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Surfen im Internet ist nicht nur für Kinder faszinierend - doch ihnen fällt es laut Experten oft besonders schwer, frisch aufgeputzte diskriminierende, rechtslastige Inhalte als solche zu erkennen.
Der Kampf gegen Diskriminierung und Mobbing im Net sei vor allem ein Kampf um die Hirne, nicht um neue Paragrafen, meint Claudia Schäfer vom Antirassismusverein Zara. Denn der rechtliche Rahmen, um gegen diese " letztlich demokratiegefährdende" Hetze vorzugehen, sei derzeit beschränkt.
"Auf nationaler Ebene sind nur jene Gesetze anwendbar, die auch in der Offline-Welt gelten. Wenn Provider also im Ausland ansässig und deshalb hiesige Bestimmungen nicht anwendbar sind, macht das die Strafverfolgung umso schwierig", sagte Schäfer bei der Vorstellung des Menschenrechtsbefunds 2012 der Liga für Menschenrechte.
Daher müsse auf hauptsächlich Prävention und Gegenoffensive gesetzt werden, also auf Wissensverbreitung über die Gefahren rassistischer Inhalte, die sich in Windeseile in Internet verbreiten, auch wenn das, was behauptet wird, schlicht falsch ist: "So wie die unzutreffende Nachricht vom Nikolo-Verbot in Kindergärten, die sich vergangene Woche auch heuer via Facebook-Auftritt von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in Windeseile verbreitet hat."
Erste Ansprechpersonen für Aufklärungsinitiativen gegen derlei Umtriebe sind laut Antirassismusexpertin Schäfer Jugendliche. Denn ihnen falle es oft besonders schwer, diskriminierende und rechtslastige Messages im Netz zu erkennen - vor allem, wenn diese "in neuen Gewändern wie zum Beispiel der sogenannten Identitätspolitik" auftreten.
Und: Kinder und Jugendliche sind im Net stärker als alle anderen Attacken ausgesetzt. Letzteres besagt eine eigens für den diesjährigen Menschenrechtsbefund in Auftrag gegebene Studie der Public-Relations-Agentur Ecker & Partner, für die Ende November 500 repräsentativ ausgewählte Personen befragt wurden.
Mit 37,8 Prozent wurden hier Kinder und Jugendliche am häufigsten als jene genannt, die online "besonders stark von persönlichen Angriffen betroffen" sind. Es folgen Ausländer und Migranten (35,4 Prozent), Personen, die einer bestimmten Religionsgemeinschaft angehören (23,6 Prozent) und Personen mit dunkler Hautfarbe (16,6 Prozent): Eine Bestätigung des Umstands, dass rassistische Postings bei der Zara-Meldestelle für Rassismus-Vorfälle inzwischen schon ein Fünftel aller Beschwerden ausmachen.
Damit Hand in Hand geht die Furcht davor, im Net persönlich attackiert, also gemobbt, zu werden: 45,5 Prozent der Befragten gab an "sehr", "eher" oder "teils, teils" Sorge zu haben, "im Internet persönlich angegriffen zu werden". 8,8 Prozent haben bereits "verletzende und ungerechte Beiträge" gegen sich selbst wahrgenommen, 17,8 Prozent gegen ihnen bekannte Menschen.
Neben Cyber-Hate listet der Menschenrechtsbefund 2012 u. a. auch Einschränkung der Meinungsfreiheit durch das Amtsgeheimnis, Benachteiligung Eingetragener Partner, unzureichenden Schutz vor allem minderjähriger Asylwerber sowie Defizite bei der Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes als Probleme auf. Letzteres weise derart viele Lücken und Tücken auf, dass es in Österreich bei den Behindertenrechten zu einem "Rollback" gekommen sei. (Irene Brickner, DER STANDARD, 11.12.2012)
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keiner unter 16 sollte Zugang haben. Vor allem kleine Gören nicht, die glauben, dass sie die obergescheiten sind. Dann hört sich das mit dem Mobben auch schnell auf, da auch andere keine blöden Partyfotos von Betrunkenen oder Bekifften hochposten können. sms.at, singles.at, oder bussi.at sind relativ sicher, da man nur kurze Profile angeben kann, und keine kompletten Lebensgeschichten reinstellen kann.
es macht keinen sinn, es ist nichts positives von irgendwelchen dirigistischen massnahmen zu erwarten. ebenso wenig, wie vom einsatz der "drohnen" zu erwarten ist, dass man ein volk geistig überzeugen und niederhalten kann. der einzige weg ist, den kindern starke alternativen der selbstverwirklichung anzubieten, sodass facebook nicht mehr "die welt" für sie ist.
man muss bewusst die inhalte der sozialen netze im kontext der familien und peer groups relativieren, und nicht zu ernst nehmen. wesentliche schuld trägt die denke, derzufolge zb arbeitgeber (deren personalchefs) per facebook ihren angestellten nachspionieren und da ein fass aufmachen.
social media benötigen offizielle dekonstruktion! es schwappt sonst über wie barbarellas matmos.
wenn ein lehrer auf 15 schüler kommt, hat er _mehr_ als doppelte motivation und durchsetzungsfähigkeit, wenn er nur fit ist für diese arbeitsweise. es geht nur mit einem völligen umdenken in sachen erziehungswesen und schulbudget. die kids gehen einfach in den steinzeitmodus, wenn sie mit inspiration, hoffnung und glaubwürdiger autorität unterversorgt sind. ist doch sache des instinktes und sollte jedem klar sein.
ein bestimmtes Niveau gewohnt. Bei diesem Beitrag scheint sich das zu verstecken.
