Mobbing im Internet: Jeder fünfte Jugendliche betroffen

10. Dezember 2012, 13:21
  • Nur wenige wissen, wie man sich gegen Cybermobbing wehren kann.
    foto: ak_nemati @ sxc.hu

    Nur wenige wissen, wie man sich gegen Cybermobbing wehren kann.

Rassistische Postings machen bereits ein Fünftel aller gemeldeten Fälle aus

Mobbing im Internet nimmt besonders unter Jugendlichen weiter zu. Jeder Fünfte der 14- bis 19-Jährigen ist betroffen, wie eine von der Österreichischen Liga für Menschenrechte in Auftrag gegebene Umfrage ergab. Demnach sind Kinder und Jugendliche mit 38 Prozent die am stärksten betroffene Personengruppe von Cybermobbing, gefolgt von Ausländern und Migranten mit 35 Prozent und Personen, die einer bestimmten Religionsgemeinschaft angehören (24 Prozent).

Nur wenige wissen, wie man sich wehrt

Insgesamt hat mehr als die Hälfte aller Befragten schon einmal verletzende oder ungerechte Beiträge im Netz wahrgenommen, neun Prozent sogar gegenüber sich selbst. Diskriminierungsgründe wie Behinderung und sexuelle Orientierung (je ca. 50 Prozent) sowie Aussehen (45 Prozent) wurden bei der Umfrage zuerst genannt, an vierter Stelle wird Diskriminierung aufgrund der Herkunft (43 Prozent) als problematisch empfunden. Nur ein Viertel wüsste ganz genau, wie man sich gegen persönliche Angriffe im Internet wehren kann.

Strafverfolgung im Ausland schwer

Rassistische Postings im Netz machen bereits rund ein Fünftel aller gemeldeten Rassismus-Vorfälle aus, berichtete auch die Anti-Rassismus-Initiative Zara. Der rechtliche Rahmen, dagegen vorzugehen, sei sehr beschränkt. "Auf nationaler Ebene sind nur jene Gesetze anwendbar, die auch in der Offline-Welt gelten. Das macht die Strafverfolgung umso schwerer, wenn Provider im Ausland ansässig und deshalb österreichische Gesetze gar nicht erst anwendbar sind", sagte Claudia Schäfer von Zara.

Die repräsentative Studie wurde im November 2012 anlässlich der Präsentation des österreichischen Menschenrechtsbefundes 2012 im Auftrag der Österreichischen Liga für Menschenrechte vom Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com unter 500 Österreichern im Alter von 14 bis 69 Jahren durchgeführt. (APA, derStandard.at, 10.12.2012)

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23 Postings
Hilfe für Mobbingbetroffene

nur wenige wissen, wie man sich wehrt... ist ein satz aus o.a. artikel.

hilfe für mobbingbetroffene: www.selbsthilfegruppe-mobbing-graz.at

Mobbing lebt vom zuschauen, schweigen, mitmachen, negieren, verniedlichen - Mobbing geht JEDEN an!

Wer ein Unrecht einfach hinnimmt, fügt ein weiteres hinzu. (Peter Tille)

leider geil

es geht doch vor allem um die bereitschaft der masse der jugendlichen, da mitzuspielen.

und wenn die mainstreamgesellschaft mit ihren autoritäten den kontakt zu den schülern und lehrlingen verliert, dann ist nicht das internet schuld.

das liegt an einer unsagbar depperten faulheit und geizigkeit.
das bildungswesen wird ideologiehalber von parteiklüngeln usurpiert und zugrunde gerichtet, und sie streichen einander gegenseitig, "strafhalber" das budget zusammen, bis man nicht mehr arbeiten kann.
kaputtsparen ist ein hilfsausdruck.

weiters der druck auf die löhne und das ganze arbeitsklima, dem viele eltern ausgesetzt sind. die prekären beschäftigungen haben keinerlei interesse, auf die familien rücksicht zu nehmen.

mobbing ist steinzeit!

