ORF: Nullsummenspiel für Freie

10. Dezember 2012, 18:19
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Wrabetz und Amon stellen sich Dienstag Mitarbeitern

Wien - Dienstag sind General Alexander Wrabetz und Radiodirektor Karl Amon zur Betriebsversammlung im ORF-Radio geladen. Absehbare Themen: die bisher ergebnislosen Gespräche über weniger prekäre Bezahlung freier Mitarbeiter und die Bestellung des Radio-Innenpolitikchefs.

Amon hat wie berichtet Edgar Weinzettl als Innenpolitikchef vorgeschlagen, bisher Wortchef bei Radio Wien. Die Redakteure haben mehrfach und vehement gegen diese Besetzung protestiert.

Mit den freien Mitarbeitern redet nach mehreren Gesprächen mit Amon der ORF-General. Er hat ihnen ausrichten lassen, 500.000 Euro mehr für sie wären möglich. Zugleich kürzt der ORF Sendungsbudgets und Honorare zwischen sieben und 25 Prozent. Im Ergebnis könnte das für Freie 500.000 Euro weniger bedeuten; das klingt nach Nullsummenspiel.

Donnerstag berät der Stiftungsrat den ORF-Fünfjahresplan. Verlängert die Republik die Gebührenabgeltung nicht, will der ORF Produktionsmittel, Untertitel, ORF 3 und Landesstudios einsparen. Kulturschaffende und Sehbehinderte protestierten prompt: "Man kann doch nicht bei jeder Finanzverhandlung gesetzlich vorgeschriebenen Service infrage stellen", erklärte Markus Wolf für die Sehbehinderten. (red, DER STANDARD, 11.12.2012)

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