Bildungsstandards: Elternvertreter fordern "vertrauliche Behandlung"

10. Dezember 2012, 13:26
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Unterstufe/Österreich - Eltern werden zu vertraulicher Behandlung der Schulergebnisse aufgerufen - "Qualität geht vor Termin(druck)"

Wien - Der Verband der Pflichtschul-Elternvertreter hat am Montag in einer Aussendung auf die Einbindung der Schulpartner bei der Analyse der Ergebnisse der Bildungsstandards, die morgen, Dienstags, erstmals veröffentlicht werden, gepocht. Gleichzeitig appelliert der Verband auf seiner Internetseite an die Elternvertreter, die Schulberichte, zu denen die Schulpartner (Schüler-, Eltern-, Lehrervertreter) Zugang erhalten, "vertraulich zu behandeln". "Diese 'Momentaufnahme' ist nicht für Rankings in den Medien bestimmt oder geeignet."

Bei der Rückmeldung der Bildungsstandard-Ergebnisse erfährt nur der Schüler selbst, wie er persönlich abgeschnitten hat. Der Lehrer bekommt das (anonymisierte) Gesamtergebnis seiner Klasse, die Schulleitung sowie die Schulpartner das ihrer Schule bzw. der einzelnen Klassen, die Schulaufsicht die allgemeinen Teile der Schulberichte sowie Regionalergebnisse, die Landesschulräte die Landesergebnisse sowie die Unterrichtsministerin einen Bundesbericht. Die Tests sollen Mängel aufzeigen, auf die dann etwa durch Änderungen der Lehreraus- und -fortbildung, der Lehrpläne, Bücher oder beim Stundenausmaß einzelner Fächer reagiert werden kann.

Bei der Aufarbeitung der Ergebnisse durch die Schulpartner müsse das Motto "Qualität geht vor Termin(druck)" lauten, forderte der Verbandsvorsitzende Christian Morawek eine gute Vorbereitung der Ergebnisanalyse durch "eine aussagekräftige Unterlage". Falls nötig könnten die Elternvertreter außerdem mehrere Sitzungen durchsetzen, bei denen die Ergebnisse besprochen werden. Dafür würden bereits die Stimmen von zwei Drittel der Klassenelternvertreter ausreichen. (APA, 10.12.2012)

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