Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Leere Sessel der Rebellen bei den Verhandlungen in Kampala.
Kampala/Goma/Kigali - Die Emissäre der Rebellenmiliz M23 haben die Friedensverhandlungen mit der kongolesischen Regierung in Ugandas Hauptstadt Kampala an ihrem zweiten Tag boykottiert. "Wir sind hier, um zu verhandeln. Nicht, um uns eine Wutrede der Regierung anzuhören", sagte am Montag M23-Sprecher Rene Abandi. Die Delegation werde erst an den Verhandlungstisch zurückkehren, wenn es einen "Rahmen" dafür gebe. Am Montag blieb unklar, ob und wann die Verhandlungen wieder aufgenommen werden.
Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo hatte sich zu den Gesprächen bereit erklärt, nachdem die M23-Miliz im Gegenzug die von ihr besetzte Stadt Goma im Osten des Kongo wieder verlassen hatte. Die Verhandlungen wurden bereits am ersten Tag, am Sonntag, unterbrochen, als der Delegationschef der Miliz, Francois Rucugoza, eine "schlechte Regierungsführung" in Kinshasa als einen der Gründe für die Rebellion nannte. Kongos Außenminister Raymond Tshibanda drohte daraufhin mit einem Abbruch der Verhandlungen.
Für Irritation sorgte am Montag die Mitteilung der ugandischen Armee, einen Grenzübergang zum Kongo wieder geöffnet zu haben. Dieser Übergang wird von der M23-Miliz kontrolliert, die dort mittels Zöllen Gelder für ihren Aufstand eintreibt. Uganda und dem Nachbarland Ruanda war von der UNO und der Regierung in Kinshasa mehrfach die heimliche Unterstützung der M23-Miliz vorgeworfen worden.
In Goma wurde derweil ein Wiederaufflammen des Konflikts befürchtet, sollten die Verhandlungen in Kampala endgültig scheitern. Die UN-Truppe MONUSCO und Anwohner der Stadt berichteten übereinstimmend von Truppenbewegungen der M23-Miliz rund um Goma. Die Rebellen hatten die Hauptstadt der rohstoffreichen Provinz Nord-Kivu am 20. November eingenommen und waren zwölf Tage später plündernd wieder abgezogen.
In der M23-Miliz sind etwa 1.500 ehemalige Tutsi-Rebellen zusammengeschlossen, die infolge eines Friedensabkommens in die kongolesische Armee eingegliedert worden waren. Aus Protest gegen ihre schlechten Lebensbedingungen verließen sie vor rund acht Monaten das Militär jedoch wieder und erhoben die Waffen gegen die Regierung. (APA, 10.12.2012)
Vorwurf: Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Einige Opfer waren erst sechs Jahre alt
Justiz wirft Chef einer Rebellengruppe Umsturzversuch im Kongo vor
Opfer kam aus Pakistan - UNO-Generalsekretär Ban verurteilt Angriff
UNO-Mission besteht auf Sanktionen wegen Massenvergewaltigungen - Zwölf Offiziere entlassen
Kampftruppe soll offensiv gegen Rebellen vorgehen - Mandat gilt vorerst für ein Jahr
UNO und ugandische Armee bestätigen Abzug von Miliz M23 aus Stadt im Westen Kongos
Bosco Ntaganda will an IStGH überstellt werden - Wurde wegen Kriegsverbrechen und Massenvergewaltigungen gesucht
Staats- und Regierungschefs der Region geben Rebellen für Abzug 48 Stunden Zeit
Helikopter zerschellt an Hügel - Besatzung tot
Gewalt, Bodenschätze und Kriegsverbrecher: Die Hintergründe der Aktionen der neuen Rebellengruppe M23
Tausende auf der Flucht
Tausende fliehen vor Wiederaufflammen der Kämpfe - Rebellen kündigen weiteren Vormarsch an - Nachbarstaaten fordern Abzug der Aufständischen aus Goma
Rebellengruppen sollen nicht mehr unterstützt werden - Kinshasa setzt Verhandlungen mit M23-Guerilla fort - Zusätzliche Blauhelm-Truppe geplant
Angesicht der Rebellenoffensive in Ostkongo
Annäherung bei Verhandlungen in Uganda erzielt
"Monusco"-Truppe bleibt ein weiteres Jahr
Ermordung des ersten Premiers Kongos im Jahr 1961 könnte als Kriegsverbrechen eingeordnet werden
Weitere Treffen in Goma geplant
Miliz zieht offenbar aus Provinzhauptstadt im Osten des Kongo ab
Kaina und Ngaruye sollen flüchtende Kindersoldaten getötet haben
Wegen Rebellen-Unterstützung im Kongo
Armee will M23-Miliz nicht ohne Regierungsbefehl angreifen
Es wired Zeit, dass die Kreigsparteien miteinander verhandeln. Allerdings gehören dann auch Ruanda und Uganda dazu, denn ohne dass diese beiden Länder einer Friedensregelung zustimmen, wird's nichts mit der Beendigung des Krieges. Dazu braucht es internationalen Druck und Hilfe. Es wäre tragisch für die Menschen und für die grandiose Natur in der Region, wenn das nicht endlich gelänge, s. http://www.fr-online.de/panorama/... 98140.html
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.