Grand Prix in Spielberg: Anrainer skeptisch

  • Die Formel 1 macht Lärm, das hat nicht jeder gern.
    foto: apa/dapd/leodolter

    Die Formel 1 macht Lärm, das hat nicht jeder gern.

  • Einst am Österreichring: Andreas de Cesaris 1985 in leichten Problemen.

Ombudsmann Karl Arbesser: "Weiß nicht, wie man das im Bescheid unterbringen will"

Spielberg/Fuschl - Nach der Spekulation über eine mögliche Rückkehr der Formel 1 auf den Red-Bull-Ring in Spielberg in der Obersteiermark äußerte sich Anrainer-Ombudsmann Karl Arbesser am Dienstag skeptisch: "Ich weiß nicht, wie man das im Bescheid unterbringen will." Es gebe bei einem Grand Prix sowohl schalltechnische Probleme als auch solche bei den erlaubten Besucherzahlen. Außerdem stelle sich die Frage, wer "den zweistelligen Millionen-Euro-Betrag an Bernie Ecclestone" überweise, so der Anrainer zur APA - Austria Presse Agentur.

Problematisch seien vor allem die Lärmpegelspitzen. Die seien seinen Messungen zufolge schon bei der DTM an zumindest einer Messstelle sechs Dezibel höher gewesen, als im Bescheid vorgesehen. Er vermutete, dass die Formel 1 noch lauter sein würde und merkte an, dass sich zehn Dezibel mehr fast doppelt so laut anhören und den vierfachen Druck ausüben würden.

Arbesser warnte, dass man sich bei der Formel 1 schon in einem gesundheitsgefährdenden Bereich bewegen könnte. Er habe keine Idee, wie man das lösen könnte. Ob Tages- und Stundenschnitt beim Lärm eingehalten werden könnte, sei seiner Ansicht nach auch fraglich. Bei den Besucherzahlen, die derzeit mit 25.000 pro Tag beschränkt sind, müsste wohl ebenfalls eine Sondergenehmigung ausgefertigt werden: "Also, da wäre schon Erhebliches zu machen."

Seine Zustimmung erkaufen lassen will sich Arbesser nicht: "Das kann ich mir persönlich nicht vorstellen, denn wozu gibt es dann einen Bescheid? Ich werde bezahlt, die Einhaltung des Bescheids zu kontrollieren und dann sollte ich für weiteres Geld beide Augen zudrücken?" Auch ein Urlaub für alle Anrainer auf Kosten von Red Bull halte er nicht für denkbar, da die Bewohner Tiere zu füttern hätten und Camping-Plätze betreiben. (APA; 11.12.2012)

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???? Wieso

dürften in Zeltweg bei der F1-Veranstaltung nur 25.000 Zuseher/Tag sein?
Kann mich an die letzten F1Rennen in Zeltweg erinnern. Da waren die Zuseher im 3 stelligen Tausenderbereich angesiedelt (100.000 ist gelinde gesagt untertrieben).
Damals war es kein Problem, jetzt wäre es eines?

man sollte mal ausrechnen, welchen finanziellen

schaden der herr arbesser dieser region schon zugefügt hat! wenn sich nicht didi mateschitz erbarmt hätte, wären die dort bis zum hals zuge.......! ist eigentlich unglaublich, dass man wegen ein paar std lärm im jahr sowas aufführen kann.........jeder der in Ö noch was macht, hat es sofort mit verhinderern zu tun....wenn er es ruhig haben will, soll er sich die paar std ohropax reindrücken oder einen wochenendausflug machen!

herr arbesser,

ich glaube in Wien haette man fuer so einen Querulanten eine andere Bezeichnung, die auf eine Taetigkeit seiner Gehirnwindungen oder die Verhinderung davon abzielt.
Aber ernst genommen werden sollte der doch wirklich nicht, was hat er denn fuer Moeglichkeiten gegen die Landesregierung? Und wieviele F1 GPs und Langstrecken-WM hat es schon in Zeltweg gegeben? Ich war 6 oder 8 x unten. Ja ein F1 ist schon lauter als ein Porsche 935 - aber eine Beschraenkung der Zuschauer, dass kann doch nur einem hirnkranken einfallen.

herr arbesser,

Der letzte Satz ist gut

... und Camping-Platze betreiben.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Campingplatzbetreiber während des GP-Wochenendes in Urlaub fahren will. Aber er muss schon etwas komisches geraucht haben, wenn er als Campingplatzbetreiber gegen einen GrandPrix ist, oder gar auf eine Beschränkung der Besucherzahlen pocht.

