ÖVP sieht sich bestätigt

11. Dezember 2012, 13:20
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BZÖ sieht "akutes Alarmzeichen" - AK für gemeinsame Mittelschule

Wien - Die Linie seiner Partei bestätigt sieht ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon durch die Ergebnisse der Bildungsstandards. Diese zeigten, dass "die in den letzten Jahren gesetzten Maßnahmen absolut richtig und wichtig waren und eine Basis dafür sind, dass die künftigen Testungen andere Ergebnisse bringen werden", so Amon in einer Aussendung. Im Detail sehe man, dass "die AHS durchwegs hervorragende Ergebnisse erzielt haben. Das bestätigt die Linie der ÖVP, das Gymnasium zu erhalten."

Bei den Ergebnissen der Pflichtschulen zeige sich, dass "wir auch mit der Aufwertung der Hauptschulen zu Mittelschulen ebenso richtig gehandelt haben, denn in diesen Schulen gibt es augenscheinlich den Bedarf nach zusätzlicher Förderung und Individualisierung, die durch das zur Verfügung stellen von sechs zusätzlichen Stunden an den Mittelschulen gewährleistet sein wird", so Amon. Die Resultate würden aber auch einmal mehr verdeutlichen, dass es im Ballungsraum erhebliche Probleme gebe "und Alleingänge der Länder, die Leistungsgruppen abzuschaffen und auf jegliche Form der Differenzierung zu verzichten, als gescheitert bezeichnet werden können". Dementsprechend sieht die Wiener VP-Bildungssprecherin Isabella Leeb auch "den Hut lichterloh brennen".

Haubner: "Akutes Alarmzeichen"

BZÖ-Bildungssprecherin Ursula Haubner forderte österreichweit Verbesserungen in der Unterrichtsqualität. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) dürfe jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, so Haubner in einer Aussendung. Ein "akutes Alarmzeichen" sind für sie die "besorgniserregenden Ergebnisse der PIRLS-Studie". "Es ist daher wichtig, dass man nach der Pflichtschule die Grundkompetenzen nachweislich beherrscht und wie notwendig das sinnerfassende Lesen eigentlich ist. " Daher müsse die Sprachförderung forciert werden.

Team Stronach: "Bildungssystem hat versagt"

Der Grüne Bildungssprecher Harald Walser will unterdessen das seit Jahren wirksame Qualitätsmanagement an Pflichtschulen als Vorbild hernehmen. "Ein solches brauchen wir in ganz Österreich für alle Schulen", so Walser in einer Aussendung. Aufholbedarf sieht er bei der Individualisierung des Unterrichts für gute Schüler, um sie an ihre Spitzenleistungen heranzuführen. "Den Rahmen dazu bieten ganztägige gemeinsame Schulen."

Für den Bildungssprecher des Team Stronach, Stefan Markowitz, zeigen die Ergebnisse der ersten Standard-Tests, "dass unser Bildungssystem versagt hat". "Statt über Zentralmatura und Neue Mittelschule zu streiten, sollten SPÖ und ÖVP endlich dafür sorgen, dass Pflichtschulabsolventen lesen, schreiben und rechnen können", so Markowitz in einer Aussendung.

Brandsteidl: "Nicht zufriedenstellen, aber absehbar"

Das Ergebnis kann nicht zufriedenstellend sein, aber es war absehbar." So reagierte die Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ) auf die am Dienstag präsentierten Ergebnisse der Mathematik-Bildungsstandards, die für Wien die schlechtesten Mittelwerte im Bundesländervergleich aufweisen. Mitgespielt habe der "Großstadtfaktor", so Brandsteidl. "Wien ist die einzige österreichische Großstadt. Wir haben wesentlich mehr Migranten als etwa Oberösterreich und wesentlich größere soziale Probleme. Das hat sich natürlich ausgewirkt."

Der Wiener FP-Bildungssprecher Dominik Nepp fordert wegen des schlechten Wiener Abschneidens bei den Bildungsstandards den Rücktritt von Brandsteidl. "Brandsteidl hat es innerhalb eines Jahrzehnts geschafft, das Wiener Schulsystem an die Wand zu fahren. Von Jahr zu Jahr werden die Ergebnisse schlechter und schlechter", so Nepp in einer Aussendung. Sie solle sich daher "nicht länger auf ihr rotes Netzwerk verlassen, endlich aus ihrem Unvermögen die Konsequenz ziehen und Platz machen für eine fähigere Person, wobei hier mittlerweile so ziemlich jede in Frage kommt". (APA, 11.12.2012)

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