Einblick in Linzer Westring

10. Dezember 2012, 18:24
11 Postings

"Die Kosten werden halten", sagt Asfinag-Vorstand Alois Schedl

Linz - Befürworter und Gegner der geplanten A26, dem Linzer Westring, haben ab sofort zwei Monate Zeit, ihre Meinung zu dem umstrittenen Bauprojekt entsprechend kundzutun. Eine Abänderung vom ursprünglichen Bauumfang macht jetzt eine öffentliche Neuauflage der Projektunterlagen notwendig. Einsicht gibt es diesbezüglich bis zum 4. Februar 2013 im Linzer Rathaus, im Gemeindeamt von Puchenau und im Verkehrsministerium.

Ursprünglich war die Linzer Autobahn A26 - mit Nord- und Südteil - als Ringschluss zur Mühlkreisautobahn (A7) im Norden der Stadt geplant. Nach zähen Verhandlungen mit dem Bund fiel dann 2011 die geplante Nordspange dem Sparstift zum Opfer. Die A26 Süd soll in Etappen bis 2029 realisiert werden und rund 646 Millionen Euro kosten. In einem ersten Bauabschnitt soll ab 2015 die vierte Linzer Donaubrücke realisiert werden. Dann folgen, laut Plan, der Tunnel durch den Freienberg und schließlich ab 2027 die Westbrücke.

Kritik vom Bundesrechnungshof

Unter die Kritiker mischte sich zuletzt auch der Bundesrechnungshof. Empfohlen wurde unter anderem der Asfinag, hinsichtlich der Realisierung auf das Gas zu steigen. Der angepeilte Realisierungszeitraum bis 2029 würde die Baukosten entsprechend in die Höhe treiben.

"Die Kosten werden halten" entgegnet Asfinag-Vorstand Alois Schedl. Man werde "frühzeitig etwaige Baurisiken ermitteln" und diese in den Kosten berücksichtigen. Schedl: "Der Rechnungshof empfiehlt lediglich, wenn wir mehr Geld zur Verfügung hätten, auch früher zu bauen. Nur haben wir eben nicht mehr Geld." (mro/DER STANDARD, 11.12.2012)

Share if you care.