Die kaputte region sollte froh sein, wenn überhaupt wer dorthin fährt

Die Ruhefanatiker nerven.

Formel 1 ist kein Sport sondern ein Geldtransfer zu Bernie Ecclestone

dafür Zahlen das die Formel 1 zu uns kommt ist wirklich absurd.
Und es bringt uns nichts, außer Mehreinnahmen an einem Wochenende, also verpufft das Steuergeld welches wir herschenken.

3 Tage?

Wann wird gefahren:
Freitag: Freies Traingin: Sind glaube ich 2h mit warmstarten und ähnlichem: 4h

Samstag: Q1, Q2, Q3 + allem Drum und Dran: 4h

Sonntag: Rennen + allem Drum und Dran: 3h:

Sind also 11h. Niemals in der Früh, sondern immer Nachmittags. Wow. Wie arg. Ich kann nicht mehr leben. mimimimimimii

+ 3h elms-rennen
+ elms-trainings/quali (keine ahnung, sicher auch mindestens 2x 1h)
+ 2 wspbr-rennen zu je 1h
+ wspbr-trainings/quali

und das wäre nur mal das bislang bekannte rahmenprogramm.

Naja, P1 und P3 sind Vormittagstrainings. P1 fängt dabei in der Regel um 10:00 Ortszeit an und dauert 1:30. P2, das Freitagnachmittagstraining beginnt um 14:00 und dauert ebenfalls 1:30. P3, Samstagvormittag, beginnt um 11:00 und dauert 1:00, und dann ab 14:00 ist Qualifying, welches in der Regel in etwa eine Stunde dauert. Das Rennen selbst beginnt um 14:00 und dauert maximal zwei Stunden.

In Summe also drei Stunden Freitags, zwei Stunden Samstags und Sonntags, oder neun Stunden reines Fahren.

Natürlich darf man den An-/Abreiseverkehr, diverses Nebenprogramm (z.B. Flugshows) und dergleichen auch nicht außer Acht lassen. Aber dennoch ist das Jammern auf sehr hohem Niveau.

Ein 2-stelliger Millionenbetrag

als Subvention ohne nachhaltigen Effekt für eine wirtschaftlich schwache Region ist hinausgeworfenes Geld.

Spielberg/Formel 1

Warum sollte Ecclestone sich das antun und an Österreich ein Rennen vergeben? Diese Rennen sind nun einmal mit Lärm, Abgasen und Zuschauern verbunden und genau das will man ja nicht! Es finden sich sicher wieder einige Grüne und besondere Gscheiterl die demonstrieren und Wirbel verursachen. Das bringt für Ecclestone nur unnötige Kosten und das weiß er ganz genau.

welche kosten entstehen denn für ecclestone durch ein rennen in österreich?

Erinnert mich a bissal an die Diskussion um die Sperrzeiten bei uns im Ausgehviertel in Graz (Univiertel genannt).

Hier hat auch irgendein dahergelaufener Anwalt, der wirklich nur wenig Anrainer vertreten hat sogar eine Sperrstunde um 02:00 durchgesetzt.

Unterschätzt den D*ppen nicht. Ja, ich sage ruhigen Gewissens D*pp, da ich der Meinung bin, dass er zwar ein paar Ängste von wenigen Leuten vertritt, jedoch andere - für die Region viel wichtige Gesichtspunkte außer Acht lässt. Und das ist für mich ein D*pp.

Das klingt wie bei 50% der Schwechater. Zuerst nach Schwechat ziehen, weil es ja billig ist und an Wien grenzt und dann aufregen das dort ein Flughafen steht und den Ausbau boykotieren.

