Nazi-Jäger Michel Slitinsky im Alter von 87 Jahren verstorben

10. Dezember 2012, 22:59

Slitinsky brachte Nazi-Kollaborateur Maurice Papon hinter Gitter

Bordeaux - Michel Slitinsky, der maßgeblich für die Verurteilung des französischen Nazi-Kollaborateurs Maurice Papon gesorgt hatte, ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Slitinsky sei am Samstag gestorben, teilte seine Familie am Montag mit. Der Sohn jüdischer Einwanderer aus der Ukraine hatte nach Ende des Zweiten Weltkriegs damit begonnen, Beweismaterial gegen Papon zu sammeln und trug so dazu bei, dass Papon 1998 zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde.

Als Generalsekretär der Präfektur von Bordeaux hatte Papon im Zweiten Weltkrieg Befehle zur Verhaftung und Deportation von mehr als 1500 Juden aus der Region unterzeichnet. Nach dem Krieg wurde er Pariser Polizeichef und Haushaltsminister.

1981 machte der Amateur-Historiker Slitinsky die Tätigkeit Papons während der NS-Besatzung bekannt, wofür dieser schließlich wegen Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt wurde. Slitinskys Vater Abraham war 1942 von der französischen Polizei verhaftet und von den Nazis in Auschwitz ermordet worden.(APA, 10.12.2012)

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rote stricherln werden verteilt weil man einem nazijäger gedenkt ...

.. das muss Österreich sein.

in der fpö-zentrale wissen's halt auch schon, wie man computer bedient.

ich verneige mich vor einem grossen nazi-jäger

Traurig...

Von solchen Menschen bräuchten wir mehr. In Österreich hätte er viel zu tun.

mies klingt ..

.. fuer mich : "Der Sohn jüdischer Einwanderer aus der Ukraine hatte nach Ende des Zweiten Weltkriegs damit begonnen, Beweismaterial gegen Papon zu sammeln und trug so dazu bei, dass Papon 1998 zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde." <-- kanpp 50 Jahre hat es gedauert, diesen "Pariser Polizeichef und Haushaltsminister" seine Taten nachzuweisen???

Ein Guter .. und es gibt zu wenige davon.

repose en paix.

es ist traurig, dass privatpersonen die aufgaben staatlicher behörden übernehmen mussten und müssen, um unrecht zu benennen und zuzuordnen, damit dann endlich die behörden tätig werden.

der tod von slitinsky hinterlässt eine lücke, die hoffentlich gefüllt werden kann.

Liegt wohl daran ..

.. dass die Politiker kein persönliches Interesse hatten, diese Arbeit richtig machen zu lassen! Da wären noch viele andere Köpfe nach dem Krieg ins Rollen gekommen! Das Ergebnis dieser farlässigen Handlungen sehen wir heute in der größer werdenden Neo-N@zi Bewegung in ganz Europa :-(

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