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Korneuburg - Der Beschuldigte im Fall Julia Kührer weise weiterhin alle Anschuldigungen von sich, sagte Friedrich Köhl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, am Montag zur APA. Demnach wurde der 51-Jährige, über den am Freitagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft die U-Haft verhängt worden war, am Wochenende nicht einvernommen. Befragungen können laut Köhl durch den Staatsanwalt, Haftrichter und die Polizei erfolgen.
Der Anwalt des Verdächtigen habe 14 Tage Zeit für die angekündigte Beschwerde beim Oberlandesgericht Wien, so Köhl. Diese wurde noch nicht eingebracht: "Wir prüfen das gerade", sagte Rechtsanwalt Farid Rifaat.
Der Beschuldigte Michael K. war bereits Ende Juni 2011 nach dem Auffinden der Überreste des seit fünf Jahren vermissten Mädchens in einem Erdkeller auf seinem Grundstück im Weinviertel ins Visier der Ermittler geraten. Vergangenen Mittwoch wurde er neuerlich festgenommen.
Zuvor war in einer aufwendigen Analyse eine DNA-Spur auf einer Decke sichergestellt worden, in die die Leiche der 16-Jährigen eingewickelt war. "15 von 16 Merkmalspuren stimmten mit dem Profil des Verdächtigen überein", sagte Ernst Geiger, Ermittlungsleiter im Bundeskriminalamt (BK), am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Damit gebe es einen ersten Sachbeweis. (APA, 10.12.2012)
Rechtsanwalt des Beschuldigten kündigte Beschwerde an
Der Verdächtige leugnet weiter mit Tod des Mädchens zu tun zu haben
Als Mädchen zuletzt gesehen wurde, soll Festgenommener mit Handy in Pulkau eingeloggt und nicht im Ausland gewesen sein
Ausführliche Einvernahme des Beschuldigten - Vorerst kein Kommentar des Bundeskriminalamtes
16-Jährige verschwand im Juni 2006 - Skelettteile im Juni 2011 gefunden - Tatverdächtiger im Dezember 2012 neuerlich festgenommen
DNA-Spuren durch Hautschuppenanalyse auf verkohltem Deckenfragment gefunden
Etwaige Verbindung zu Verdächtigen überprüft
Letzte Spur im Fall des tot gefundenen Mädchens Julia Kührer wird ausgewertet
Weitere polizeiliche Ermittlungen in kommenden Wochen
Finder des Skeletts erhielten jeweils 15.000 Euro
Staatsanwaltschaft Korneuburg wartet auf Gutachten
Spuren weisen auf sechs verschiedene Menschen hin - Anwalt des Grundstück-Eigentümers ortet Entlastung
Auto gehörte 50-Jährigem, auf dessen Grundstück die Leiche des Mädchens gefunden wurde
Staatsanwalt: Gefundene Faserspuren werden auf DNA untersucht
OLG sieht "keinen dringenden Tatverdacht" - Beschwerde gegen Enthaftung von Staatsanwaltschaft abgelehnt
Die Staatsanwaltschaft hält Michael K. nach wie vor für "dringend tatverdächtig"
Hauptverdächtiger war aus U-Haft entlassen worden
Das Ergebnis der Untersuchungen soll allerdings erst in einigen Wochen vorliegen
50-Jähriger daher auf freien Fuß gesetzt
Staatsanwaltschaft Korneuburg verwies auf Frist von 14 Tagen
Der für die Polizei Hauptverdächtige sagt, Beamte hätten vor zwei Jahren seinen Erdkeller kontrolliert. Stimmt nicht, kontert die Exekutive
254 Hinweise aus der Bevölkerung, davon einer auf Michael K. - Verdächtiger nannte Jugendliche aus Freundeskreis als mögliche Tatbeteiligte
50 Jähriger in Interview: "Ich habe nichts zu verbergen."
Der Tod von Julia Kührer könnte nie vor Gericht landen - Es ist ungeklärt, ob die 16-Jährige überhaupt ermordet wurde
Najo, "ob Verbrechen" kann sie schon sagen. Zumindest "Störung der Totenruhe" wirds schon vorliegen.
Sie kann - nach Lage der veröffentlichten Information - net sagen welches. Und vermutlich auch nicht von wem begangen.
Wenn der Täter die Decke z.B.: von der Wäscheleine genommen hat um die Leiche abzudecken? Oder die Decke im Garten gelegen ist und der Täter genommen hat.
Beweise? Wo sehen sie Beweise? Ich sehe keinen der vor Gericht hält.
In ihrem Erdkeller wird eine Leiche gefunden, die mit ihrer Decke zugedeckt wurde: Sind sie nun der Täter?
Ich würde mich freuen, wenn der Täter endlich überführt wird. Bin aber dagegen, dass man einen Unschuldigen hinter Gittern bringt nur damit das Volk beruhigt wird. Wenn er es wahr hoffe ich, dass sie ihn überführen. Wenn nicht, bin ich dagegen ein Bauernopfer einzusperren.
tja, dagegen spricht, dass man die begonnene Treibjagd nicht so einfach wieder abblasen kann, man sich jetzt um jeden Preis den Erfolg verschaffen will - umsomehr, da man sich mit einer erneuten Freilassung ja noch lächerlicher als bisher machen würde.
"Jetzt erst recht" lautet die Devise, ist Kreativität bei der "Ermittlungs"-Arbeit angesagt ... und darin hat die Kripo-NÖ bewiesenermaßen sehr Viel Erfahrung.
Wohlwollende richterliche Unterstützung für jeweilige Konstrukte zu finden war noch nie ein Problem, wird es also auch diesmal nicht sein.
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