Justizministerin zufrieden mit WU-Lehrgang Wirtschaftskriminalität

10. Dezember 2012, 13:29
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Karl: Interesse an postgradualer Ausbildung für Staatsanwälte und Richter überraschend hoch

Wien - Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) hat am Montag zufrieden Resümee über den Uni-Lehrgang Wirtschaftskriminalität und Recht gezogen. Die viersemestrige postgraduale Ausbildung hat das Ministerium gemeinsam mit der Wirtschaftsuniversität Wien konzipiert. Das "maßgeschneiderte Angebot" für Richter und Staatsanwälte habe von Beginn an mehr als doppelt so viele Bewerber wie Studienplätze gehabt, sagte Karl. Aufgrund der hohen Nachfrage soll es im Sommersemester 2013 eine "Zusatzklasse" geben.

22 Personen haben das Studium in diesem Wintersemester aufgenommen, mehr als doppelt so viele hätten sich angemeldet, sagte Karl. Abgeschlossen wird der Lehrgang mit dem Titel "Master of Law" (LL.M.), Ziel ist laut Karl die Qualifizierung und Spezialisierung vor allem für große Wirtschaftsverfahren. Die Justizministerin verwies auf mehrere Maßnahmen bei der Bekämpfung von Korruption und Wirtschaftskriminalität, durch Gesetze (Strafrecht, Lobbyistengesetz) ebenso wie durch die Einrichtung der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Von den dortigen Mitarbeitern hätten sich alle, die noch nicht über die Zusatzausbildung verfügten, für den WU-Lehrgang angemeldet.

WU-Rektor Christoph Badelt bezeichnete das Angebot als gutes Beispiel dafür, wie die Universität auf Bedürfnisse der Gesellschaft reagiert. Lehrgangsleiter Michael Lang hob die Breite des Curriculums hervor, das etwa zur Hälfte wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse vermittle und zur Hälfte den wirtschaftsrechtlichen Bereich vertiefe. (APA, 10.12.2012)

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