Strauss-Kahn erzielt außergerichtliche Einigung mit Zimmermädchen

10. Dezember 2012, 22:00

Anwälte: Sechs Millionen Dollar Schadensersatz "dramatisch inkorrekt"

New York/Paris - Anderthalb Jahre nach seiner vorübergehenden Festnahme wegen Vergewaltigungsvorwürfen in den USA hat der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn einen Schlussstrich unter die Affäre gezogen. Ein New Yorker Gericht billigte am Montag einen Vergleich zwischen Strauss-Kahn und dem Zimmermädchen Nafissatou Diallo. Nach der Einstellung des Strafverfahrens hat sich für den Franzosen nun auch die Zivilklage gegen ihn erledigt.

Die Einzelheiten der finanziellen Vereinbarung seien "vertraulich", sagte Richter Douglas McKeon. Die französische Tageszeitung "Le Monde" hatte unter Berufung auf Vertraute Strauss-Kahns geschrieben, dass dieser dem Zimmermädchen sechs Millionen Dollar (4,6 Millionen Euro) zahlen wolle. Strauss-Kahns Anwälte wiesen diesen Bericht aber als "dramatisch inkorrekt" zurück. Diallo hatte eine Entschädigung in nicht genannter Höhe gefordert.

Das 33-jährige Zimmermädchen war bei der Anhörung anwesend, Strauss-Kahn ließ sich durch seine Anwälte vertreten. Die aus dem westafrikanischen Guinea stammende Diallo warf dem 63-jährigen Franzosen vor, dieser habe sie im Mai 2011 in einem New Yorker Luxushotel sexuell angegriffen und zum Oralsex gezwungen. Strauss-Kahn hatte zwar zugegeben, dass es zu sexuellen Handlungen gekommen war, jedoch stets beteuert diese seien einvernehmlich geschehen. Wegen der Affäre trat Strauss-Kahn von der Spitze des Internationalen Währungsfonds zurück und musste seine Hoffnungen auf die Präsidentschaftskandidatur der französischen Sozialisten begraben.

Zweifel an Glaubwürdigkeit

Das Strafverfahren gegen Strauss-Kahn war im August 2011 wegen Zweifeln an Diallos Glaubwürdigkeit eingestellt worden. Ihre Zivilklage gegen Strauss-Kahn blieb davon aber unberührt. Der nun geschlossene Vergleich ist kein Schuldeingeständnis des Ex-IWF-Chefs. Mit der außergerichtlichen Einigung vermeiden beide Seiten einen langwierigen Prozess.

Richter McKeon sagte, dass er sich in den vergangenen Monaten um einen Vergleich bemüht habe. Ende November habe es dann die ersten ernsthaften Verhandlungen der Anwälte beider Seiten gegeben. Am Montag sei die Vereinbarung schließlich unterschrieben worden. McKeon erklärte, dass Diallo auch eine separate Zivilklage gegen die Boulevardzeitung "New York Post" wegen Verleumdung mit einem Vergleich beendet habe. Die Zeitung hatte behauptet, Diallo habe als Prostituierte gearbeitet.

"Ich danke allen, die mich unterstützen", sagte Diallo nach der zehnminütigen Anhörung. "Ich danke Gott und Gott schütze Euch." Ihr Anwalt Kenneth Thompson erklärte, seine Mandantin sei nun froh, mit ihrem Leben weitermachen zu können.

In seiner Heimat droht Strauss-Kahn weiter juristisches Ungemach. Die französische Justiz ermittelt im Zusammenhang mit Sex-Partys wegen bandenmäßig organisierter Zuhälterei. Seine Verteidiger fordern die Einstellung des Verfahrens. Kommenden Mittwoch wird eine Entscheidung der französischen Justiz über den Antrag erwartet.  (APA, 10.12.2012)

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Strafverfahren wegen mangelnder Glaubwürdigkeit eingestellt ....

Und dann muss er sich im Zivilverfahren vergleichen? Das gibt's nur in Amerika.

Die Wahrheit sieht so aus, dass Tischlampe ihm gegen Bares einen geschmauchelt hat und jetzt dafür auch noch belohnt wird! Disgusting! Genau wie der alte, ausgezehrte G€ilspecht!

... nein, dass ist kein Schuldeingeständnis... nie und nimmer!

Ich frag ...

.. mich immer wieder, wo er da hingeschaut hat? Oder war´s sehr dunkel in dem Zimmer? Nicht mal für 5 Euros ...

mM

und er ist genau was?
schön?
charmant
attraktiv?

Reich.

Reich ist die jetzt ehemalige Ehfrau

das ist bei den lichtverhältnissen nicht erkennbar....

Die Zimmermädchen ...

... wissen, dass jeder, der sich dieses Hotel leisten kann, reich ist.

mM

jaja alle
inklusive der kollegen und gäste der gäste
einfach jeder mann der sich im hotel aufhält ist reich.

und es macht das leben einfach.

zumindest erhöht sich dei zahl der frauen, von denen man annehmen kann, dass sie eh nicht nein sagen können/wollen/werden/dürfen um eine weitere berufsgrupppe.
da haben wir die prostituierten, stubenmädchen, ehefrauen.

von denen kann man also per definition annehmen, dass von vornherein weder sex nötigung noch vergewaltigung möglich ist. einfach so.

