Bei Furchenbienen bestimmt die Königin die Rolle der Tochter

Die erste Brut erhält weniger Futter und wird so zu kleinwüchsigen Arbeiterinnen

Lausanne - Bei wilden Furchenbienen der Art Halictus scabiosae bestimmt die Königin die Rolle ihrer Töchter durch das Futter, das sie der Brut verabreicht. Bei der Honigbiene legt nur die Königin Eier, die Arbeiterinnen sind unfruchtbar. Bei den urtümlicheren Furchenbienen sind noch alle Weibchen fruchtbar. Dennoch züchtet die Königin bei der Staatsgründung nach dem Überwintern in einer ersten Brut kleinwüchsige Arbeiterinnen heran, die sich meist nicht fortpflanzen. Das fanden Forscher der Universität Lausanne in Versuchen heraus. Die Studie ist im Online-Fachjournal "Frontiers in Zoology" erschienen.

Die kleineren Arbeiterinnen helfen vor allem bei der Aufzucht der nächsten Brut, die Männchen, größere Weibchen und künftige Königinnen hervorbringt. Nayuta Brand und Michel Chapuisat vom Departement für Ökologie und Evolution der Universität Lausanne haben nun festgestellt, dass die Königin ihrer ersten Brut deutlich weniger Nektar und Pollen verfüttert, wie sie im Online-Fachjournal "Frontiers in Zoology" berichten.

Futtermenge bestimmt Größe

Die zweite Brut bekam 1,4-mal mehr Futter, und zwar vor allem mehr eiweißreiche Pollen. Die Töchter der ersten Brut waren stets kleiner, leichter und hatten geringere Fettreserven als die der zweiten. Die Männchen waren immer gleich groß. Diese Beobachtungen waren laut den Forschern unabhängig von Schwankungen des Wetters oder des Nahrungsangebots.

Brand und Chapuisat schließen daraus, dass die Staatsgründerin das Futter gezielt dosiert: "Sie gibt ihrer ersten Töchtergeneration absichtlich weniger Futter, um sie in die Arbeiterrolle zu drängen", sagte Chapuisat in einer Mitteilung des Journals zur Studie. (APA/red, derStandard.at, 16.12.2012)

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6 Postings
Monarchenschweine!

Arbeiterinnen vereinigt euch!

Ähmm....

Natürlich entscheidet auch bei der Honigbiene die Fütterung (im Verein mit einer größeren Zelle) darüber ob eine Larve zu einer Arbeiterin oder einer Königin heranwächst; insofern ziemlich genau dasselbe System der weiblichen Kastenbildung; genetisch sind die Weibchen alle größtenteils ident (das Geschlecht wird also durch Umweltfaktoren und nicht durch die Gene bestimmt). Das scheint mir nicht recht klar aus dem Artikel hervorzugehen.

der Artikel ist nicht uninteressant:

mitunter ist auch zu lesen, dass in Situationen nahe dem Aussterben einfache Bienen zu Nestgründerinnen werden und sich als Königinnen etablieren. Nach welchen Kriterien das funktioniert, ist aber kaum wo zu finden

Unbegattete Arbeiterinnen

beginnen Eier zu legen, wenn zu lange eine Königin fehlt. Aus diesen Eiern schlüpfen aber nur Drohnen. Diese arbeiten nichts und so ist das Volk des Todes.

sind furchenbienen

verwandt mit schluchtenscheissern?

Noch näher steht aber der Furchenadel.

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