Deutschland weist syrische Botschaftsmitarbeiter aus

Berlin will Beziehungen zu Assad-Regime auf Minimum reduzieren

Damaskus/Berlin - Deutschland hat vier Mitarbeiter der syrischen Botschaft in Berlin ausgewiesen. "Wir setzen mit der heute erfolgten Ausweisung von vier Mitarbeitern der syrischen Botschaft in Berlin ein klares Zeichen, dass wir die Beziehungen zum Assad-Regime auf ein absolutes Minimum reduzieren", erklärte Außenminister Guido Westerwelle am Montag.

Deutschland setze darauf, dass das Oppositionsbündnis der Nationalen Koalition in Syrien sich weiter verfestige und sobald wie möglich handlungsfähige Übergangsinstitutionen aufbauen könne, hieß es. Die Syrer hätten bis Donnerstag Zeit, das Land zu verlassen.

Zu den Gründen für die Auswahl der ausgewiesenen Personen äußerte sich das Auswärtige Amt in Berlin zunächst nicht. Bereits im Mai hatte Syriens Botschafter auf Beschluss der deutschen Regierung seinen Posten räumen müssen. Frankreich und Großbritannien hatten die Nationale Koalition im November offiziell als einzige legitime Vertretung des syrischen Volkes anerkannt.(APA, 10.12.2012)

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