Ich behaupte, der Flughafen steht länger als die meisten Schwechater in Schwechat wohnen!

absolut dodelig

erstens ist vie rund um die uhr 365 tage im jahr laut...
ein wochenende in 10 jahren.... wer sowas miteinander vergleicht.....
2. sind neue flugrouten und pisten dazugebaut worden, umgeroutet worden.

alleine in wien sind immer mehr laute betroffen weil die routen geändert wurden.
und ja, es werden immer mehr betroffen die seit jahrzehnten da wohnen....

aber auch bahn....vor 10 jahren hat hier wo wir wohnen alle stunden eine schnellbahn vorbeigeschaut

heute sinds alle 5-7 minuten güterzüge die viel mehr und länger lärm machen.

Bahn usw verstehe ich ja, aber ich kann doch nicht nach Schwechat ziehen und mich anschließend über FLuglärm aufregen. Auch wenn es mehr wird, in Schwechat gibt es seit Jahrzehnten Fluglärm! Deswegen ist es auch billiger zu wohnen dort. Das hat nichts mit den Leuten in Wien zu tun, die regen sich zurecht auf! Die wurden ja früher verschont, jetzt nicht mehr!

Wie der Fleischmarkt bei Wien Mitte. Hauptsache wir schreien alle mal laut. Jetzt ist der Bahnhof fertig und daneben steht die eine verlassene, alte, schirche, verkommene Halle die nicht mehr benutzt wird, weil es den Fleischmarkt doch nicht mehr gibt.

was solls? ich kenne leute, die kaufen sich ein

billiges grundstück in der nähe der autobahn und schreien dann, weil dort so wahnsinnig viel verkehr ist bzw lärmschutzwände gebaut werden müssen (selbstverständlich auf steuerzahlerkosten ) und ein 80 km/h limit gemacht werden soll......lauter irre!

aber auch bahn....vor 10 jahren hat hier wo wir wohnen alle stunden eine schnellbahn vorbeigeschaut

Also war die Bahn bereits vorher dort.

als jemand, der in der region aufgewachsen ist, kann ich nur den kopf schütteln.
in den 70iger und 80iger jahren war das rennwochende mitte august das großereignis im jahresverlauf, von dem die ganze region auch wirtschaftlich profitiert hat (von den gastronomiebetrieben, über private vermieter von fremdenzimmern bis zu bauern, die für gutes geld flächen für camping und parkplätze zur verfügung stellten) . so ganz nebenbei hat es in den 70igern (aus heutiger sicht wahrscheinlich schwer nachvollziehbar) so etwas wie internationalität und die weite welt in die provinz gebracht.
die überwiegende mehrheit war immer pro f1 eingestellt und es mutet seltsam an, karl arbesser hier als kämpfer für die geplagten anrainer präsentiert zu bekommen.

er vertritt eine minderheit und natürlich in erster linie sich selbst und hat sich mit seiner strikten anti-ring haltung nicht nur freunde in der region gemacht (so mancher spricht hinter vorgehaltener hand von einem querulanten).

ich bin zwar pro f1 eingestellt, habe aber die enormen aufwendungen an steuergeld zum erhalt des grand prixs durchaus auch immer kritisch gesehen. die argumente eines herrn arbessers sind aber schlicht und einfach lächerlich.

Mit dem Steuergeld muss man sich halt durchrechnen, ob es sich ausgeht, dass es halbwegs ein Null-Summen Spiel ist durch die Mehreinnahmen (Gastronomie, Hotelerie, Eintrittsgeld,...). Aber bei einer maximalen Grenze von 40.000 Leute wird es halt schwierig.

Aber ich freue mich schon auf das Wochenende mit der Formel Renault und der ELMS (auch nicht so leise...) :)

die elms hab ich ganz vergessen! somit ließe sich ein f1-rennen an diesem wochenende ohnehin kaum unterbringen.

Also lt. kalender fährt die ELMS am 19. und 20. in Spielberg.

An den Tagen wäre für die F1 Training und Qualifying.

Ich glaube, dass man das sehr gut koordinieren kann (auch mit der Formel Renault).

Ausserdem wurden ja auch schon früher mehrere Veranstaltungen abgehalten als die F1 gefahren ist.

die ELMS fährt meines Wissens nach Samstag Nachmittag, ein 3h Rennen.

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