Natürlich sind Jugendliche sehr stark davon betroffen und bekommen diese Veröffentlichungen oft zuerst gar nicht mit. Da wirken sie aber schon. Dann werden die Administratorenrechte für die jeweilige Gruppe hin und hergeschoben, sodass schlussendlich niemand mehr weiß, wer überhaupt die Ansammlung an Beschimpfungen löschen kann.
Wir hatten vor kurzem einen solchen Fall an unserer Schule, das Mädchen, das - nach langem Nachforschen - aktuell diese Rechte hatte, wusste gar nichts davon. Wir haben das ausprobiert, ja, das geht.
schwappt sehr schnell in den Alltag über. Da lässt es sich mit einigen Anstrengungen wieder wegbekommen, aus der Cyberwelt ist das wesentlich schwieriger bis unmöglich. Im Schulalltag hat es eine begrenzte, benennbare Größe, im Cyber?
Ich finde, es sollte in den Schulen viel mehr dagegen gemacht werden! Neben Suchprävention, richtiger Ernährung, der täglichen Turnstunde und ein bisserl unterrichten wäre das dringend notwendig.
Bald wird die VDS sowieso soweit ausgeweitet, dass wird das wir auf Schritt und Tritt überwacht werden, und wenn dann in Zukunft jemand jemanden online einen "Idioten" nennt, stürmt noch am gleichen Tag die Spezialeinheit Kobra sein Haus, und stellt ihn.
Denn das ist die erste Stufe von Terrorismus. VDS sei Dank, dass dieser zukünftige Terrorist geschnappt wurde.
1.) warum um füüüü Göd geben diese Leute derartig viele persönliche Informationen bekannt. Würden sie das nicht machen - wer könnte sie dann mobben?
2.) warum sollte es mich tangieren wenn jemand meint "die Mitzi_Tant ist ein Blödes?
Wer im Netz gemobbt wird ist aus meiner Sicht selber Schuld. Aber schon schreien die Stalinisten dieses Landes nach noch mehr Stasiüberwachung.
Grüße ans ZK Irene.
der letzten generation ist, dass wir eine selbstdarstellungskultur geworden sind.
wer nicht in einem medium ausführlich und "cool" dargestellt wird, wofür man dank gutenberg zweikommanull selbst sorgen kann, der existiert praktisch nicht und macht kein geschäft. personalabteilungen beziehen social media in der mitarbeiterbeurteilung oder rekrutierung stark ein.
ad 1)
man muss nicht persönliche Daten ins Netz stellen, um dort gemobbt zu werden. Es gibt immer wieder Facebook-Gruppen a la "Wir alle hassen xyz" mit peinlichen (fotogeshoppten) Bildern, Verleumdungen, etc., wenn dann noch jemand auf die Idee kommt, so ein Foto auszudrucken und mit ins Klassenzimmer zu nehmen, hat sich das Problem ganz schnell vom Internet in die Realität verlagert, ohne dass sich das betroffene Kind auch nur ein einziges Mal irgendwo eingeloggt hat.
ad 2)
Es geht hier hauptsächlich um Kinder. Die trifft so etwas härter
weil...
1) Kinder anders denken, sehen die Gefahr nicht (oder unterschätzen sie oder denken es kann ihnen nichts passieren), viele sind wohl erst in einem alter von 12-15
2) manche wohl auch gute Tricks auf Lager haben (zB ein netter Junge der auf verständlich tut).
3) sind manche empfindsamer, anderen ist egal was man über sie denkt, wie zb der Mitzi_Tant.
4) haben nicht alle die gleichen Intelligenzwerte, weswegen wohl der ein oder andere ned weiß was er tut..
UND SOOO WEITER
aber auf jeden fall zustimmung.
sie müssen es aber in den familien lernen, es ist eine frage der zeit.
die "opfer" (im doppelten sinn) sind ja typisch welche, deren eltern ein wenig rückständig sind, zb tief religiös mit restriktiver erziehung wo alles "böse" ist usw. oder wo keine erfahrung mit öffentlicher kommunikation besteht.
diese spur unterscheidet dann ob a) das kind sensibler und uninformierter ist als gut tut, oder b) ob es sich wirklich um verbrechen handelt, die schärfstens bestraft werden müssen, und wo die gesellschaft eine niederträchtige bande zerschlagen muss, egal was die eltern für promis sein mögen.
es geht doch vor allem um die bereitschaft der masse der jugendlichen, da mitzuspielen. und wenn die mainstreamgesellschaft mit ihren autoritäten den kontakt zu den schülern und lehrlingen verliert, dann ist nicht das internet schuld. das liegt an einer unsagbar depperten faulheit und geizigkeit:
das bildungswesen wird ideologiehalber von parteiklüngeln usurpiert und zugrunde gerichtet, und sie streichen einander gegenseitig, "strafhalber" das budget zusammen, bis man nicht mehr arbeiten kann. kaputtsparen ist ein hilfsausdruck. weiters der druck auf die löhne und das ganze arbeitsklima, dem viele eltern ausgesetzt sind. die prekären beschäftigungen haben keinerlei interesse, auf d. familien rücksicht zu nehmen.
mobbing bedeutet steinzeit!
Ich kenne einen Fall, da wurde auf einer sozialen Webseite ein Fake Profil von jemandem angelegt und lauter Unsinn zum Gaudium der Mitschüler rein gepostet.
Sie sehen, jemand kann auch Opfer werden ohne, dass man selbst Informationen von sich ins Netz stellt.
Ihre Grundeinstellung, das Opfer sei zumindest Mitschuld kann ich überhaupt nicht verstehen, wenn wir diesen Gedanken fortführen sind wir wieder dort, dass eine Frau an einer Vergewaltigung Mitschuld trägt, weil sie vieleicht mit Ihrer Kleidung die Tat provozierte...
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