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Wien - Das Innenministerium hat eine Telefon-Hotline zur Wehrpflicht-Volksbefragung eingerichtet, wurde am Dienstag in einer Aussendung mitgeteilt.
Freilich werden dort keine inhaltlichen Auskünfte zum Bundesheer erteilt, sondern "alle Fragen rund um den Ablauf und die Organisation" der Volksbefragung, die ja eine österreichweite Premiere ist, beantwortet. Die gebührenfreie Telefonnummer lautet 0800 500 180 und ist von Montag bis Freitag täglich von 08.00 bis 13.00 Uhr erreichbar. (APA, 11.12.2012)
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In erster Linie geht es darum, dass ein sozialer Dienst keine Wertschätzung mehr erhält. Man sollte sich fragen, ob man noch die richtige Vorstellung von Koexistenz hat. Vielleicht würde man dann auch bei anderen Problemen (Geburtenrate) bessere Lösungsansätze finden.
Damit Auslandseinsätze nicht für Interventionen mißbraucht werden können müssen folgende Grundsätze gelten:
1. Keine Wehrpflicht, weder für Mann noch Frau
2. 2/3-Mehrheit im Parlament
3. Zustimmung der Soldaten mit 2/3-Mehrheit
4. Freiwillige Meldung zu jedem Einsatz, keine Verpflichtungserklärungen.
Somit könnte es sehr wohl Einsätze geben, die einen Genozid verhindern helfen aber eben keine Interventionen aus wirtschaftlichen oder machtpolitischen Motiven.
Die Frage ist: Wird die Wehrpflicht abgeschafft? Und damit die Tür für grundsätzliche Fragen einen Spalt geöffnet - wie die, ob und wozu und welches Heer Österreich oder die EU brauchen, und unter welchen Bedingungen es wie einzusetzen ist.
Oder, wie es leider ausschaut: Die Wehrpflicht bleibt, der Deckel ist wieder fest auf dem Topf und die nächsten zehn Jahre werden weiter Grundrechte junger Menschen eingeschränkt, damit es so ausschaut, als seien die jetzigen Beufssoldaten keine Sozialfälle, sondern täten was 'sinnvolles' - wobei das 'sinnvolle tun' darin besteht, die Wehrpflichtigen schlecht auf ein sinnloses Verhalten im Fall völlig fiktiver Szenarien zu drillen.
Eigentlich sollte es so sein, dass die Situation periodisch analysiert wird und auf dieser Basis Entscheidungen fallen. Egal, ob die Entscheidung für Reform oder nicht. Auch die Fortschreibung des bisherigen Zustandes ist nämlich falsch, wenn das nicht mehr zu den Umgebungsbedingungen passt - daher ist die Entscheidung gegen eine Reform nicht mehr und nicht weniger begündungsbedürftig als die für eine Reform.
In der Praxis gilt aber: Solange der verpflichtende Wehrdienst bleibt, steht jede Analyse unter der Prämisse, dass etwas herauskommen muss, dass sich irgendwie als Rechtfertigung dafür verkaufen lässt, Menschen mit mäßiger Qualifikation als Unteroffiziere bis zur Pension hinter Schreibtischen mit Posten zu versorgen.
Die Politik und hier das Verteidigungsministerium ist nicht gewillt sich mit inhaltlichen Fragen der Bevölkerung auseinanderzusetzen.
Politik hat der Bevölkerung zu dienen und das Volk hat ein Recht auf Information.
http://www.wienerzeitung.at/meinungen... litik.html
Es sollte kein Auslandseinsatz stattfinden dürfen, ohne das die Soldaten darüber abstimmen.
Das wäre die beste Kontrolle gegen Mißbrauch der Armee.
Egal ob Berufsarmee, männliche Wehrpflicht oder geschlechtergerechte Wehrpflicht.
Die Betroffenen müssen ein Vetorecht haben.
Interessante Bilder zur Wehrpflicht-Volksabstimmung in Australien während des Ersten Weltkrieges.
Besonders unter dem Genderaspekt.
http://www.google.at/search?nu... tralia+ww1
Es hat damals rein weibliche Konferenzen gegeben, auf denen diskutiert wurde, ob man jetzt die Männer in den Krieg schicken soll.
Man muss sich das mal vorstellen uns es sollte Warnung sein, wohin es führt, wenn jene die in einem Staat den Kopf hinhalten müssen und die Entscheider nicht deckungsgleich sind.
Das gilt auch zwischen Alt und Jung oder wie jetzt in Südafrika, wo eine Wehrpflicht nur für arbeitslose Burschen und Mädchen geplant ist.
Entscheider und Betroffene müssen deckungsgleich sein, sonst verstösst man gegen die Demokratie.
warum sind gerade Personen mit
Hoden,
Penis,
Prostata,
Samensträngen
et al
wehrpflichtig,
Personen ohne diese primären männlichen Geschlechtsmerkmale aber nicht?
wiederum unter den Teppich gekehrt.
Bis heute ist kein wissenschaftlicher Beleg dafür genannt worden, warum Männer in dieser Form nach wie vor diskriminiert werden dürfen - trotz des Verbotes der Diskriminierung dem Geschlecht nach durch Art 7 Abs 1 B-VG.
Diese Volksbefragung sollte ALLE RECHTFERTIGENDEN ARGUMENTE für die Beibehaltung der auf die primär männlichen Geschlechtsmerkmale gestützten Wehrpflicht ("allgemeine" (?!)) beibringen.
Genau das Gegenteil passiert aber. Man verweigert beharrlich jede Diskussion darüber.
Einer Demokratie unwürdig!
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