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Hinter Sorgen und Stress wegen der bevorstehenden Operation können sich chronische psychische Beschwerden verbergen.
Ein operativer Eingriff bedeutet für viele Menschen eine starke psychische Belastung verbunden mit hohem emotionalen Stress.
Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin und des Universitätsklinikums Leipzig konnten nun zeigen, dass diese Beschwerden oftmals keine vorübergehenden Sorgen hinsichtlich der bevorstehenden Operation sind, sondern häufig Hinweise auf klinisch bedeutsame und behandlungsbedürftige psychische Störungen darstellen.
Unbehandelte Depression, Ängste und Suchterkrankungen tragen zu operativen Komplikationen sowie zu einer schlechteren Genesung nach der Operation bei. Sie führen insgesamt zu einem ungünstigeren Krankheitsverlauf bis hin zu erhöhter Mortalität. Mehr als 30 Prozent der operativen Patienten leiden unter klinisch bedeutsamer Depressivität. Diese stellt einen wesentlichen Risikofaktor für eine längere Krankenhausverweildauer dar.
Die Forschergruppe um Henning Krampe, Psychologe an der Klinik für Anästhesiologie der Charité, Claudia Spies, Direktorin der Klinik für Anästhesiologie der Charité, und Elmar Brähler, Leiter der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig, hat in ihrer Untersuchung zunächst erfasst, wie viele Patienten mit einer bevorstehenden Operation an psychotherapeutischen Gesprächen interessiert waren und inwieweit dieses Interesse mit der erhöhten psychischen Belastung vor der Operation in Zusammenhang stand. Schließlich untersuchten die Wissenschaftler, ob es im Verlauf von sechs Monaten nach dem chirurgischen Eingriff zu Veränderungen der psychischen Beschwerden kam.
"Es ist auffallend, wie beharrlich Depressivität, Ängste, allgemeine psychische Beschwerden und Alkoholprobleme nach einem halben Jahr bei den Patienten mit Psychotherapieinteresse erhöht bleiben" sagt Henning Krampe, Leiter des BRIA-Projektes (Brückenintervention in der Anästhesiologie) der Klinik für Anästhesiologie der Charité.
"Diese Stabilität der Belastung in den verschiedensten Bereichen psychischer Störungen legt die Schlussfolgerung nahe, dass es sich dabei nicht um vorübergehende Sorgen und Stress wegen der Operation, sondern um chronische psychische Beschwerden handelt, die eine psychotherapeutische Behandlung erforderlich machen", so Krampe.
Mit BRIA haben die Forscher des interdisziplinären Projektes ein neues Therapie-Programm entwickelt, das mit einer kurzen computergestützten Fragebogen-Untersuchung vor der Operation und einer sofortigen Rückmeldung über die Ergebnisse der Befragung beginnt.
Ziel ist, psychische Beschwerden von operativen Patienten zu erkennen, diagnostisch zu bestimmen und wirksam zu behandeln. Langfristig soll dieser Ansatz zur Steigerung der gesamten Lebensqualität und zu einer verbesserten Genesung der organmedizinischen Krankheiten der Patienten beitragen. (red, derStandard.at, 10.12.2012)
Quelle:
Die Ergebnisse der Studie, an der 1.157 operative Patienten teilgenommen hatten, sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift PLoS ONE 7(12): e51167. doi:10.1371. veröffentlicht: Kerper LF et al. Persistence of Psychological Distress in Surgical Patients with Interest in Psychotherapy: Results of a 6-Month Follow-Up.
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Manchmal fragt man sich schon, wenn man solche Dinge liegst. Ich hatte vor meiner Gehirntumor-OP auch Angst - ohne eine Depression zu haben. Es wird einem ja nicht jeden Tag in 15 Stunden der Schädel aufgefräst und in diesem herumgeschnipselt. Vor allem kann man sich ja auch vorher schon vorstellen wies einem nach so einem Eingriff auf der Intensivstation geht. Und ich kann sagen, dass ich im Nachhinein gesehen, ein recht realistisches Bild von den Nachwirkungen & Schmerzen hatte da ich entsprechend aufgeklärt und diese eingefordert habe. Bei solchen Dingen ist es wichtig sich banale Ziele zu setzen - ich wollte 3 Wochen nach der OP beim Geburtstag meiner Tochter zuhause auf der Terrasse sitzen. Und das hab ich auf den letzten Tag geschaff.
