Platini weiter klar gegen Torlinientechnik

Europa setzt im Gegensatz zum Weltverband weiter auf Torrichte

Kuala Lumpur - UEFA-Präsident Michel Platini lehnt technische Hilfsmittel im Fußball weiter vehement ab. "Die Torlinientechnologie in unseren Wettbewerben einzuführen, würde 50 Millionen Euro in fünf Jahren kosten", sagte der Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Dienstag in Kuala Lumpur. "Ich würde diese 50 Millionen lieber in die Entwicklung des Fußballs stecken."

Das International Football Association Board (IFAB), die oberste Regelbehörde, hatte im Juli sowohl den Einsatz technischer Hilfsmittel als auch von Torrichtern erlaubt. Der Weltverband (FIFA) setzt bei seinen Turnieren in Zukunft auf Technik. Derzeit werden bei der Club-WM in Japan die Systeme GoalRef (Chip im Ball) sowie Hawk-Eye (Torlinienkamera) getestet.

Die UEFA dagegen lehnt diese Hilfsmittel ab. "Wo beginnt man mit der Technik und wo hört man damit auf?", fragte Platini und warb stattdessen erneut für sein System mit zwei zusätzlichen Torrichtern, das die UEFA in ihren Wettbewerben bereits einsetzt. (APA; 11.12.2012)

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Die Torrichte(r) sind zum Krenreiben.

"Ich würde diese 50 Millionen lieber in die Entwicklung des Fußballs stecken."

Wozu soll denn das gut sein? Meiner meinung nach hat sich die kugelform doch eh wahnsinnig gut bewährt! An dem ikosaederstumpf braucht man jetzt jedenfalls nix mehr herumdoktern.

Und für die entwicklung von kleinen detailverbesserungen darf ohnehin adidas alle vier jahre einen neuen wm-ball unters volk bringen.

Irgendwie hege ich die vermutung, dass der gute michel in seiner aktiven zeit ein paar kopfbälle zuviel geköpfelt hat.

Entscheidend ist der Satz davor:

"Die Torlinientechnologie in unseren Wettbewerben einzuführen, würde 50 Millionen Euro in fünf Jahren kosten."

Die UEFA will nur Geld ausgeben, wenn es sich finanziell x-fach rentiert. Die Torlinientechnologie rechnet sich nicht, somit ist sie gestorben.

Diese sinnlosen Torrichter braucht aber keiner, Herr Platini.

Solch ein Depp...

ist wie mit den päpsten: senile, alte, konservative gestrige, die nicht mit der zeit gehen.

ich hätt ja einen regeländerungsvorschlag:
wenn ein spieler sich verletzt wird er sofort vom schiedsrichter gefragt ob er betreuung braucht oder nicht. sollte er das ablehnen geht das spiel nach ein paar sekunden weiter, auch wenn der spieler noch liegt, sollte er sich dafür entscheiden. wenn er behandelt werden muss wird er sofort hinausgetragen (ausgenommen natürlich notfälle) und erst draußen behandelt. allerdings darf er die nächsten drei minuten nicht wieder aufs spielfeld zurück.

Das muss man erst die Rendite für die UEFA durchrechnen.

Antrag angenommen!

1000x wichtiger wäre es das Abseits-Roulette zu beenden. Chip im Ball oder wie auch mmer, hier muß man ansetzen. Torlinie ist selten entscheidend, hingegen jeder 2. Abseits-Pfiff ist falsch, fast jeder vermeintliche Abseits-Angriff würde zu einer zwingenden Torchance führen.

Recht hat er!

Die Torlinien-Technologie ist überhaupt nicht notwendig. Wie oft gibt es denn strittige Szenen, ob Tor oder nicht, die nicht auf TV-Aufzeichnungen eindeutig beurteilt werden können? Wieso sollte man so eine teure Technologie einführen für etwas, dass viellecht alle 1000 Spiele einmal vorkommt?

Zumal das von der FIFA favorisierte System rund 300000 Euro kosten soll, das steht imho in keinem Verhältnis. Bei Großereignissen können sies ja einbauen, die haben mit Fußball sowieso immer weniger zu tun.

Wenn sich das Wiener Stadthallenturnier 40.000-50.000€ für ein paar Matches ein Hawk-Eye leisten kann, dann werden wohl im Fußball die 300.000 auch nicht das Problem sein.

