Wenn Postings zum Bumerang werden

19. Dezember 2012, 17:22
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    foto: ap photo/oliver multhaup

Der Widerspruch in sich und andere unerwartete Phänomene

Ganz wie es seinem Wesen widerspricht, kommt das Unerwartete im Forum mit zuverlässiger Regelmäßigkeit. Manchmal als Bumerang wie bei karli9, der bei "Merkel auf Konfrontation zu EU-Partnern" seiner Gegnerin den Mund verbieten will:

"Financial bitch shout up"

Ein Fall für den "Hohlspiegel", ähnlich wie die überraschende Definition von "Rechts" (politisch gemeint), die Bernhard100 bei "Kärntner von Haiders Mitschuld an Skandalen überzeugt" abliefert:

"Das einzige was Linke beherrschen ist einen stolzen Österreicher als Nazi zu bezeichnen. Traurig was damals passiert ist, und traurig das Linke damit ihr Schundluder treiben und vergangenes in der Vergangenheit lassen und nicht immer auf Patrioten schimpen. Ich bin rechts, und hab trotzdem eine Muslime als Freundin und sie weiß es auch. RECHTS= na zur heimat und zur unsrer kultur und bedeudet nicht nazi zu sein! Traurig die linke hetze!"

Ist das Konzept "Rechts" bislang vollkommen missverstanden worden? Aber wenigstens weiß seine Freundin, dass sie eine Muslima ist. Und seine Freundin. Ein paar Grundsicherheiten gibt es also doch noch. Und auch AlBundyFan ist sich bei "Schwarze T-Shirts, langes Haar - aber verschiedene Persönlichkeiten" sicher. Nämlich dass Vorurteile und Pauschalisierungen bekämpft werden müssen:

"ich weiß eh wie es läuft
für viele menschen ist halt toleranz nur eine einbahnstraße....
toleranz für sich selbst und für die eigenen werte wird von jedem eingefordert auch notfalls verbal agressiv wenn es nicht passiert.
aber wenn es darum geht andere menschen selbst zu akzeptieren dann wird man aufeinmal zu dem was man selbst in anderen sieht - ein intolerantes arschloch.
dann werden geschwind mal hunderttausende österreicher wegen irgendeiner kleinigkeit generell zu geistig behinderten erklärt und massivst beschimpft.
besonders im linken lager ist diese sichtweise äußerst verbreitet." 

Während sich AlBundyFan also unzulässige Generalisierungen verbittet, ersucht Coleman Silk bei "Erster privater Raumfrachter auf dem Weg zur ISS" darum, doch etwas mehr Achtung auf den guten Ton zu legen:

"kann man diese proleten postings nicht zensurieren? ich meine, dass interessiert doch keinen gebildeten menschen und der standard will doch eine qualitätszeitung sein."

Sie sahen einen Beitrag der FreundInnen einer distinguierten Diskussionskultur e. V. Noch so ein Paradoxon. Das vielleicht schönste von allen ist aber, wenn ausgerechnet ein/e VertreterIn der Raucherrechte mit "dem längeren Atem" argumentiert. So geschehen im Fall von UserIn XY, die/der nach Verwarnung wegen Nichtraucherbeschimpfung schreibt:

"Das ist weder diskriminierend noch beleidigend - ausser für uns Opfer.
Das sind schlicht und ergeifend hinlänglich belegte Tatsachen - welche der Standard habituell zu unterdücken sucht.
Im Grunde machen Sie sich der Wiederbetätigung schuldig und strafbar, - darüber hinaus erfüllen Sie noch das Straftatbbild der gewerblichen Beihilfe zur Volksverhetzung.
Im Augenblick habe ich die Zeit dazu nicht, aber sobald ich diese finde, werde ich entsprechende Sachverhaltsdarstellungen an die StA und ihren internationalen Mitbewerb übermitteln. Es ist allerhöchste Zeit Sie von ihrem manipulativen hohen Ross herunter zu bekommen.
Wir werden sehen wer den längeren Atem hat: Sie oder die Wahrheit."

Das hängt letztendlich wahrscheinlich davon ab, wer mehr raucht: Unser Ross oder die Wahrheit. Das Rennen ist noch offen. (ZensorIn, derStandard.at, 12. 12. 2012)

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Nanu, seit einem halben Jahr "tote-Hose" am Posting-Friedhof!

Es kann doch nicht sein, dass alle verhaltensoriginellen UserInnen von dannen getrollt sind. Zumindest der/die ZensorIn sind noch aktiv, wie ich aus eigener Wahrnehmung bestätigen darf.

Achtung auflegen?