Internet-Mobbing der besonderen Art

Hat zwar mit dem Thema nur peripher zu tun, aber es häufen sich die Vorfälle wo sagen wir naive Rotzbuben und-gören via FAcebook und Twitter Leute zu Praties einladen und dann Horden kommen, um die gesamte Bude auseinanderzunehmen.
Jüngst hat sich in GB wieder so ein Vorfall ereignet:
http://www.dailymail.co.uk/news/arti... ebook.html

Man muss das gelesen haben, um es glauben zu können

Hmm

Und vor 30 Jahren war es schon so ohne FB ohne Twitter
also nichts spannendes am Horizont ;o(

schade

dass solche dinge immer ohne link zur studie veröffentlicht werden

gerade bei diesem thema und solchen zahlen interessiert mich die erhebungsmethode sehr.
wie wurden die fragen gestellt?
was wird als mobbing gewertet?

man sieht es hier schon an der losbrechenden diskussion.
ohne einer definition, was die autoren der "studie" unter mobbing verstehen, bringt die nix

das ist wie bei der diskussion um die armut
(siehe kommentar der anderen von kohl)

Ich kanns mir jetzt nicht verkneifen aber das erinnert mich stark an: "beleidigende Sprüche an Klowänden nehmen zu".

Wenn man jetzt internetspezifisches Mobbing nimmt (also nicht die Verlängerung des Schul-Mobbings auf Soziale Netzwerke) dann ist es genau das: Klowand.

Mobbing in sozialen Netzwerken kann man als Betroffener jedoch eher schnell eindämmen, indem man die betroffenen Personen aus seiner Freundesliste wirft und auf ignore stellt.

Mobbing auf Youtube oder in Foren? Don't feed the troll.

so einfach ist das eben nicht

empfehle ihnen sich menschen bei maischberger zu diesem thema anzusehen (gibts auf youtube)

wo auch betroffene diskutieren
meistens, ist es eine vernetzung aus online- und offline-mobbing und interessant ist, dass schulmobbing nur sehr schwer zu stoppen ist.
meist stehen lehrer machtlos oder ignorierend daneben

durch die online-botschaften wird das ganze überregional und mobbingopfer leideten unter den gleichen attacken nach einem schulwechseln nochmal

echtes mobbing ist beinhart, egal in welchem alter und nur sehr schwer zu bekämpfen

die klassen sind zu gross

wenn ein lehrer auf 15 schüler kommt, hat er _mehr_ als doppelte motivation und durchsetzungsfähigkeit, wenn er nur fit ist für diese arbeitsweise.

es geht nur mit einem völligen umdenken in sachen erziehungswesen und schulbudget.

die kids gehen einfach in den steinzeitmodus, wenn sie mit inspiration, hoffnung und glaubwürdiger autorität unterversorgt sind. ist doch sache des instinktes und sollte jedem klar sein.

Trotzdem glaube ich nicht, dass jeder 5. von überregionalem Mobbing betroffen ist. Dass diese Art der Vernetzung auch auf diese Art missbraucht werden kann ist mir bewusst. Auc Stalking etc ist da nicht ganz unproblematisch. Das Problem liegt allerdings nicht im Netz, sondern bei den Menschen die das verbrechen (und zum Teil auch bei denen die sich als Fußabstreifer verwenden lassen - wobei das halt auch nicht so einfach ist).

danke habe schon angst gehabt komentare zu lesen aber sie geben mir mut - mal gucken wie die anderen so sind

das ist ein grosser Irrtum

man kann nichts tun. Das Problem ist dass Google absolut nicht reagiert bei Meldungen dieser Art - Stalking, Verleumdungen, uebler Nachrede, posten ohne Erlaubnis von Dokumenten, Mails und Fotos! Bei Anzeige reagiert weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft bzw stellt das Verfahren ein!!! Und Kommentare von Polizisten, Freunden, Verwandten, Anwaelten und Bekannte, dann dreh halt das Internet nicht auf, schau nicht rein etc etc..... ist nicht hilfreich und eigentlich recht schwach

das ist leider ein technokratischer ansatz mit obrigkeitsdenken!

es macht keinen sinn, es ist nichts positives von irgendwelchen dirigistischen massnahmen zu erwarten.
ebenso wenig, wie vom einsatz der "drohnen" zu erwarten ist, dass man ein volk geistig überzeugen und niederhalten kann.