Ähm, ...

... mal die Emanzenrolle zu Seite legen und nochmal lesen und bitte auch verstehen - mit einfachem Hausverstand. Danke. Ihre Antwort ist eine emanzipierte Themenverfehlung, diese Aussage wäre andersrum (Hotelboy, weiblicher Gast, und auch gleichgeschlechtlich - um genderkorrekt zu schreiben und niemanden zu vergessen und zu diskriminieren) genauso korrekt ... :)

mM

die aussage ist mit umgekehrten geschlechterverteilungen genauso bescheuert.

Würde ein Rechtssystem auf dem, was Sie als Hausverstand bezeichenen aufbauen, dann hätten wir wieder ein willkürliches Klassensystem, in dem man von Stubenmädchen/buben annehmen kann, dass sie eh auch als (mehr oder minder) Prostituierte arbeiten, und von prostituierten, dass sie eh mit jedem der geld hat, und damit kann man gleich alle tatbestände aus dem bereich der sexuellen gewalt streichen.
Dann brauchen wir keinen Prozess gegen KHUnschuldsvermutunGrasser, weil er war ja eh politiker, und Zahärzten muss man kein Geld borgen müssen, weil die Leben von der Hand im Mund.
Der Rechtsstaat lebt aber auch in dem Sinn von der Belegbarkeit der Vermutungen!
und zum rest Ihrer NullAussage spar ich mir meine!

Da wird wohl einer schon wissen, warum er jetzt so tief in den Sack fährt

Naja, wenn's ihm das wert war …

@" Dafür gab es aber keine Bestätigung".,.Für sexuelle Sonderleistungen gibt es üblicherweise keine steuerlich absetzbaren Bestätigungen.

So will ich auch mal an Geld kommen. Irgendein reicher Typ stolpert über mich und ich kann ihm dann per Anwalt (mit dem ich gerne teilen würde) ein paar Shabanga abnehmen. =)

bis es Ihnen passiert, und die Sache mit dem Zahlen falsch rennt.

Um das Geld

hätte er sich ein Jahr lang Vollpension im Babylon einmieten können.

"Strauss-Kahn hatte … Sex eingeräumt, der sei aber einvernehmlich gewesen."

Also alles in Ordnung. Einvernehmlicher Sex zwischen zwei Erwachsenen, geht niemanden etwas an, hat nicht die geringste strafrechtliche Relevanz...

Aber halt!
SECHS MILLIONEN DOLLAR?

Billiger als heiraten.

Uneinvernehmlicher Sex mit einer

Frau von der man weis dass sie schon bezahlten Sex hatte alles schonsehr seltsam. Für was wurde sie von wem bezahlt ?

Hättze er sie gleich ordentlich bezahlt wäre ihm viel erspart geblieben. Er hat wohl geglaubt das gehört zum Zimmerservice.

wollen Sie damit andeuten, dass der Strafbestand der sexuellen Nötigung berufsabhängig per definition nicht möglich sei?
sprich
prostituierte (unabhängig davon ob frau dallo das sei) können nicht vergewaltigt werden?

also in diesem fall gbt es ja kein strafechtlich elevantes delikt.

oder habe ich etwas verpasst?

ich halte es für grob jenseitig, in einem fall in dem es keine schuldfeststellung in einem strafrechtlichen prozess gibt über die hintertür zivilrecht den nicht verurtelten beschuldigten dennoch verknacken zu könne (wie seinezeit o.j. simpson).

und nett, dass frau diallo jetzt soviel geld kriegt für etwas, das wohl in echt ganz anders gelaufen sein dürfte, wie sie plus ihre kinder und enkel und ururenkel in ihrem ganzen leben zusammen niemals verdient hätten.

ich wünsche ihr (und ihren anwälten die ja min. 40% mitschneiden) dennoch alles gute und dass sie nicht eines tages einfach einen kotzkrapf kriegt beim blick in den spiegel...

Sie unterstellen der Frau Diallo die Prostitution UND bezweifeln deshalb, dass es sich um sex. Nötigung gehandelt hätte. Meine Frage daher ist: Meinen Sie wirklich, dass Prostitierte nicht vergewaltigt werden können?

strafrechtlich relevant ist eine sexuelle nötigung per
definition.
die entscheidung ein verfahren einzuleiten oder nicht, macht an sich noch keine aussage, ob der strafbestand erfüllt ist, oder nicht, sondern ob ausreichend belege vorhanden sind um diese anklage zu vertreten. In den Bereichen in denen es Aussage gegen Aussage kommt, kann imgrund nur die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers hinterfragt werden, und da kann anscheinend recht viel gegen sie verwendet werden. Was aber auch och keine Aussage darüber macht, ob und wenn was passiert ist.
Wenn NICHTS unangebrachtes passiert ist, versteh ich wiederum ihn nicht, dass er trotzdem blecht. und kotzbrocken... naja.... dsk .. wenn mitarbeiterinnen meiden mit ihm im lift zu fahren...

Na möglicherweise wollte er eben NICHT bezahlen, daher uneinvernehmlich.

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