Sollens halt beim nächsten TV-Vertrag 3 Millionen mehr rausschlagen und die für die Installation in den 10 Bundesligastadien verwenden.

ich weiß, mich fragt keiner

aber beim fußball stören mich 2 dinge extremst:

- diese theatralik, bei leichter berührung fast draufzugehn
- zeit schinden

letzteres könnte man leicht abschaffen: 2 x 30 minuten spielzeit und bei jeder unterbrechung wird die zeit angehalten. nachspielzeit gibts dann auch keine... wenns aus ist ists aus, in welcher sportart gibts sonst sowas? nachspielzeit im ermessen des schiris. für mich längst überholt.

und um doch noch auf den artikel einzugehn:
torlinientechnik JA
(und ja, abseits mit technik zu erkennen wäre wichtiger, aber technisch halt eine viel größere challenge)

Also mit anhalten der Zeit bei jedem Foul werden ganze Schwalbenschwärme gezüchtet denke ich mal, da jede Aktion abgebrochen werden muß - mit der Nachspielzeit geb ich Ihnen recht. Ich denke Abseits kann man nichtmal mit technischen Mitteln genau und zeitgerecht bestimmen - da bräuchte jeder Spieler und der Ball einen Sensor.

diese beiden Dinge stören mich auch immens!

Ich sag nur eines: Lest das Buch "FIFA- MAFIA" !!!

Droemer Verlag; inzwischen ein Bestseller

Um meine Nerven zu schonen mach ich's jetzt so wie die Technik-Gegner... einfach immer wieder die selben Argumente wiederholen und niemals auf Diskussionen eingehen. Irgendwann sterben diese rückwärtsdenkenden eh aus...

Also bitte Platini raus und technische Hilfsmittel für die Refs rein. Endlich wieder einen sportlich fairen Wettkampf haben, Beschimpfungen/Verschwörungstheorien gegenüber den Refs minimieren und so auch bei den Fans das Aggressionspotenzial verkleinern.

For what it's worth:
Ich bin auch weiter klar gegen Platini als UEFA Präsident ...

entscheidend ist, dass das spiel nicht unterbrochen wird. weniger fehlentscheidungen sind gut. wer sich über fehlentscheidungen ärgern oder freuen will, soll wrestling schauen.

Also die am Boden wälzenden Kicker unterbrechen das Spiel unnötiger als jeder Videobeweis.

videobeweise unterbrechen das spiel nicht. ich würde die regel vorschlagen, dass jede gravierende aktion, die innerhalb von zB zehn oder fünf sekunden per video eindeutig entschieden werden kann, gegebenenfalls das spiel unterbricht und am tatort fortsetzt. alles, was innerhalb dieser zehn oder fünf sekunden passiert, ist dann hinfällig. wenn sich herausstellt, dass kein regelverstoß bestand, wird ununterbrochen fortgesetzt. (fast) alle wichtigen aktionen lassen sich sowieso in fünf sekunden entscheiden.

so ändert sich am spiel fast nichts, die "verlorenen" zehn sekunden sind verkraftbar, wenn dadurch eine gravierende fehlentscheidung verhindert wird.

Ein weiterer Aspekt, den die Kontrollfreaks immer ausblenden: Durch die Einführung von technischen Hilfsmitteln wird der Einfluss des Publikums auf das Spiel geringer. Die Kontrollfreaks (Teil des Publikums) wollen das Publikum entmachten. Ich möchte als Zuschauer die Möglichkeit haben, durch einen Schrei den Linienrichter dahingehend zu beeinflussen, dass er die Fahne hebt und Abseits wachelt. Ich möchte, dass sich ein Schiedsrichter unter dem Eindruck von 70.000 singenden Fans nicht dazu hinreißen lässt, einen möglichen Elfer für die Gästemannschaft zu geben. Auch dies sind doch Aspekte des Wunders Fußball, die man nicht einfach ausblenden kann, wenn man in Kontrollwut alles mögliche fordert.

ich zitiere sie weiter unten:

"...Respekt und korrekten Umgang miteinander fördern heißt die Prämisse..."

meinten sie damit den schiri und seine entscheidungen manipulieren können?

Sie verstehen mich miss. Folgende Annahme: Ein ausverkauftes Stadion, ein Pass in die Tiefe, der angreifende Spieler ist in Abseits verdächtiger Position, es gibt automatisch ein lautes Geräusch von Seiten der Ränge (wie das so ist, wenn sagen wir 70.000 ein Abseits sehen/vermuten). Der Linienrichter zweifelt und muss aber dann doch eine Entscheidung selbst treffen. Die kann richtig oder falsch sein. Es ist seine Entscheidung. Sie ist sicher nicht manipuliert, aber von den Umständen sicher nicht ganz losgelöst.
Untersuchungen zeigen, dass solche Entscheidungen bei voller Hütte häufiger zugunsten der Heimmanschaft ausgehen. Das nennt man auch Heimvorteil. Und der Heimvorteil gehört auch zum Fußball.

was für ein bullshit. heimschiedsrichter, das gehört dazu, das passt zu dir

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