Operationsangst = psychische Störung.
Diese Ansicht sollte bei jedem Vernichtungsangst hervorrufen. OP- Angst ist ein absolut natürlich menschlicher Reflex da alle Sinne ausfallen. All das jedoch als widernatürlich hinzustellen, würd ich meinen, dass ist krank. Das hiese letztendlich, Angst, wie begründet Diese auch ist, ist als psychisch krank anzusehen. .... schrecklich.
warum dieses reflexartige "wer operiert wird, hat allen grund, sich zu fürchten"??? hat irgend jemand von den p.t. postern auch den text dieses artikels gelesen oder kreischen alle allein aufgrund der headline auf? wo steht denn, dass es abnormal wäre, sich vor einer op zu fürchten?
Das Problem dabei ist folgendes:
Die sogenannte "Mittelschicht" verarmt zusehends und kann sich z.B. Psychotherapie nicht leisten.
Leute, die solche Studien erstellen sind aus einer anderen Einkommensklasse.
Zurück an den Start!
Da Menschen (und dazu zähle ich auch Ärzte) nicht perfekt sind, ist es durchaus angebracht Angst vor einem medizinischen Eingriff zu haben.
Selbst 'harmlose' Eingriffe haben eine bestimmte Komplikationsrate. Es gibt keine völlig risikolosen und garantiert erfolgreichen Operationen!
Ich hatte sogar eine Operation am Gehirn, hatte aber nie das Bedürfnis mit einem Psychologen darüber reden...
Vielleicht auch deshalb, weil ich mit meinen unzähligen epileptischen Anfällen an einem Tag einfach keine Lebensqualität mehr sah und diese Operation mir die Möglichkeit gab, dass ich wieder ein halbwegs normales Leben führen kann - und so kam es nun auch ;-)
lg die psychisch Gestörte
Sorry, aber wenn ich weiss, dass mir in einer Stunde der Bauch aufgeschnitten wird und man damit rechnen muss nicht mehr aufzuwachen, darf ich doch etwas Angst haben? Die chronische Überlast der Ärzte und die Kunstfehler der letzten Jahre beruhigen mich auch nicht gerade...
Ok, aber vielleicht bin ja gestört :-)
Darum gehts gar nicht.
Menschen mit einer Angststörung fürchten sich nicht nur übermäßig vor einer massiv-invasiven OP, sondern auch vor Kleinigkeiten.
Also wenn du dich beim Gedanken an eine Herz-Katheder-Untersuchung jetzt fürchten würdest, darfst dir eine therapiewürdige Störung unterstellen ;)
Eine Herz-Katheder Untersuchung und die Setzung eines Stents kann durchaus ernste Komplikationen der großen Beinvene, durch welche der Katheder geschoben wurde, nach sich ziehen.
Ängste sind eher ein Zeichen des gesunden Menschenverstandes. Solange man seine Ängste im Griff hat, besteht meiner Meinung nach kein Behandlungsbedarf.
Gerade wird bekannt, dass in Deutschland Operationen gemacht werden, die überhaupt nicht notwendig wären, nur bringen sie dem Spital und den Chirurgen viel Geld.
Und wer sich darüber nun Sorgen macht, ist gestört braucht intensive Behandlung :-)
Wäre Keynes nicht schon tot,hätte er sicher überlebt nicht als Urheber genannt zu werden.
Abgesehen davon hat er ja nur eine Tatsache festgestellt,die jeder Mensch zu Recht feststellen kann,daher ist es ohnehin fragwürdig ihm die alleinige Urheberschaft zuzuschreiben.
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