der einzige weg ist, den kindern starke alternativen der selbstverwirklichung anzubieten, sodass facebook nicht mehr "die welt" für sie ist. man muss bewusst die inhalte der sozialen netze im kontext der familien und peer groups relativieren, und nicht ernst nehmen.

wesentliche schuld trägt die denke, derzufolge zb arbeitgeber (deren personalchefs) per facebook ihren angestellten nachspionieren und da ein fass aufmachen zb gehalt, wenn einer privat aus d reihe fällt, statt dass sie d persönliche freiheit respektieren.

wie kann mich wer auf facebook weiterhin mobben wenn
a ich hab kein sozial network oder nicht mit echt namen(youtube/twitter)
b er ist nicht mein freund
c er ist schon blockiert
d ich nimm nur leute an die ich kenn und auch wirklich mag und nicht deren hunde!

na komm. denk nach.

ist wurscht, ob du einen account hast. es geht darum, dass ca. 95% der anderen einen haben. und dort wirst du gemobbt.
in dem fall, in dem sich ein junges mädel umgebracht hatte, wurde von anderen (!) ein fb profil mit ihrem namen erstellt.

Das geht aber ohne Soziale Netzwerke auch. Die können sich auch nach der schule zum Rauchen wegschleichen und über mich lästern. Aber was interessiert mich das, wenn ichs nicht mitbekomm? Dito bei sozialen Netzwerken, weg mit den Leuten, die einen stören oder den Spieß umdrehen und drüberstehen (gerade online kann einen niemand verhauen).

gemobbt wird doch im realen leben. die sozialen netzwerke sind da doch nur ein mittel zum zweck.

die ganze schule tuschelt und hält die die facebook mobberei ständig unter die augen. das wird ausgedruckt, verbreitet usw.

und mobbing ist halt leider seit der omnipräsenz von fb sehr zugenommen. speziell in der intensität.

Naja, das zeigt aber eine gewisse Hilflosigkeit

Man kann jeden Spieß umdrehen, und gerade mit originellen Replies kann man sich ausgezeichnet wehren, man muss nur die Lacher auf seine Seite bringen. Natürlich brauche es etwas Talent und Sprachgefühl dazu, aber man hat ja genau dieselben Möfglichkeiten wie die "Mobber".

Irgendwie scheint das Problem ziemlich aufgeblasen, denn wenns wirklich zu schlimm würde, verlässt man doch einfach das soziale netzwerk und es ist jedenfalls Ruhe.

sicher könnte man.

aber die meisten können das nicht. und etliche stellen sich aus reinem selbstscultz schon mal auf die seite der mobber. speziell bei kindern/halbwüchsigen.
wenns so einfach wäre, gäbe es wohl kaum selbstmorde unter gemobbten kindern.

ist das wieder eine so qualitativ hochwertige statistik

Wie die letzte in der es um gewalt gegenüber frauen ging? So wie sich das interpretiere bin ich dann wohl auch mit rassismus im internet in berührung gekommen, nachdem ich aufgrund eines artikels von derstandard.at die seite vom hc besucht gab. Kompletter schwachsinn: statistik und artikel

Unsinn!

Kritik ist nicht Mobbing! ...und ... lächerlich Leute zu befragen ob Sie sich ungerecht behandelt fühlen. Speziell die Jugend hat ein überhöhtes Selbstwergefühl und ist zu einem grossen Teil unfähig mit Kritik umzugehen. "Gefällt mir" und "+/-" Buttons tragen auch nicht gerade zu einer Besserung bei.
Schlimm auch dieser Trend immer alles POSITIV zu formulieren (NLP-Dogmen u.ä.) ... wer nicht kapiert dass das nicht die Wirklichkeit sein kann ... soll HEULEN xxo und <3 !

Selbstwertgefühl - mit "t"

vor "dass" gehört ein ","

Ich will dich nicht aufgrund deiner schlechten Rechtschreibung mobben, nur kritisieren :)

na ... des is Klugsch** ;)

perfektes Beispiel ;-)))

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