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Salzburg - Ein Tag - zwei Welten: Drinnen saßen Montagvormittag die Regierungsspitzen und berieten über das 340 Millionen schwere Spekulationsdebakel des Landes Salzburg. Draußen im Hof des Chiemseehofes, dem Sitz der Landesregierung, demonstrierten rund 3500 Landesbedienstete für eine Lohnerhöhung.
Es war der zweite von der Personalvertretung als "Montagsdemo" organisierte Protestmarsch in Folge. Dass die Bezeichnung "Montagsdemo" an jene Proteste in Leipzig angelehnt ist, mit denen 1989 der Sturz der DDR-Regierung eingeläutet wurde, war zumindest den älteren Demoteilnehmern durchaus bewusst.
Seit das Millionendesaster vergangene Woche bekannt wurde, haben die Beamtenproteste neben der Lohnforderung auch eine politische Komponente: " Die haben unser Geld verzockt", empörten sich viele Demoteilnehmer. Der Ruf nach Rücktritten machte ebenso die Runde wie Solidaritätsadressen für jene - inzwischen entlassene - Beamtin, die nach Darstellung von Finanzressortchef David Brenner (SPÖ) allein für den Verlust von 340 Millionen Euro verantwortlich sein soll.
Unter dem Eindruck der Proteste ist die Regierung inzwischen zu Zugeständnissen bereit. Statt der ursprünglich angebotenen Einmahlzahlung von drei Millionen, die dann auf acht Millionen aufgestockt worden war, gesteht nun die rot-schwarze Landeskoalition allen Landesmitarbeitern bis zu einer Gehaltsgrenze von 3500 Euro brutto eine pensionswirksame Lohnerhöhung für 2013 zu. Höhere Einkommen sollen eine Einmalzahlung bekommen.
Der Personalvertretung ist das zu wenig: Sie will eine Erhöhung für alle ohne Bezugsgrenzen durchsetzen. Am Donnerstag wird weiterverhandelt. (neu, DER STANDARD, 11.12.2012)
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... ist nicht nur "Beamtenprotest"! Hier protestierten tausende Krankenhausbedienstete, die tagtäglich ihren Einsatz für die PatientInnen bringen.- 5000 MitarbeiterInnen der Landeskliniken Salzburg, wie Pflegepersonal, ÄrztInnen, Medizinisches Personal und Verwaltungs- und Dienstleistungspersonal leisten überdurchschnittliches zum Wohle von Patientinnen und Patienten und fordern nur einen gerechten Lohnausgleich, analog zur Inflation. Gesundheitsberufe, im Besonderen die Pflegeberufe sind massiv unterbezahlt, haben immer mehr Arbeitsdruck, familienfeindliche und z.T. gesundheitsgefährdende Arbeitszeiten, und durch ständigen Personalmangel unzählige Überstunden zu leisten. Sie verdienen höchste Wertschätzung und vor allem mehr Gehalt!
alles privatisieren. Dann braucht ihr nicht mehr protestieren. Die guten Ärzte, das beste Pflegepersonal wird dann auch anständige Gehälter in den besten und effizientesten Krankenhäusern bekommen. Alle anderen können sich entweder einen neuen Job suchen, oder in den abgewirtschafteten übrig gebliebenen öffentlichen Krankenanstalten übrig bleiben. Genauso ist es übrigens in der normalen Welt auch - sprich im Handel, in der Industrie, im Handwerk usw.
Gleich vorweg - danke für die roten Punkte ;-)
Liebe Salzburger Beamtinnen und Beamten,
bitte kehrt an Eure Schreibtische zurück und erledigt effizient Eure Arbeit.
Eine Gehaltserhöhung zu verlangen, wenn das Unternehmen strauchelt und nicht weiss, wie es die nächste Budgetrunde überstehen soll, ist kontraproduktiv.
In privat geführten Unternehmen sind jährliche Evaluierungen der Effizienz und Kosteneinsparungen (ja, auch durch Freistellung / Kündigung von Arbeitnehmern !) an der Tagesordnung. Bitte seid einmal einen Moment dafür dankbar, dass Ihr Euch keine Sorgen machen müsst, dass Ihr am nächsten Tag gekündigt werdet.
Uns allen ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest
...die armen beamt/inn/en ahnten nicht einmal, daß in ihrer eigenen tintenburg unkontrolliert millionen in den wind geblasen wurden.
(jetzt, wo sie endlich einen allwöchtentlichen demotermin gefunden haben, darf man ihnen diesen nicht so mir nichts dir nichts wegnehmen, ohne sie völlig vor den kopf zu stoßen)
Selbst schuld kein Mitleid.
Wären die Salzburger Beamten professioneller, wären sie ihren Aufsichts- und Kontrollpflichten nachgekommen und würden sie sich trauen ab und zu die Meinung zu sagen, wäre es vielleicht nie soweit gekommen.
Mitarbeiter von Pleite-Unternehmen erhalten auch keine Gehaltserhöhung.
Das Ganze würde ich als einen "Lehrgang in Marktwirtschaft für Anfänger" bezeichnen.
in der Privatwirtschaft ist es so (und noch härter)...
Da gibt es noch die Devise: wer queruliert - verliert!
Man sollte ein bischen sparen: Weihnachtsfeiern NICHT während der Dienstzeit und mit Steuergeld...
Essenszuschuß: also ICH bekomme keinen, (Ist OK für mich) aber ich will auch keinen Zuschuss aus meinen Steuern finanzieren (Und schon gar nicht für Personal >2000€ brutto/Monat)
Die ganzen Zulagen sollte ausgemistet werden und dann würde das Geld schon einsparbar sein (Hat ja auch Jahre gedauert das Geld zu verzocken).
Über den Vorgesetzten P. möchte ich eigentlich nichts sagen ausser: Unfähig!
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