Dann schon lieber wert auf den guten ton legen!
;-)

ich dränge darauf, im nächsten PF eine detaillierte analyse der postings zum thema votivkirchencampingplatz vorzunehmen.

was sich in den foren dieser artikel abspielt, ist weit jenseits dessen, was man üblicherweise hier zu lesen bekommt.

zeitung für leser, oder doch für rechtsaußen-poster (und jeweils mit -innen)?

und schwach

das wort mit dem loch auf a. abkürzen und die sache hat sich gehoben. der beweis ist erbracht worden.

fühle mich verstanden (das erste rote stricherl ist schon da). in der sache hat der bundy nämlich nicht ganz unrecht.

kostprobe gefällig?

https://derstandard.at/Userprofi... sortMode=1

die dame hat halt klassisch-konservative ansichten.

Wie wäre es eigentlich mit einem Artikelfriedhof?
Dahin verschwinden dann die wirklich so richtig grottenschlechten Artikel der Redaktion.

So wie kürzlich der komplett misslungene Versuch, auf Kosten des trauernden Kim Jung Irgendwas Satire für Arme zu machen.

Oder viele unfreiwillig komische, oft mit simplen Fakten als Propagandalüge enttarnbare Artikel auf der SchwesterInnenseite.

Der Artikelfriedhof wäre sicherlich leicht zu befüllen.

Das müssten dann die Poster veranstalten, denn welcher Redakteur legt sich mit seinen Kollegen an und stellt deren Artikel an den Pranger?

Abgesehen davon kann ich dieser Idee nicht viel abgewinnen. U. A. deshalb, weil Artikel und Postings ganz unterschiedlich entstehen. Der Eine überlegt, recherchiert, schreibt (im Idealfall in dieser Reihenfolge), der Andere schreibt einfach nur.
Es ist nicht fair, dass man in nur 1 Zeile einen ganzen Artikel in Grund und Boden schreibt, das hat sich kein Autor verdient - unabhängig davon, ob es ein "guter" oder "schlechter" Artikel ist.
Wenn Artikel bewertet werden sollen, dann kann dafür man die Replik-/Leserkommentaroption benutzen und das sollte auch seitens der Redaktion besser gefördert werden.

>weil Artikel und Postings ganz unterschiedlich entstehen
Nicht wenn man sich Journalist nennen und in einer Zeitung veröffentlichen will

>Der Eine überlegt, recherchiert, schreibt (im Idealfall in dieser Reihenfolge)
Ein Journalist

>der Andere schreibt einfach nur.
Was dann aber bestenfalls für ein Gsatzerl in einem privaten Blog reicht und in einer Zeitung, online oder nicht, nichts verloren hat

Wer

Bl*dsinn schreibt, wird nicht durchgelassen.

Wer totalen Bl*dsinn schreibt, der wird in einem eigenen Artikel geehrt...

Das soll eine Ehrung sein? Naja, jeder wie er glaubt.

"Rechts" und ein konservativ-muslimisches Weltbild sind kein Widerspruch und passen sogar hervorragend zusammen.

Wer solche Ausfälle mal von Profis sehen will, die dafür bezahlt werden zu schreiben, gehe mal ins Gesundheitsressort und lese einen beliebigen Artikel.

dieser pranger ist wirklich ein tiefpunkt dieser seite/zeitung....

Mich würde interessieren,

wieso manche Postings, die den Forenregeln entsprechen und inhaltlich was beitragen nicht durchkommen aber jenseitiger Blödsinn beim selben Artikel in Massen freigeschaltet wird.... auch meiner..

Das ist leicht...

Quod licet jovis, non licet bovis...

Scheinbar ist der "jenseitige Blödsinn" von Leuten, die die Zensoren als Jupiterl-lookalikes beurteilt werden... Während sie... nunja... gibt ja auch nette und smarte Rinder, nehmen sie es nicht persönlich |-D.

Ich ärgere mich gerade...

dass ich diesen völlig belanglosen Artikel wirklich zu Ende gelesen habe... wahrscheinlich wollte ich es nicht wahr haben, dass er wirklich so sinnlos ist!

Naja, das hier ist der Postingfriedhof, da sollte man sich nicht viel erwarten.
Aber das Problem ist, dass auch draußen in der Echtumgebung manchmal ähnliche Artikel zu lesen sind und es immer noch keine Artikelbewertungsfunktion gibt!
(Aber ich denke, das kommt nach * Alles Ausklappen und * Permalinken im Ticker an dritter Stelle.)

Aber aber!!!

Nicht doch, die Heute liest man doch auch, weil nix drin steht... ;-)

unterstreicht aber auch die teilweise sinnlosigkeit der posts, da der artikel ja mehrheitlich aus posts besteht...

insofern ist's als würden sie ein form lesen, das die geballte ladung an sinn-un-stiftenden posts enthält oder politisch wenig durchdachte positionen in form von posts transportiert...

also ich lese die postings oft und gerne und angenehm häufig sind sie (gewollt) sehr witzig, ehrlich.

Sign !

Ja, es ist wie bei schlechten Filme, bei denen man nicht rausgeht, weil man sich deckt es könnte noch besser kommen.
Der Standard schuldet uns jetzt ca. 1-2 Minuten Lebenszeit.

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