerkschaft, Tsang Kwok-fung, der Nachrichtenagentur AFP. Auch würden die Servicekräfte konsequent zu großes Gepäck ablehnen und damit möglicherweise den Abflug verzögern.

Für die Passagiere bedeuteten die Maßnahmen, dass sie "einen Fünf-Sterne-Preis bezahlen, um einen Drei-Sterne-Service zu bekommen", sagte der Gewerkschafter. Die Arbeitnehmer drohten zudem mit einem Vollstreik an Neujahr, falls das Unternehmen nicht an den Verhandlungstisch zurückkehre. Die Gewerkschaft fordert ein Lohnplus von fünf Prozent, die Fluggesellschaft hatte im vergangenen Monat jedoch lediglich zwei Prozent angekündigt.

Der Verlust von umgerechnet knapp 94 Mio. Euro, den Cathay Pacific in der ersten Jahreshälfte eingefahren hatte, wurde unter anderem mit hohen Kerosinpreisen begründet. (APA, 11.12.2012)

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