Cannavaro droht Sperre von neun Monaten

Gegen Napoli-Kapitän wird Strafe wegen eines nicht angezeigten Manipulationsversuchs gefordert

Rom - Dem Kapitän des SSC Napoli, Paolo Cannavaro, droht im italienischen Fußball-Wettskandal eine Sperre von neun Monaten. Diese Strafe hat der Chefankläger des Fußballverbandes, Stefano Palazzo, am Montag in Rom für ihn und seinen Teamkollegen Gianluca Grava wegen eines nicht angezeigten Spielmanipulationsversuchs gefordert. Für den Club verlangte der Ankläger einen Punktabzug für die laufende Saison und eine Geldstrafe von 100.000 Euro.

Im Mai 2010 soll der dritte Torwart der Süditaliener, Matteo Gianello, versucht haben, das Serie A-Spiel bei Sampdoria Genua zu manipulieren. Cannavaro und Grava sollen Absprachen abgelehnt, den Vorfall aber nicht angezeigt haben. Medienberichten zufolge hat Gianello bei der Staatsanwaltschaft Neapel gestanden. Für ihn forderte Palazzo drei Jahre und drei Monate, nachdem das Sportgericht einen Vergleich von 16 Monaten abgelehnt hatte.

Im Sommer war Juventus Turins Trainer Antonio Conte wegen einer nicht angezeigten Ergebnisabsprache in der Saison 2010/2011 bei seinem Ex-Club AC Siena zu einer Sperre von zehn Monaten verurteilt worden. Das Schiedsgericht des italienischen NOK reduzierte die Sperre dann auf vier Monate. Conte kehrte am Wochenende auf die Trainerbank zurück. (APA; 11.12.2012)

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