Vor dem Verkauf von Yesss liegen die Nerven blank

10. Dezember 2012, 14:21
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Bundeswettbewerbsbehörde: Noch keine Entscheidung gefallen

Die geplante Übernahme des Mobilfunkdiskonters Yesss durch den Marktführer Telekom Austria lässt offensichtlich die Nerven flattern. Wie das "Wirtschaftsblatt" berichtet, sollen Anwälte von involvierten Firmen der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) mit Amtshaftungsklagen gedroht haben, falls sie gegen den Deal Einspruch erhebt.

"Noch nie erlebt"

"Das habe ich noch nie erlebt, dass man einer Behörde prophylaktisch mit Amtshaftungsklage droht", sagte BWB-Sprecher Stefan Keznickl der Zeitung. Die beteiligten Firmen - die Telekom als Käufer, Orange als Mutterkonzern von Yesss und "3" als potenzieller Käufer von Orange - bestreiten, mit der forschen Vorgangsweise der Anwälte etwas zu tun zu haben.

Die Bundeswettbewerbsbehörde hat auf Anfrage dementiert, dass bereits die Entscheidung gefallen sei, gegen das grüne Licht des Kartellgerichts zum Kauf von Yesss durch die Telekom Rekurs einzulegen. Ob es Rekurs geben wird oder nicht, entscheide sich bis zum 17. Dezember, wurde betont.

Ende Jänner

Sollte die BWB Einspruch erheben, könnte die Frist der Telekom Austria für die Übernahme Ende Jänner ohne Entscheidung auslaufen. Ob die Telekom verlängert, wollte das Unternehmen nicht beantworten, man warte nun die Entscheidung der BWB ab.

Ein Wörtchen hat auch noch die EU mitzureden, sie muss den Kauf von Orange durch "3" absegnen. Die Frist dafür läuft bis 21. Dezember, dem Vernehmen nach soll es aber bereits diesen Mittwoch eine Entscheidung geben. (APA, 10.12.2012)

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Yesss

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