Opelaner in Bochum müssen wieder ans Band

11. Dezember 2012, 08:07

Nach dem Schock der drohenden Schließung geht der Alltag weiter. Im ersten Zorn hatten einige Opelaner Streiks angedroht, doch das ist wenig wahrscheinlich

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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is aber auch nett, dass der Minister Rösler auf einmal ein Fachmann der Geschäftspolitik und Konzernstrategie von Opel ist.

Wenn es eh alle Politiker viel besser wissen, wieso verstaatlichens dann nicht gleich Opel? ;)

Aber prinzipiell stimmts natürlich - in der Vergangenheit wurden viele unnötige Managementfehler gemacht, die damaligen Manager bleiben ungestraft, während der Arbeiter am Fließband (der aktuell keine schlechten Autos baut) dafür büßen muss.

"Wir werden auch nach 2016 in Bochum Autos bauen"

Nein, werdet ihr nicht. War selbst jahrelang Opel-Besitzer und das hat mir persönlich gereicht. Dann lieber einen "langweiligen" Japaner, da halten sich die Wartungskosten wenigstens in Grenzen.

was soll das eine mit dem anderen zu tun haben?

weil sie mit ihrem opel unzufrieden waren, werden in bochum keine autos mehr gebaut werden... weil ihr einzelfall natürlich repräsentativ ist... wie das?

zur info:
a) die qualitätsprobleme opels sind seit längerem überwunden
b) bochum ist nur ein produktionsstandort opels. rüsselsheim besteht ja weiter, eisenach auch.

Opel ist Schrott und das seit zig Jahren

Ich hab vor etlichen Jahren auch einen Opel gefahren. Das reicht, nie wieder. Klappern, rosten und Elektronik unter aller Würde. Service ist sehr teuer. Ich hab noch keinen Opel-Fahrer getroffen, der von seinem Auto begeistert war. Bei den Japanern ist das genau das Gegenteil. Die Masse ist voll happy damit!

in meine Jugendzeit in den 80ern waren die ganz großen VW & Opel. VW ist heute auch mit Seat, Skoda & Co erfolgreich - Opel hat da tatsächlich etwas versäumt...

Opel hat zum einen die Qualität extrem verschlechtert (besonders unter dem "genialen" José Ignacio López) und so wirklich jeden Trend der letzten 20 Jahre verschlafen. Das ist bei den Kunden nicht gut angekommen und so ein Desaster kann man dann nicht einfach mit ein paar tollen Modellen aufholen.

GM hat sich im Konkurs von allem getrennt was nicht profitabel war. Nur Opel wurde behalten (obwohl schon Verhandlungen liefen). Offenbar war langsames Ausbluten lukrativer für GM als ein Verkauf. Die Verluste die Opel schreibt werden wahrscheinlich für GM nicht schlagend, aber innerhalb des Konzerns wird - für Opel unsichtbar - sicherlich trotzdem einiges verdient (Opels werden ja weltweit als andere GM-Marken verkauft).
Fürs alleine Autos machen ist Opel einfach zu klein. Und das schlimmste das einem passieren kann ist ein sich super verkaufendes Auto mit dem kein Deckungsbeitrag (geschweige denn Gewinn) eingefahren wird.

vor allem den dieseltrend der 90er jahre und danach

haben sie total verschlafen, sodass sie dann auf fiat-motoren zurückgreifen mussten.

die qualität passt aber insgesamt wieder.

Kann ich nicht bestätigen

ergänzend dazu. die dekra sieht das anders und ihre ergebnisse beruhen nicht auf der erfahrung eines einzelnen.

- insignia: "Der Insignia bestätigt seinen Vorjahressieg mit der zweitbesten Einzelwertung 2011. fahrzeuge ohne relevante mängel über klassendurchschnitt"

- astra: "Der Astra ist das Fahrzeug mit dem besten DMI aller Fahrzeuge und somit Gewinner 'Beste Einzelwertung 2012" und sogar der vorgängerastra schneidet gut ab.

- corsa: "Der Corsa der vierten Generation präsentiert sich als Musterknabe mit einer der niedrigsten Mängelquoten bei den Kleinwagen [...] in allen Baugruppen und Laufleistungsbereichen". 79,7% ohne relevante mängel vs. einen klassendurchschnitt von 59,4% bei einer laufleistung von 50-100.000 km

Ich werde den Eindruck nicht los, dass Sie ein Naheverhältnis zu Opel haben :-)

ich bedaure,

aber ich habe mit opel nichts zu tun und würde mir nie einen opel kaufen.
ich habe nur obige behauptung widerlegt und sie können ähnliche zitate von mir bzgl. renault oder andere hersteller finden, denen hier gerne schlechte qualität angedichtet wird.

War ja nicht böse gemeint :-)

Beeindruckend ist aber Ihr Fachwissen. Sind Sie im automobilen Bereich tätig oder ein Techniker? Oder ganz was anders?

dann haben sie ein pech gehabt.

Die meisten Personen aus meinem Umfeld, die oft jahrzehntelang der Marke Opel die Treue gehalten haben, sind innerhalb der letzten 5 Jahre zu anderen Herstellern abgesprungen. Und der letzte opeltreue Nachbar hat extremen Ärger mit der Einspritzung. Für mich ist das kein Zeugnis von hochwertiger Technik bei den aktuellen Modellen.

Ich persönlich würde keinen Opel mehr kaufen. Ganz abgesehen von den "hoch motivierten" Arbeitern, die mit vielen Sorgen und Ärger am Band stehen müssen und dabei logischerweise nicht die beste Arbeit abliefern können bzw. wollen.

Das Steuergerät der Einspritzpumpe wird bei Opel gerne mal kaputt kostet original etwa 1000 Euro.

Um 1000 Euro kannst du dir ein nagelneues High-End-Smartphone kaufen - das Teil hat mehr Rechenleistung als die Damals für den Flug zum Mond gebraucht haben.

Die sind einfach nicht ganz dicht mit deren Preisgestaltung.

die sache ist einfach die, dass

die meisten hersteller machen das meiste geld im after sales und nicht im neuwagenverkauf. ausserdem hast du hier einen guten teil des preis von der arbeitszeit, die bei den werkstätten teuer verrechnet wird.

der smartphonevergleich ist wohl hanebüchen. ob ein in china zusammengebautes smartphone mit einer lebensdauer von vielleicht drei jahren (davon das dritte jahr sowieso technisch obsolet) den preis von 1000 euro eher rechtfertigt, ist mehr als fraglich

Grade der Fall des Steuergeräts der Einspritzpumpe ist absurd.

Effektive Arbeitszeit sind hier 10 Minuten: 4 Schrauben am Gehäuse der Einspritzpumpe runter, Steuergerät raus, neues rein, 4 Schrauben reindrehen - done). Ja - es gibt Fahrzeuge wo man den halben Motor ausbauen muss, um an die einspritzpumpe zu kommen, aber bei einem Astra G ist das nicht der Fall.

Und dass diese winzige 08/15-Platine eine fast 4-stellige Summe kostet, ist mehr als lächerlich. Besonders wenn der Defekt idR. _eine_ gebrochene Lötstelle an einem der Bond-Drähte ist.

http://www.remmington.info/testproceed.html

Opel befindet sich jetzt im gleichen Zustand wie damals mein Kadett.

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