Regierung: Nelson Mandela nicht in akuter Lebensgefahr

10. Dezember 2012, 17:50
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Ex-Präsident Südafrikas weiter im Krankenhaus

Johannesburg  - Zwei Tage nach der Einweisung des südafrikanischen Nationalhelden Nelson Mandela in ein Krankenhaus hat die Regierung des Landes vorerst Entwarnung gegeben. Der frühere Präsident sei "nicht unmittelbar in Gefahr", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag. Das ganze Land verfolgte besorgt die Berichte über den Gesundheitszustand des 94-Jährigen.

"Er fühlt sich wohl und wird weiterhin routinemäßig behandelt, ganz wie man es bei Menschen seines Alters erwartet", sagte der Ministeriumssprecher. Zuvor hatte Verteidigungsminister Nosiviwe Mapisa-Nqakula den prominenten Patienten im Militärkrankenhaus in Pretoria besucht. Mandela sei "guten Mutes", sagte Mapisa-Nqakula. Sein Ministerium ist für die Sorge um Mandela verantwortlich.

Es blieb aber zunächst unklar, ob Mandela eine weitere Nacht im Krankenhaus bleiben muss. Auch Details über die Art seiner Behandlung wurden nicht bekannt. Zuletzt war Mandela im Februar wegen Bauchschmerzen behandelt worden, doch hatten Tests damals "nichts Ernstes" gefunden.

Die Tageszeitung "Sowetan" schrieb am Montag auf ihrer Titelseite "Die Nation betet für Mandela", der "Star" kam mit der Überschrift "Werde schnell wieder gesund" in die Kioske. Der in seiner Heimat als Nationalheld verehrte Mandela tritt kaum mehr in der Öffentlichkeit auf und lebt zurückgezogen in dem Dorf Qunu in der Provinz Ostkap, in dem er aufwuchs.  (APA, 10.12.2012)

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