"Trend"/"Format" testen Paywall ab 2013

  • Derzeit sind noch alle Artikel auf format.at gratis zu konsumieren.
    foto: screenshot 11.12.2012

    Derzeit sind noch alle Artikel auf format.at gratis zu konsumieren.

20 Prozent der Artikel verschwinden ab Frühjahr 2013 hinter einer Bezahlschranke

Das Nachrichtenportal format.at startet im Frühjahr 2013 erste Versuche mit einem Paid-Content-System. Ausschließlich exklusive Inhalte aus Print und Online sollen hinter der Bezahlschranke verschwinden, sagte Online-Ressortleiter Jochen Hahn gegenüber derStandard.at, insgesamt werden das 20 Prozent der Nachrichten sein.

"Wir starten einen Testlauf, bei dem wir uns anschauen, ob und wie viel die User bereit sind, für exklusive Geschichten zu bezahlen", erklärt Hahn das Experiment, für das keine Position im Businessplan eingeplant ist. Das Preisniveau für Artikel wird sich zwischen 50 Cent und einem Euro bewegen, die Bezahlung wird über ein noch nicht genanntes Micropayment-System abgewickelt. Wie Hahn betont, sei die "Format"-/"Trend"-Redaktion zwar die erste in Österreich, die ihre Absicht zur Bezahlschranke bekanntmacht, laut Branchengerüchten würden sich aber auch andere heimische Nachrichtenseiten auf einen Paywall-Launch für 2013 vorbereiten.

Kundenwerbung über Content

Neben dem Versuch, über Artikel neue Umsätze zu generieren, wurde auch die direkte Kommunikation mit den Werbekunden ausgebaut. "Wir versuchen von den Online-Agenturen wegzukommen und mit unseren Kunden direkt Inhalte für ausgesuchte Channels zu erstellen", sagt Hahn. Besonders gut funktioniere diese in die Redaktion eingebettete Arbeit mit den Kunden in den Channels Bonität, Recht und Steuern, deren gekennzeichnete Artikel den Kunden "echten Mehrwert" bieten würden und einen guten Preis weit über dem handelsüblichen TKP einbrächten.

Geschäftsmodell Datenbank

Auch die über 30 Jahre gepflegte Datenbank mit Kennzahlen zu österreichischen Unternehmen soll ab 1. März 2013 für mehr Profite sorgen. Geplant ist ein kommerzielles Konzept zu den "Trend Top 500"- und "News Top 1000"-Listen, bei dem Firmen gegen Bezahlung ihre Datensätze erweitern können. (tara, derStandard.at, 11.12.2012)

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